Welcher Wein zu Pizza? Die besten Wein-Pizza Kombinationen

Frische neapolitanische Pizza und ein Glas Rotwein auf Holztisch

Nichts wertet ein Stück Pizza so sehr auf wie ein gutes Glas Rot- oder Weißwein. Doch je nach Auflage ist die Wahl des richtigen Weins eine echte Herausforderung. Unsere besten Pairing-Tipps für anspruchsvolle Genießer!

Pizza ist italienisches Kulturgut - von daher ist es keine Überraschung, dass einige italienische Tropfen besonders beliebte Begleiter sind, zu den Klassikern zählen Barbera d'Asti aus Norditalien und fruchtig-leichte Rotweine aus der Toskana, die praktisch überall gerne als Allrounder serviert werden.

Welcher Wein passt am besten zu Pizza? Die besten Kombis auf einen Blick

  • Pizza Margherita: Frischer Rosé aus der Provence oder ein leichter Grenache – alternativ ein eleganter Pinot Noir.

  • Pizza Bianca: Champagner, Vouvray oder ein cremiger Chardonnay; mit Trüffel auch Pinot Noir.

  • Vegetarische Pizza: Erdiger Pinot Noir, Cabernet Franc aus der Loire oder mineralischer Sauvignon Blanc.

  • Salami & Peperoni: Fruchtbetonter Nero d’Avola, Sangiovese oder würziger Syrah.

  • Pizza Tonno: Trockener Sauvignon Blanc oder ein gerbstoffarmer Beaujolais.

  • Pizza Hawaii: Chenin Blanc oder Riesling mit feiner Balance aus Süße und Säure

Welche Grundregeln helfen bei der Weinwahl zu Pizza?

Ob nun ein tanninhaltiger Cabernet Sauvignon, ein samtiger Cabernet Franc oder ein fruchtiger Sauvignon Blanc am besten harmoniert, hängt davon ab, welche Aromen auf der Pizza dominieren:

  • Tomatige Pizza: fruchtige, frische Rotweine

  • Weiße Pizza/Fisch: eher trockene Weißweine

  • Scharfe Beläge: wenig Tannin, dafür fruchtig

  • Generell: Der Wein sollte die Pizza nicht überdecken – unkompliziert und frisch passt meist am besten

Wein zu Pizza: Die Auflage gibt den Ton an!

Während eine würzige Salami-Pizza vielleicht besser zu einem Rotwein passt, ist für eine weiße Pizza mit cremiger Sauce ein vollmundiger Weißwein die bessere Wahl. Eine Pizza mit delikateren Aromen könnte dagegen gut mit einem französichen Rosé harmonieren.

Allgemein gilt: Insgesamt sind fruchtige, leichte Rotweine und vollmundige, charaktervolle Weißweine die besten Pizzapartner. Entdecken Sie in den folgenden Zeilen einige der beliebtesten Pizzasorten und die dazu passenden Weine aus Italien und anderen beliebten Weinbauregionen!

Versschiedene Pizza-Beläge von Oben betrachtet: Pizza Blanca, Pizza mit Ruccola, mit Schinken

Welcher Wein zu Pizza Margherita?  

Die Margherita, ein Klassiker aus Neapel, gilt vielen als die Original-Pizza schlechthin. Der Geschmack einer Margherita hängt weitgehend von der Qualität ihrer Auflage ab: Tomatensauce, Mozzarella und frisches Basilikum. Da diese Belege relativ zart im Geschmack sind, bietet sich hier ein lachsfarbener, ebenso zarter wie trockenener Côtes de Provence Rosé oder ein leichter Rotwein auf Grenache-Basis an. Auf sehr tanninhaltige Rotweine sollten Sie verzichten, da diese die zarte Säure der Tomatensauce überlagern würden.

Welcher Weißwein passt zu Pizza Margherita?

Sehr gut eignet sich ein mineralischer, präziser Weißwein mit frischer Säure, etwa ein Fiano di Avellino, Verdicchio dei Castelli di Jesi oder ein Etna Bianco. Die Frische harmoniert mit der Tomate, während die mineralische Struktur dem Mozzarella genügend Substanz entgegensetzt. Auch ein eleganter Pinot Grigio aus Aldo Adige mit lebendiger Frische und reifer Frucht ist eine ausgezeichnete Wahl für ein unkompliziertes Pizzaessen.

Welcher Rotwein passt zu Pizza Margherita?

