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Château Montrose 2000
am Lager
96
/100
La RVF
In der Nase noch verschlossen, mit Fruchtnoten, aber auch Anklängen von Havanna-Tabak und Pfeffer. Am Gaumen sehr dicht, vibrierend und tief. Ein großer Wein, der sich noch zurückhält.
93
/100
Wine Spectator
James Molesworth
Der Wein wirkt bereits recht geschliffen, mit runden Tanninen, die dennoch kräftig genug sind, um dem Kern aus Tabak-, Schwarze-Johannisbeer-Paste- und warmen Feigenaromen bis ins Finale einen schönen, lehmigen Zug zu verleihen. Ziemlich raffiniert und in diesem Jahrgang mit spürbar mehr Tiefe als vergleichbare AOC-Weine, dazu ganz am Ende ein sehr verführerischer Hauch von frischem Lorbeer. -- Blindverkostung: Bordeaux-2000-Retrospektive (Dezember 2015). Jetzt bis 2023 trinken. 15.000 Kisten produziert.
95
/100
Decanter
Er beginnt sich nach ein paar eigensinnigen Jahrzehnten gerade erst zu erweichen und zu öffnen. Tabak und zerdrücktes Minzblatt treffen auf Brombeer- und Heidelbeerfrucht, die weiterhin von einem straffen Tanningerüst gehalten wird. Ein würdevoller Montrose mit großer Zukunft, voller Kraft und Finesse – so typisch für dieses Gut. Lese vom 22. September bis 7. Oktober. Erstes Jahr im neuen Edelstahltankkeller. 2% Petit Verdot runden die Cuvée ab.
96
/100
James Suckling
Er beginnt sich gerade zu öffnen und zeigt in der Nase wie am Gaumen wunderschöne Gewürznoten und dunkle Frucht. Vollmundig, mit ultrafeinen, perfekt eingebundenen Tanninen und einem äußerst komplexen, eleganten Abgang. Jetzt trinken oder lagern.
94
/100
Vinous
Stephen Tanzer
Sattes Rubinrot. Röstige, rauchige Aromen von Brombeere, Heidelbeere und Lakritz. Samtig, dicht und groß dimensioniert; entfaltet sich im Mund beeindruckend. Schokoladig reif, bleibt aber dank einer schön eingebundenen Säure frisch. Bietet eine schöne Süße, ohne zu übertreiben. Das Finale zeigt große, staubige, horizontal wirkende Tannine und eine schöne aromatische Persistenz. Außergewöhnliche Textur und enorme Geschmackstiefe für einen Wein mit nur 12,8 % Alkohol.
95
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Langsam, gleichmäßig und auf dem Weg zur Reife konsequent auf Kurs, wirkt der Wein noch jugendlich; seine Noten von Johannisbeeren, Gewürzkiste, Teer, Brombeeren und schwarzer Johannisbeere sind noch gut gebändigt. Tanninreich, aber keineswegs übermäßig, ist er ein moderner Klassiker, der weitere 40 Jahre reifen kann. Trinkfenster: 2025–2060.
96
/100
Jeb Dunnuck
Jeb Dunnuck
Der 2000 Montrose ist eine rundum großartige Flasche, die trotz ihrer Jugend bereits enorm viel Genuss bietet. Klassische Saint Estèphe-Noten von schwarzen Johannisbeeren, feuchter Erde, Tabakblatt, Zedernholz und feinen Trüffelanklängen entfalten sich aus diesem dichten, konzentrierten, kraftvollen Rotwein mit der typischen Struktur und Fülle des Jahrgangs 2000. Mit süßen Tanninen, vollem Körper, makelloser Balance und einem großartigen, großartigen Finale steht er am Anfang seines Trinkfensters und verfügt über weitere mehr als drei Jahrzehnte Reifepotenzial.
