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Die verschiedenen Champagner-Sorten unter der Lupe

Champagner-Sorten

Was unterscheidet eigentlich einen Blanc de Blancs von einem Blanc de Noirs oder einen Champagne Brut von einem Extra Brut? Alles Wissenswerte zu den unterschiedlichen Champagner-Sorten!

Welche Champagner Sorten gibt es?

  • Die Dosage prägt die Süße. Brut-Champagner enthält 6 bis 12 Gramm; Brut Nature kommt gänzlich ohne Dosage aus.

  • Die Rebsorten bestimmen Farbe und Stil. Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier werden reinsortig oder als Assemblage verarbeitet.

  • Blanc de Blancs und Blanc de Noirs unterscheiden sich durch die Trauben. Blanc de Blancs besteht ausschließlich aus weißen Trauben; Blanc de Noirs wird weiß gekeltert und aus roten Pinot-Noir-Trauben erzeugt.

  • Rosé-Champagner verbindet Frische mit Frucht. In der Champagne darf Rosé durch das Verschneiden von weißem und rotem Wein entstehen.

  • Vintage-Champagner werden aus ein und demselben Jahrgang hergestellt.

  • Die Champagne unterscheidet Grand Cru und Premier Cru nach Gemeinden.

Die 3 stilprägende Kriterien im Fokus

Diese drei Kriterien prägen den Stil eines Champagners maßgeblich – und spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Champagner bewusst zu kaufen.

1.) Die Dosage, sprich der Zuckergehalt
2.) Die Farbe, sprich die Rebsorte(n)
3.) Vintage oder Non Vintage

© Bruno Paillard, Nahaufnahme von Champagner-Flasche mit Fokus auf die Aufschrift Dosage Zéro

Worin unterscheiden sich Brut, Extra Brut und Demi Sec?

Die Dosage, die unmittelbar nach dem Degorgieren stattfindet, ist entscheidend für den Stil eines Champagners. So wird die Geschmacksrichtung der Schaumweine maßgebend durch die Menge an Gramm Zucker pro Liter Alkohol definiert. Der sogenannte „Liqueur de Dosage“ besteht aus gelöstem Rohzucker und variiert je nach gewünschtem Stil der Champagner-Marke – wobei der Brut-Champagner heute mit Abstand der am meisten getrunkene Champagner ist.

Aber wie viel Restzucker genau in einem Extra Brut oder einem Demi-Sec stecken, wissen die wenigsten Champagnertrinker. Diese Auflistung soll Ihnen helfen, den jeweiligen Champagnerstil besser zu verstehen. So viel im Voraus: Ein als „trocken“ ausgezeichneter Champagner weist mehr Restzucker auf, als ein trockener Stillwein mit derselben Bezeichnung auf dem Etikett.

Als „Doux“ bezeichnet man einen Champagner, der mehr als 50 Gramm Zucker pro Liter enthält. Es handelt sich um die süßesten Variante. Ein halbtrockener Demi-sec weist zwischen 32 und 50 Gramm Restzucker pro Liter auf, während es bei einem Champagne Sec noch stolze 17 und 32 Gramm sind. Mit einem Restzuckergehalt von 12 bis 17 Gramm gehört auch der Extra-sec noch zu den recht süßen Exemplaren. Deutlich trockener am Gaumen wird es mit dem sehr verbreiteten Brut-Champagner (6 - 12 Gramm) und dem Extra Brut (zwischen 0 und 6 Gramm Zucker pro Liter).

Brut, Extra Brut und Demi Sec: 3 unterschiedliche Geschmacksprofile

Der Unterschied liegt im Restzuckergehalt, der bei der Dosage nach dem Degorgieren eingestellt wird.

Je weniger Restzucker, desto trockener der Champagner: Extra Brut ist sehr trocken, Brut trocken und Demi-Sec deutlich süßer.

  • Extra Brut

    sehr trocken

    0–6 g/L

  • Brut

    trocken

    6–12 g/L

  • Demi-Sec

    süß

    32–50 g/L

Die Balken zeigen die Spanne des Restzuckers auf einer Skala von 0 bis 50 g/L.

Der naturherbe Champagne Brut Nature (auch Zéro Dosage, Brut Intégral, oder Brut Nature Zéro ) wird ohne Zuckerzusatz hergestellt. Ein Zero Dosage Champagner weist einen Restzuckergehalt zwischen 0 und 3 Gramm pro Liter auf und wird ohne Versandlikör (frz. „liqueur de dosage“ oder „liqueur d’expédition“) hergestellt. Es handelt sich um die trockenste Champagnerart, die es gibt – und folgt dem Trend der Verbraucher zu weniger süßen Champagnern.

Welche Rebsorten bestimmen die verschiedenen Champagner Sorten?

Champagner gibt es als Blanc und Rosé. Außerdem unterscheidet man zwischen reinsortigen (Blanc de Blancs oder Blanc de Noir) und Assemblage-Champagner aus unterschiedlichen Rebsorten.

Drei Hauptrebsorten geben in der Champagne den Ton an: Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Die Champagner-Rebsorten können reinsortig verarbeitet werden oder als Assemblage und prägen das Geschmacksprofil und die Farbe der Edelschaumweine.

Was bedeuten Blanc de Blancs und Blanc de Noirs?

Blanc de Blancs-Champagner, oder der edelste Ausdruck der Chardonnay-Traube

Diese ausschließlich aus Chardonnay-Trauben hergestellte Champagner zeichnen sich durch ihre wunderbare Frische, Eleganz und brillante Reinheit aus. Die reinsortigen Luxusschäumer stammen aus den herrlichen Terroirs der Côte des Blancs. Bekannte Marken für Blanc de Blancs-Champagner sind unter anderem Ruinart, Charles Heidsieck, Perrier-Jouët, Drappier und Bruno Paillard.