Ein eleganter, mittelkräftiger Rotwein mit frischer Säure und moderatem Tannin ist ideal. Besonders schön passt ein Etna Rosso, der die Säure der Tomate aufgreift, ohne die feinen Aromen von Mozzarella und Basilikum zu überdecken. Als kompromisslose Hedonistin zieht die Autorin dieses Beitrags dem mittelprächtigen, fruchtbetonten Chianti, der gerne in zahlreichen deutschen Pizzerien serviert wird, einen feinen Piinot Noir aus der Bourgogne vor. Preisbewusste Genießer finden ihr gerbstoffarmes Pinot-Noir-Glück übrigens auch im Elsass, im Beaujolais und im Loire-Tal.

Welcher Wein zu vegetarischer Pizza?

Pizza mit Kirschtomaten, Basilikumblättern, Oliven und Zwiebeln

Unsere Empfehlungen für Gemüsefans

Eine der farbenfrohsten und gesündesten Pizzavarianten ist die vegetarische Pizza, die mit unterschiedlichen Gemüsesorten belegt ist. Dazu gehören Paprika, Zucchini, Zwiebeln, Champignons, Kirschtomaten und Oliven, die in der direkten Hitze des Pizzaofens geröstet und karamellisiert werden. Zu dieser Pizza passen die gleichen Weine wie zu gebratenem Gemüse: ein erdiger Pinot Noir, ein Cabernet Franc aus aus kühlem Klima der Loire oder ein trockener Bordeaux Weißwein zum Beispiel.

Und wenn Pizza mit frischem Grün wie Spinat oder Rucola, mit etwas Ziegenkäse und Vinaigrette eher Ihr Ding ist, wählen Sie einen knackigen und mineralischen Weißen. Wir zögern zwischen einem edlen Chablis Grand Cru aus der Bourgogne oder einen nicht minder attraktiver Sancerre von der Loire ...

Sollte Ihre Pizza mit aromatischen Trüffeln belegt sein, raten wir Ihnen zu einem kräftigeren Wein. In diesem Fall wäre ein gereifter Barolo oder Barbaresco aus der Piemont-Region eine ausgezeichnete Wahl.

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Pizza Bianca, oder die cremig-weiße Option

Wenn die klassische Pizza mit Tomatensoße das Yang ist, so ist die weiße Pizza das Ying. Bei der mit cremigem Ricotta oder mit schnell schmelzenden Käsesorten belegte Pizza Bianca steht die Qualität des Pizzateigs im Vordergrund. Eine unserer bevorzugten Weinkombinationen ist hier ein Schaumwein, allen voran der Champagner. Die autolytischen Noten eines gereiften Champagners ergänzen herrlich die Aromen des frisch gebackenen Pizzateigs.

Preisbewusste Schaumweinfreunde kommen mit einem Vouvray von der Loire, dessen natürlicher Säuregehalt die reichhaltige, fettige Textur des Käses ausgleicht, auf ihre Kosten. Ebensogut funktioniert ein körperreichen Meursault, dessen Textur durch eine malolaktische Gärung abgerundet wird.

Zu weißen Pizzen werden manchmal auch Pilze oder Trüffelöl gereicht. In diesem Fall bietet sich ein Pinot Noir aus dem Burgund als Weinbegleiter an. Die frischen roten Früchte und die erdigen Aromen des Unterholzes in diesem Wein werden die Pilze wunderbar ergänzen.

Wein zu Salami Pizza

Was trinken zu Peperoni & Co?

Für die Fleischliebhaber unter uns gibt es nichts Besseres als eine Pizza, die mit würziger Peperoni, oder einer Kombination aus Salami, Wurst, Speck und Schinken belegt ist. Zu den kräftigen, würzigen Aromen einer Peperoni-Pizza passt am besten ein Tropfen mit generösen Fruchtaromen, wie z. B. ein Nero d'Avola aus Sizilien oder ein Rotwein aus der Toskana.

Achten Sie auch hier darauf, dass Sie einen nicht zu tanninhaltigen Wein wählen, da Tannine die Schärfe der Speisen sensorisch noch verstärken können. Um den Geschmack von schwarzem Pfeffer auf einer Wurstpizza zu ergänzen, würden wir einen ebenso pfeffrigen Wein wählen, z. B. einen Syrah aus dem Rhône-Tal oder aus Australien.