19
/20
René Gabriel
01: Dunkles, klassisches Bordeauxrot, violette Reflexe, feiner Rand. Verhaltenes, leicht florales Bouquet, schwarze Pfefferkörner, Tabak, wirkt noch etwas hölzern, eher schlank im Ansatz. Im Gaumen ein erstaunlich feiner Montrose mit einer sanft kernigen Tannin-Extraktnote, feinsandiger Fluss, auch hier gibt die Gaumenaromatik einen leicht hölzernen Ton ab, wirkt insgesamt eher leicht und liegt deutlich hinter den Erwartungen zurück. (17/20). 09: Recht dunkles Weinrot. Erstaunlich zugänglich im Moment, ebenso erstaunlich ist der bereits recht ausgeprägte Terroirton der von getrockneten Kräutern und Ledernoten durchsetzt ist, weist auch ein Hauch Rosinen auf. Fülliger Gaumen, die Gerbstoffe sind aussen rund, innen noch verlangend, sehr aromatischer Nachklang, bald in erster Reife. Ungeduldige können ihn aber auch etwa 5 Stunden dekantieren! Geht von der Stilistik her in einer Art 1990er! Ich muss zugeben - an der Primeurprobe hatte ich ihn definitiv unterschätzt. (19/20). 11: Dunkel, erstaunlicherweise einen ersten, feinen Reifeschimmer aussen zeigend. Würziges, tiefes Bouquet mit leicht grünlichem Cabernetschimmer, getrocknete Pfefferkörner. Im Gaumen fest und fleischig, die Gerbstoffe wirken momentan ziemlich spröde und gerbig. Trotz dem viel versprechenden Jahr bin ich hier momentan ziemlich kritisch was seine Harmonie angeht. Zeigt sich ziemlich hart im Moment. Vielleicht ist es aber auch das fehlende Dekantieren oder die noch verlangende Flaschenreife. Das Potential ist enorm. Geht aber eher in Richtung eines 28ers oder 45ers von der Markanz her. Ich degustierte ihn nochmals drei Stunden später. Er machte keinen Wank! (19/20). 12: Bei einem Lunch mit Hervé Berland. Erste Trüffelnoten, also jetzt schon mehr auf Terroir als auf Frucht setzend. Im Gaumen erhaben, mächtig und royal zugleich, im Finale mit klassischem Erd-Eisenton. Es geht da schon bald los und das ist schon ein kleines Montrose-Wunder! (19/20). 14: Sehr dunkles Weinrot. Verhaltenes Bouquet, man spürt die Tiefe, aber die Nase gibt eher wenig Aromen frei, dunkle Pflaumen, Teer, feine Sommertrüffelspuren. Legt nur ganz langsam zu, die nasalen Aromen sind in der generellen Komplexität irgendwie eingefangen. Im Gaumen mit massiven, aber runden Tanninen, fast überfleischig, nach Zeit verlangend. Er macht viel Hoffnung, aber ziemlich wenig Spass im Moment. Wer ihn jetzt entkorkt, straft sich selbst. Wer noch 20 Jahre wartet, wird sich übermässig belohnen. Eine viel perfektere Form seines eigenen 1989ers, also mit Legenden-Potential. (19/20). 15: Mittleres Granat, leicht orange Verfärbung am Rand. Das Bouquet war erstaunlich reif und ziemlich trocken, Schuhleder helles Malz und getrocknete Küchenkräuter. Irgendwie hätte ich da schon noch etwas mehr Primäraromen erwartet. Im Gaumen trocken, die Tannine geben sich recht spröde. Was sicher da ist; viel Kraft für später! Bereits letztes Jahr zeigt er sich unnahbar und somit sollte man momentan nicht mal mit langem Dekantieren versuchen eine mögliche Genussphase zu erzwingen. Jetzt mindestens warten bis 2020. Potentialwertung: 19/20. 18: Extrem dunkel, fast noch schwarz in der Mitte, ergänzt von sehr sattem Granatrot. Die Nase überrascht mit einer partiellen Zugänglichkeit. Normalerweise gibt sich ein Montrose aus einem so grossen Jahr in den ersten 20 Jahren sehr unnahbar. Man merkt ihm seine barocke Tiefe von der ersten Sekunde an. Da sind schwarze Beeren, Brazil-Tabak, Trüffel und erste, feinwürzige Ledernoten vorhanden. Der Gaumen ist massiv, fleischig. Die angerundeten Tannine machen das Unterfangen gross und gleichzeitig einigermassen gefällig. Die Struktur ist allerdings noch ein Bisschen eng und man kann da in Zukunft noch recht viel mehr erwarten. Und er passte auch nicht ganz so richtig zum Cordon-Bleu. Manchmal ist halt Toleranz wichtiger wie Harmonie! Die erste richtige Reife erwarte ich so in zwei, drei Jahren. (19/20). 22: In der Mitte Rot mit schier schwarzen Reflexen. Das Bouquet zeigt Wärme, aber auch minim grünliche Cabernet-Spuren. Und diese hauchdünnen grünlichen Reflexe strahlen Kräuter aber auch Eucalyptus aus. So bekommt dieser Wein nasal einen «kalifornischen Drive». Dies kompensiert er mit Wärme und reifen Fruchtnoten und geht dabei bemerkenswert in die Tiefe. Je länger man ihm Zeit lässt, desto mehr verliert er seine Frische und wird klassischer und zeigt das grosse Montrose-Terroir in Form von Ledernoten und braunem Peru Balm. Im Gaumen fleischig, noch ziemlich arrogant und körnige Tannine zeigend. Irgendwie reflektiert er auch die grossen Tannin-Jahrgänge 1928 und 1945. Eine Art vom eigenen 1982er in einer viel besser vinifizierten Form. Da kommt noch mehr! (19/20).
