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Pétrus 2023
am Lager
99
/100
Vinum
Tiefgründig, expressiv, sehr floral, ein Korb voll Beeren, Tee, schwarze Schokolade, Kirschen, ein Gedicht; am Gaumen satt, süsse Frucht, viel Kraft und Opulenz, ein Mund voll Wein, gleichzeitig mit einer bestechenden Eleganz, der Wein scheint über der Zunge zu schweben, sensationelle Tannine, grossartige Länge, salines Finish. Ein Monument.
96
/100
Wine Spectator
James Molesworth
Liefert einen gleichmäßigen, präzisen und gut proportionierten Strahl von Himbeer-, Schwarzkirsch- und roten Johannisbeer-Konfitüren. Anis-, Apfelholz- und Tintennoten sind im Kern verborgen, und eine saftige Energie trägt das Finale sanft weiter, während die Frucht gleichmäßig nachklingt. Ein später Zug von kaltem Ton verleiht dem Ganzen eine gut verborgene erdige Leitlinie. Am besten von 2028 bis 2045.
99
/100
Wine Enthusiast
Roger Voss
98-100. Fassprobe. Dieser opulente Wein zeigt Aromen von dunklen roten Früchten und Gewürzen. Er ist reich, konzentriert und von kraftvollen Tanninen getragen. Ein dichter Wein, von Merlot dominiert, mit einem Unterbau aus intensiven schwarzen Früchten. Ein ausgesprochen großartiger Wein, der ganz offensichtlich sehr gut reifen wird.
98
/100
Decanter
Wunderschönes aromatisches Profil: leicht kräutrig, fast tintig, mit Noten von Bleistiftmine, Wachsmalstift sowie floralen Anklängen von Iris und Veilchen, dazu kühle blaue Früchte, Minze und frische Himbeere. In der Nase zeigt sich eine deutlich steinige Mineralität – dunkel und rauchig. Rassig und lebendig, verbindet er Spannung mit einem kreidig-graphitigen Tanningriff. Frisch und klar, sehr präzise definiert; die Tannine geben Struktur und wirken trotz ihrer Präsenz ausgesprochen harmonisch. Das ist einfach großartig: sehr saftig, herrlich speichelanregend, und bewahrt dabei von Anfang bis Ende eine geradlinige Finesse. Weich und absolut charmant – überhaupt nicht übertrieben, aber auch nicht zurückhaltend. Selbstbewusst und charaktervoll. Ein Gleichgewicht aus Kraft und Delikatesse, mit einem Hauch von Fleisch am Finale, der zusätzlichen Schwung und Genuss bringt. Ein subtiler, unauffälliger Wein, der sich anschleicht und am Ende Lust auf mehr macht. pH 3,65. Ein zusätzliches Gramm Tannine pro Liter Wein (4 g) im Vergleich zu 3 g im Jahr 2022. Lese 11.–20. September. Ein Wein mit 100-Punkte-Potenzial.
18
/20
Jancis Robinson
James Lawther MW
100 % Merlot. 40 hl/ha. Fassprobe. Tiefes, dunkles Purpurrot. Pur und frisch, mit echtem Schwung und Glanz. Dichte Frucht, aber nichts wirkt schwer. Filigrane Tannine ohne Aggressivität (angeblich 30 % mehr als 2022). Hervorragende Länge mit einem saftigen, mundwässernden Finale. Schon jetzt köstlich, wird aber unweigerlich reifen. (JL)
96
/100
Vinous
Neal Martin
Der Pétrus 2023 wurde im vergangenen Mai abgefüllt. In der Nase entzückend – nicht kraftvoll, nicht intensiv, dafür wunderschön präzise – mit Brombeere und Himbeere, feinen floralen Noten von Veilchen und Iris sowie einem Hauch schwarzer Trüffel im Hintergrund. Mit etwas Zeit im Glas gewinnt er leicht an Intensität. Am Gaumen mittelgewichtig mit körnigen Tanninen. Für den Jahrgang bemerkenswert tief. Man könnte meinen, es sei etwas Cabernet Franc in der Cuvée (dafür muss man bis 2025 warten). Stilistisch recht geradlinig, hervorragend definiert. Seidig weiches Finale mit der Symmetrie eines großen Pomerol und der exquisiten Handschrift eines Pétrus.