Blanc de Noirs-Champagner: die ganze Kraft des Pinot Noir

Ein Blanc de Noirs ist ein weiß gekeltelter Champagnerwein, der aus schwarzen Pinot Noir-Trauben erzeugt wird. Diese Schaumweine sind äußerst ausdrucksstark und würzig, gleichzeitig aber auch sehr edel und zart. Renommierte Häuser wie Bollinger, Philipponnat, Krug und Deutz sind führende Spezialisten für die Erzeugung feinster Blanc de Noirs-Champagner.

🥂Mehr zu Blanc de Blancs- und Blanc de Noirs-Champagner erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag.

Was sind Rosé-Champagner-Sorten und wie entstehen sie?

Vom legendären Ruinart Rosé bis zum Billecart-Salmon Brut Rosé Geheimtipp: Die rosaroten Luxus-Cuvées erfreuen sich großer Beliebtheit und erobern die Herzen von Champagnerenthusiasten weltweit. Die wichtigsten Rosé-Champagner-Sorten auf einen Blick:

  • Brut Rosé: Trocken, frisch und fruchtig.

  • Rosé de Saignée: Kräftiger, mit intensiven Beerenaromen.

  • Jahrgangs-Rosé: Komplex und hochwertig, aus einem Jahrgang.

  • Demi-Sec Rosé: Süßer, ideal zu Desserts.

© Veuve Clicquot, Brut Rosé-Champagnerflasche von Veuve Clicquot mit zwei gefüllten Champagnergläsern auf gepflegt gedecktem Tisch, dazu Erdbeeren in einer Schale

Wie entsteht Rosé-Champagner?

  1. Verschnitt: Weißer Champagner wird mit etwas Rotwein aus der Champagne gemischt.

  2. Mazeration: Rote Trauben bleiben kurz mit ihren Schalen in Kontakt, wodurch Farbe und Aromen entstehen.

Die Champagne ist die einzige Region, in der das Mischen von weißem und rotem Most zur Erzeugung von Roséweinen erlaubt ist. Rosé-Champagner zeichnen sich durch eine wunderbare, fruchtbetonte Frische und feine Struktur aus.

Was unterscheidet Non Vintage von Jahrgangschampagner?

80 % der Produktionsvolumen der Champagne tragen keine Jahrgangsangabe und kommen als Brut „Sans Année" oder „Non Millésimé" auf den Markt. Ein Jahrgangschampagner hingegen, auch Vintage oder Millésimé genannt, wird nur in den besten Jahren produziert. Die kostbaren Weine werden in der Regel nur in begrenzten Mengen erzeugt und weisen ein enormes Lagerpotenzial auf, wodurch die Preise für diese edlen Tropfen mitunter deutlich höher liegen als für ihre jahrgangslosen Kollegen.

© Dom Pérignon, drei Dom-Pérignon-Flaschen aus unterschiedlichen Jahrgängen hintereinander aufgestellt

Ein herausragender Jahrgang zeichnet sich durch die Qualität der Trauben aus. Die Wetterbedingungen sind ausschlaggebend für die Reife, die Fruchtkonzentration und den Säuregehalt der Trauben, weshalb ein Jahrgangschampagner nur in außergewöhnlich guten Jahren hergestellt wird.

Je nach angestrebter Stilistik werden die Trauben nach den Eigenschaften der Rebsorten Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier sowie nach der Typizität des Terroirs sorgfältig selektiert. Im Gegensatz dazu wird ein Brut Sans Année aus Trauben verschiedener Jahrgänge und Lagen zusammengestellt, um einen konstanten Hausstil zu gewährleisten.

Die Qualitätspyramide der Champagne

Die Spitze der Qualitätspyramide bildet der Grand Cru Champagner. Wobei nicht etwa die Weinberge oder Weingüter, sondern die Gemeinden mit der erzeugten Traubenqualität im Mittelpunkt der Champagne-Klassifikation stehen. Alle Grand und Premier Crus befinden sich im Département Marne.

Grand Cru-Champagner

Die aus zu 100 % klassifizierten Trauben gekelterten Weine dürfen als Champagne Grand Cru bezeichnet werden. Nur 17 von 320 Gemeinden sind als solche eingestuft, darunter Oger, Avice, Cramant, Le Mesnil-sur-Oger, Oiry, Chouilly, Tours-sur-Marne, Ambonnay, Aÿ, Bouzy, Louvois, Verzy, Mailly-Champagne, Beaumont-sur-Vesle, Puisieux und Sillery.

Premier Cru-Champagner

Premier Cru-Champagner werden aus 99-90 % klassifizierten Trauben hergestellt und umfassen 44 Gemeinden der Appellation. Diese Auszeichnung steht für hohe Qualität und ist ein wichtiger Indikator für die Exzellenz der Trauben. 

Der Aufschwung der Rosé-Champagner

Vor 30 Jahren war Rosé-Champagner kaum mehr als ein luxuriöes Nischenprodukt, das viele Traditionshäuser nicht einmal im Sortiment führten. Heute jedoch bieten alle großen Namen – von Dom Pérignon und Bollinger bis Roederer, Heidsieck und Moët & Chandon – mindestens eine Rosé-Variante an, die ihren weißen Pendants in nichts nachsteht. Doch wie kam es zu diesem Aufschwung? Die Antworten in unserem Artikel zum Thema Rosé-Champagner.

Das Champagner-Etikett: So lesen Sie es richtig!

Herstellerkürzel, Dosage, Qualitätsstufe … Wir haben uns das Champagner-Etikett genauer angeschaut – und festgestellt, dass die eine oder andere Angabe durchaus erklärungswürdig ist.

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