18
/20
André Kunz
Tiefes, dichtes, junges, dunkles Bouquet, Cassis, Edelhölzer, Erdnüssen, Lakritze. Eleganter, dichter, frischer Gaumen mit dunkler Frucht, feinem Tannin, konzentrierter Aromatik, langer, frischer Abgang. 18/20 trinken - 2038
95
/100
Jane Anson
Jane Anson
Noch immer extrem jung, wirkt er deutlich verschlossener als der 1996er, mit stärkerem Fokus auf würzigen schwarzen Pfeffer und Cassis sowie nach wie vor festen Tanninen. Am Gaumen spürt man, wie sich die Tannine zum Finale hin zusammenziehen, während sie beim 1996er inzwischen wie gesponnene Seide sind, vollkommen integriert. Ich habe diesen Wein zuletzt vor zwei Jahren verkostet, und nach einem hartnäckigen Anfang tritt er nun ganz klar in seine nächste Phase ein: Er öffnet sich und zeigt die Finesse und Eleganz des Jahrgangs. Nach fünf Minuten Schwenken und Riechen treten Noten von Tabak und zerdrücktem Minzblatt hervor; dieser Wein hat eine lange Zukunft vor sich und steckt voller Appellationstypizität. Lese vom 22. September bis 7. Oktober. Erstes Jahr im neuen Edelstahltankkeller, mit größerer Kapazität und kleineren Gebinden von 50 hl, 80 hl und 100 hl sowie nur wenigen 200-hl-Tanks für die Assemblage (zuvor ausschließlich 200-hl-Holzfässer).
98
/100
The Wine Independent
Lisa Perrotti-Brown
Eine Cuvée aus 63 % Cabernet Sauvignon, 31 % Merlot, 4 % Cabernet Franc und 2 % Petit Verdot: Der Montrose 2000 zeigt sich in einem mittleren bis tiefen Granatton mit einem Hauch von Ziegelrot. Er startet sofort mit präsenten Noten von saftigen Pflaumen, Schwarzkirschkompott und wilden Heidelbeeren und entfaltet sich zu einem Duftbild aus kandierten Veilchen, Kampfer, Rosenöl, neuem Leder und würzig duftender Erde. Am Gaumen ist er mittelkräftig, elegant und sehr frisch, mit weichen, samtigen Tanninen und einer Fülle lebendiger schwarzer und blauer Früchte, getragen von einem langen, parfümierten Finale. Großartig!
18
/20
Bettane+Desseauve
Ein purpurfarbenes Kleid von bewundernswerter Leuchtkraft, ein nobel würziges Bouquet und ein überragender Körper, mit einem kleinen Hauch von Strenge. Ein großer Wein, seiner Berühmtheit in diesem Jahrgang würdig.
93
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Blind verkostet und dekantiert. Diese Flasche zeigt sich besser als die 2007 verkostete, auch wenn das Bouquet noch relativ zurückhaltend ist. Weicher, schmeichelnder Auftakt am Gaumen. Der Wein ist samtig, fleischig und aromatisch, mit Tanninen, die im Abgang leicht fest wirken. Insgesamt präsentiert er sich jedoch sehr ausdrucksstark, mit Noten von Tinte, Holz und Frucht im langen Nachhall.

