
Château Léoville Las Cases 2003
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Bewertungen und Rating
Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Château Léoville Las Cases 2003
Verkostung
Farbe
Die Farbe zeigt ein dichtes, tiefes Rubinpurpur und zeugt von der Intensität und Konzentration dieses Jahrgangs.
Nase
Die Nase offenbart eine bemerkenswerte aromatische Komplexität, geprägt von intensiven Noten schwarzer Johannisbeere und zerdrückter Heidelbeere, begleitet von floralen Nuancen frischer Veilchen. Hinzu kommen eine charakteristische Mineralität, die an Feuerstein und Bleistift erinnert, sowie Anklänge von Vanille, Lakritz und dunkler Schokolade. Subtile Noten von geräuchertem Tabak vervollständigen dieses anspruchsvolle Duftbild.
Gaumen
Am Gaumen zeigt der Wein einen runden, großzügigen Auftakt und offenbart trotz seiner beeindruckenden Konzentration eine seidige, samtige Textur. Der Gaumen ist vollmundig, mit dichter, zugleich raffinierter Fruchtpräsenz, und entfaltet Aromen von zerdrückter schwarzer Johannisbeere, konzentrierten dunklen Beeren und reiner Lakritze. Die Tannine sind zwar substanziell, fügen sich jedoch harmonisch ein, samtig und feinkörnig. Eine frische Säure sorgt für bemerkenswerte Balance und verleiht Lebendigkeit und Frische. Der Abgang zeichnet sich durch seine beeindruckende Persistenz aus, wobei sich die Aromen von dunklen Früchten, Mineralität und Lakritz lange weiter entfalten.
Weinpairing
Dieser Wein passt ganz natürlich zu gebratenem oder gegrilltem rotem Fleisch, insbesondere zu Côte de Bœuf oder Entrecôte. Ebenso begleitet er Wild wie Wildschwein, Fasan oder Hirsch mit Eleganz, vor allem wenn es mit dunklen Saucen zubereitet wird, die mit Waldpilzen verfeinert sind. Auch gebratenes weißes Fleisch wie Hähnchen mit kräftigem Bratenjus ergibt eine harmonische Kombination. Hartkäse wie gereifter Gruyère, Comté oder Emmental ergänzt diesen Wein perfekt.
Servieren und Lagerpotenzial
Der Château Léoville Las Cases 2003 sollte bei einer Temperatur zwischen 15,5 und 18°C serviert werden. Dieser Wein kann bis etwa 2034 genossen werden, laut einigen Kritikern unter optimalen Lagerbedingungen sogar bis 2050.
Ein großer Saint-Julien von bemerkenswerter Konzentration und Eleganz
Das Weingut
Das Château Léoville Las Cases, seit dem 19. Jahrhundert in Familienbesitz, liegt in Saint-Julien-Beychevelle in der AOC Saint-Julien in der Gironde. Es entstand zwischen 1826 und 1840 infolge der Teilung des Domaine de Léoville und umfasst heute 98 Hektar garonnaischer Kiesböden, darunter den bemerkenswerten Grand Clos von 50 Hektar, der von Mauern umschlossen ist. Als Second Cru im Jahr 1855 klassifiziert, zeichnet es sich seit vier Jahrzehnten durch beispielhafte Beständigkeit und langlebige Weine aus.
Der Weinberg
Der Château Léoville Las Cases 2003 stammt aus der Appellation Saint-Julien, im Herzen des Médoc zwischen Pauillac und Margaux gelegen. Das Terroir verfügt über eine bemerkenswerte Bodenbeschaffenheit mit einer oberflächlichen Kiesschicht auf einem lehm-kalkigen Untergrund, die eine ausgezeichnete Drainage fördert und zugleich die essenziellen Mineralstoffe speichert. Das ozeanische Klima, gemildert durch die Nähe der Gironde-Mündung, ermöglicht es den Trauben, eine optimale Reife zu erreichen und dabei die für die Appellation typische aromatische Finesse zu bewahren.
Der Jahrgang
Der Jahrgang 2003 ist von extremen klimatischen Bedingungen geprägt. Der Sommer verzeichnete die höchsten jemals für Bordeaux dokumentierten Temperaturen, mit Rekorden von über 48°C. Das Weingut erlebte mehr als 50 aufeinanderfolgende Tage, an denen die Temperatur selbst nachts nie unter 30°C sank. Diese außergewöhnliche Hitze führte zu Rekordzuckerwerten in den Trauben und zu einer drastischen Ertragsminderung. Die Lese erfolgte früh, vom 11. bis 26. September, was die fortgeschrittene Reife der Trauben widerspiegelt.
Vinifikation und Ausbau
Der Château Léoville Las Cases 2003 wurde in französischen Eichenfässern ausgebaut, mit etwa 50 % neuem Holz, was subtile Noten von Vanille und gerösteter Eiche verleiht, ohne den Ausdruck des Terroirs zu überdecken. Dieser ausgewogene Anteil an neuem Holz zeugt von der Beherrschung eines kraftvollen Jahrgangs und stellt sicher, dass das Holz zur Komplexität beiträgt, anstatt die pure Frucht des Weins zu dominieren.
Rebsorten
Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc.