Bei einer Pizza mit Fleischauflage empfehlen wir einen ebenso herzhaften Rotwein, wie einen Tempranillo aus Rioja oder einen Cabernet Sauvignon vom linken Bordeaux-Ufer. Anspruchsvollen Weinfreunden legen wir hier einen charakterstarken Pauillac oder einen Margaux ans Herz.

Wein zu Pizza Tonno

Welche Begleitung zu Thunfischpizza?

Ob Thunfischpizza an sich eine gute Idee ist, darüber streiten sich die Geister. Doch wenn Sie sich schon für die insbesondere in Deutschland hochbeliebte Pizza-Thunfisch-Kombination entscheiden, so sollten Sie hierzu auf jeden Fall einen trockenen, spritzigen Weißen trinken. Die Salzlake aus der Dose und bringt einen stark salzigen Geschmack mit sich. Zusätzlich zu Thunfisch und Käse vervollständigen manche Pizzerien das Rezept durch Kapern und Peperoni, was zu noch mehr Würze führt und nach einem Wein mit entsprechender Charakteristik verlangt.

Hier sind frische, leichtfüssige Begleiter gefragt 

Damit der Wein der Pizza nicht die Show stiehlt, sollte man hier zu einem leichten, frischen Wein mit mittlerem Körper greifen. Zart fruchtige Noten können dazu das Ganze zu einem abwechslungsreiches Aromenspiel machen. Mit einem fructhigen Sauvignon Blanc von der Loire stehen Sie hier auf der sicheren Seite, aber auch ein Rotwein mit wenig Gerbstoff wie ein Cru aus dem Beaujolais ist hier eine gute Option. 

Welcher Rosé passt zu Pizza?

Freunde stossen mit Roséwein an, dazu italienisches Essen

Ein trockener, fruchtiger Rosé (beispielsweise aus der Provence) ist ein vielseitiger Begleiter zu Pizza. Seine frische Säure passt gut zu Tomatensoße und Käse, während die fruchtigen Aromen würzige oder gemüsige Beläge ergänzen. Besonders gut harmoniert Roséwein mit Pizza Margherita, Pizza mit Gemüse, Schinken oder Meeresfrüchten.

Wein zu Hawaii-Pizza (wenn es wirklich sein muss ...) 

Auch wenn die Hawaii-Pizza mitunter polarisiert, können wir nicht leugnen, dass sie von Feinschmeckern auf der ganzen Welt geliebt wird. Süßer kanadischer Schinken, frische Ananasstücke und eine Decke aus Käse bedecken diese einzigartige Pizza, die einzige Pizza mit tropischen Früchten. Als Begleiter für die Pizza Hawaii empfehlen wir einen blumigen Chenin Blanc von der Loire oder einen Riesling aus Deutschland, dessen Kombination aus Süße, Säure und Mineralität gut zu Schinken und Ananas passt.

Was trinkt man zu Pizza in Italien?

In Italien trinkt man generell Bier zu Pizza, das gilt auch für Neapel, die Geburtstadt der Pizza. Warum dem seit jeher so ist, hat nicht nur geschmackliche Gründe: In Italien gilt Pizza nicht als volle Mahlzeit, sondern eher als Snack. Doch die wohl wichtigste Erklärung liegt in dem von Mussolini erlassenen Alkohol-Gesetz. Die 1920er Jahre waren nicht nur in den USA die Jahre der Prohibition, auch in Italien war der Verkauf von Alkohol mitunter extrem begrenzt.

Lediglich alkoholische Getränke mit wenig Volumenprozent waren toleriert - ein Segen für die Bierbrauereien, die von da an mit mehr oder weniger raffiniertem Marketing dafür gesorgt haben, dass sich diese Tradition bis heute in Italien gehalten hat.  

Welcher Wein zu Antipasti?

Antipasti gehört definitiv zu unseren Lieblingshäppchen! Doch angesichts der geschmacklichen Bandbreite von den italienischen Vorspeisen ist eine pauschale Empfehlung für einen bestimmten Weintyp schlicht unmöglich. Antipasti ist so facettenreich wie die Weinstile, die die Häppchen begleiten können. In unserem Artikel Wein & Antipasti haben wir uns das Thema genauer angeschaut ...

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Zum Schutz der Jugend verbietet das Gesetz den Verkauf von Wein, Bier und Apfelwein an unter 16-Jährige sowie den Verkauf von Spirituosen, Aperitifs und Alcopops an unter 18-Jährige.
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