99
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Mit seinem unverwechselbaren Aromaprofil zeigt sich ein lebendiges Bouquet aus Blüten, Kirschen, schwarzen Himbeeren, Orangenschale und Schokolade. Doch am Gaumen stiehlt er allen die Show: opulent, üppig und von seidiger Textur – die perfekte Bühne für ein nahtloses Zusammenspiel von reifen Pflaumen, Kirschen, Gewürzkiste, Schokolade und Zitrusnoten, das sich von Anfang bis Ende entfaltet. Die Aromatiefe ist beeindruckend, nicht nur konzentriert, sondern auch frisch: Schicht um Schicht perfekt eingebundener Frucht trifft auf eine spritzige Säure, die für Spannkraft und Länge sorgt. Der samtige Abgang bleibt mindestens 60 Sekunden präsent. Trinkfenster: 2030–2070.
98
/100
Falstaff
Falstaff
Tiefdunkles Rubinrot, opaker Kern, violette Reflexe. Waldbeerenfrucht mit Tabak und kräutrigen Gewürzen, Cranberries, Sanddorn, dazu etwas Lakritz. Am Gaumen tief mit fester Struktur, Nuancen roter Beeren, schöne Frische, reife Tannine, delikater Fruchtausdruck, mineralisch und salzig; klingt sehr lange nach. Eine gelungene Kombination aus floralen, feinen Aromen in der Nase und einem straffen Körper im Abgang, mit großer Länge und gutem Reifepotenzial.
99
/100
Jeb Dunnuck
Jeb Dunnuck
Ein ernsthafter, kraftvoller Petrus: Der Château Petrus 2023 zeigt eine tief rubinrote Farbe sowie klassische Aromen von Schwarzkirschen, gerösteten Kräutern, Cassis, Graphit und rauchigem Tabak. 16 Monate in 50 % neuen französischen Eichenfässern ausgebaut, ist er mittel- bis vollmundig, mit felsenfester Konzentration, reifen, integrierten und dennoch klassisch Petrus-typischen Tanninen sowie einem großartigen Abgang. Ein wunderbar ausgewogener, vielschichtiger, nahtloser 2023er, der mich leicht an eine dichtere Version des 2019ers erinnert. Flaschen 5–7 Jahre zurücklegen und in den folgenden zwei bis drei Jahrzehnten genießen. Trinkfenster: 2030–2063.
97
/100
Jane Anson
Jane Anson
Dunkle Pflaume, Aromatik von getoasteter, gegrillter Eiche, dosiert und gut eingebunden, mit einem ernsthaften Tanningerüst. Üppige Anklänge von Schwarzkirsche und Krieche kommen nach ein paar Momenten im Glas hinzu; das wirkt meisterhaft zusammengehalten, wunderschön würzig und lässt sich Zeit, sich zu entfalten – wie so oft in den frühen Jahren von Petrus, wenn die Frucht an Tiefe gewinnt und ihre floralen Veilchenaromen erst mit etwas Geduld zeigt. Die Trauben enthielten 30 % mehr Tannine als im letzten Jahr, was eine Vorstellung davon vermittelt, warum in den ersten Momenten im Glas so vieles verborgen bleibt. Ertrag von rund 40 hl/ha. Lese vom 11. bis 20. September. Mögliche Aufwertung in der Flasche.
100
/100
Yves Beck
Frische prägt das Bouquet von Petrus, begleitet von Noten dunkler Beeren – allen voran Brombeeren –, milden Gewürzen und anschließend schwarzem Trüffel. Mit Luft gewinnt der Wein an Vielschichtigkeit und zeigt rote Beeren, Erdbeernoten, dann Iris, schwarzen Pfeffer sowie einen harzigen Hauch, der das Aromenspektrum erweitert. Getragen von samtigen, cremigen Tanninen präsentiert er sich zugleich sanft und kraftvoll – weniger massiv als gewohnt, dafür umso präziser und ambitionierter. Die lebendige Säure stützt die Frische, gemeinsam mit samtigen Tanninen, die Power und dennoch Festigkeit verleihen. Ein Petrus als Vorbote von Größe: Klassik, verbunden mit der Gegenwart. En primeur war er großartig, heute ist er es noch mehr – und vermutlich morgen umso mehr. Ein Wein, der auf Strahlkraft, Finesse, Tiefe, Länge und Zukunft setzt und dabei erfreulich zugänglich bleibt.
98
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Tiefdunkle Farbe. Intensive, feine, fruchtige und tiefgründige Nase. Am Gaumen gleich zu Beginn fleischig, in der Mitte komplex, mit – wie so oft – einer luftigen Dimension im Mundgefühl; der Wein schmilzt in einen langen, noblen Abgang, sehr schmackhaft und köstlich.
