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Château Giscours 2006
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88
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Kräutrige, erdige und trüffelige Noten, die sich mit süßen Kirschen, Pflaumen und Johannisbeeren vermischen, prägen diesen weichen Wein von mittlerer Granatfarbe, der überraschend weit entwickelt ist und am besten innerhalb der nächsten 10–15 Jahre getrunken werden sollte. Mir gefällt seine samtige Fülle, und die Konzentration ist zweifellos sehr gut, doch er entwickelt sich schnell.
91
/100
Wine Spectator
Zerdrückte Brombeere, mit Anklängen von Rose und leicht eingekochten Früchten. Vollmundig, mit einem schönen Fruchtkern und samtigen Tanninen. Der Abgang ist lang und schön. Wunderbar gemacht. Am besten nach 2013.
94
/100
Wine Enthusiast
Roger Voss
Nachdem erste Verkostungen auf zu viel Tannin hindeuteten, hat der Wein eine willkommene Wandlung durchgemacht. Er ist kraftvoll und reif geworden, köstlich opulent, und verbindet die Tannine mit dicht gereiften, süß wirkenden schwarzen Früchten. Er bewahrt sein Gleichgewicht, doch diese ganze Dichte verleiht ihm großes Reifepotenzial.
91
/100
Decanter
Gut aufgebaut, mit schöner Ausdruckskraft und guter Integration. Es fehlt ihm ein wenig von der mühelosen Klasse der besten Jahrgänge hier, doch es gibt reichlich feste dunkle Früchte und Anklänge von Patisserie durch den Ausbau im Holz. Zeigt eine schöne Margaux-Eleganz, mit genau dem richtigen Maß an der für 2006 typischen Strenge. Die Tannine beginnen sich nach einigen harten Jahren zu runden, haben aber noch einen Weg vor sich.
15
/20
Jancis Robinson
Jancis Robinson
Blind verkostet. Schwärzliches Purpurrot. Leicht brettig? Ohne richtigen Fokus. Rindfleischextrakt. Gepresstes, enges Finale. (JR)
91
/100
Vinous
Neal Martin
Der Giscours 2006 scheint sich in den letzten Jahren verbessert zu haben: Er eröffnet mit einem Bouquet aus roten und schwarzen Früchten, weißem Pfeffer und getrockneten Blüten, insgesamt etwas stimmiger als frühere Flaschen. Am Gaumen ist er mittelkräftig, mit geschmeidigem Auftakt und einer höheren Fruchtkonzentration als erwartet – so etwas wie ein „Mini-’05“ mit einem Hauch schwarzen Pfeffers im griffigen Abgang. Eine Flasche, die man suchen sollte.
89
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Ein fester, strenger, klassisch geprägter Wein mit hoher Säure, der in der Aromatik — mit Noten von Tabak, Laub, roten Beeren, Gewürzen und erdigen Nuancen — mehr Freude bereitet als am Gaumen. Zeit könnte das Ganze abrunden, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Der Wein wurde aus einer Cuvée von 60 % Cabernet Sauvignon und 40 % Merlot erzeugt.
18
/20
Weinwisser
Leuchtendes Rubin-Granat. Verführerisches Bouquet, Johannisbeeren, Veilchen, Himbeeren, ein zarter Hauch Eukalyptus, die Frische unterstreichend. Saftiger, eleganter Gaumen, reife Säure, wieder viel rotbeerige Frucht, seidig und zart die Gerbstoffe, das Finale burgundisch und sehr lang, allerdings eher etwas leicht ausgefallen, somit eher mit einem zarten Richebourg zu vergleichen.
18
/20
René Gabriel
Leuchtendes Rubin-Granat. Verführerisches Bouquet, Johannisbeeren, Veilchen, Himbeeren, ein zarter Hauch Ecalyptus unterstreicht die Frische. Saftiger, eleganter Gaumen, reife Säure, wieder viel, rotbeerige Frucht, die Gerbstoffe seidig und zart, das Finale burgundisch und sehr lang. Es ist aber auch nicht zu verbergen, dass dieser Giscours doch eher etwas leicht ausgefallen ist. Somit ist seine Grundart eher mit einem zarten Richebourg zu vergleichen. (18/20). 16: Momentan ist er in einer Zwischenphase. Nicht mehr fruchtig und auch noch nicht das Margaux-Terroir zeigend.
93
/100
Jane Anson
Jane Anson
Tintenartige Pflaumenfarbe, in der Tanninstruktur etwas strenger als der 2005er, zu Beginn etwas schwerfälliger, doch dann wird er weicher und entwickelt eine saftige Frische, mit Brombeere und dunkler Schokolade sowie einem salzigen Abgang, der ihn äußerst angenehm zu trinken macht. Lese vom 21. September bis 9. Oktober, Ausbau mit 50 % neuem Holz. Didier Forêt, technischer Direktor, und Jacques Boissenot, Berater.
92
/100
Le Figaro Vin
Dicht und samtig, aber mit noch präsenter Tanninstruktur, zeigt der 2006er sehr gute Anlagen, wird aber noch weiter zulegen.

