
Domaine Léon Barral : Valinière 2006
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Bewertungen und Rating
Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Valinière 2006 vom Domaine Léon Barral
Degustation
Farbe
Die Farbe zeigt ein tiefes, konzentriertes Rubinrot, typisch für von Mourvèdre dominierte Assemblagen, mit violetten oder granatroten Reflexen am Rand, die von der Reifeentwicklung des Weins zeugen.
Nase
Die Nase präsentiert sich intensiv und komplex und offenbart typische Aromen von Fleisch, Wild und animalische Noten, wie sie für Mourvèdre aus mediterranem Climat charakteristisch sind. Diese würzigen Eindrücke werden von Düften nach getrockneten Kräutern, Leder, Röstnoten und der provenzalischen Garrigue begleitet. Mit der Belüftung entwickelt sich das Bouquet hin zu Noten von gerösteten Mandeln und dunklen Früchten.
Gaumen
Am Gaumen bietet der Wein eine volle, kraftvolle Struktur, getragen von fleischigen, präsenten Tanninen. Aromen dunkler Früchte – Schwarzkirsche, Pflaume und Brombeere – verbinden sich mit den würzigen Noten der Syrah. Die Textur zeigt substanzreiche Tannine und eine schöne Säure, die den Reichtum des Weins ausbalanciert. Der Abgang hält lange an und verlängert die tannin- und aromengeprägten Eindrücke mit bemerkenswerter Komplexität.
Weinpairing
Dieser Wein passt perfekt zu Lamm, dessen fettreiche Struktur von den würzigen und kräutrigen Aromen des Weins veredelt wird. Ebenso harmoniert er hervorragend mit geschmorten Fleischgerichten wie Rinderrippen oder Schweineschulter sowie mit Wildzubereitungen – Reh, Wildschwein oder Ente. Auch Charcuterie sowie luftgetrocknete Fleischwaren sind ausgezeichnete Begleiter, da der Wein die nötige Frische mitbringt, um Fett und Salz auszugleichen.
Service und Lagerung
Es empfiehlt sich, den Valinière 2006 mehrere Stunden vor dem Servieren zu öffnen oder zu dekantieren, damit er belüftet wird und seine Komplexität voll entfalten kann. Die ideale Serviertemperatur liegt zwischen 16 und 19 °C. Mit knapp zwanzig Jahren Reife entwickelt sich dieser Wein bei geeigneten Kellerbedingungen weiterhin vorteilhaft.
Ein kraftvoller und authentischer, biodynamischer Faugères aus dem Languedoc
Das Weingut
In den 1990er-Jahren von Didier Barral gegründet, steht das Domaine Léon Barral – benannt zu Ehren seines Grossvaters – für die dreizehnte Generation der Familie Barral, die im Weiler Lenthéric Reben kultiviert. Bereits 1995 stellte Didier die dreissig Hektar Rebfläche auf Biodynamie um und wurde damit zu einem Pionier dieses Ansatzes in Frankreich. Dieses visionäre Winzertalent verzichtet auf Mobiltelefon, E-Mail und Computer und widmet sich voll und ganz seinem Weinberg im Languedoc. Seine Philosophie stellt die Arbeit im Weinberg ins Zentrum der Weinqualität und ist überzeugt: „Der Wein beginnt, wenn die Klinge der Rebschere das Holz berührt.“ International anerkannt, insbesondere dank des Importeurs Kermit Lynch, wurde Didier Barral für seinen prägenden Einfluss auf den französischen Weinbau mit der Légion d'Honneur ausgezeichnet.
Der Weinberg
Der Weinberg des Domaine Léon Barral erstreckt sich über die steilen Hänge der Appellation Faugères, rund dreissig Kilometer nördlich von Béziers, in den Ausläufern des Zentralmassivs. Die Parzellen der Cuvée Valinière umfassen etwa 4,3 Hektar auf Schieferböden, einem metamorphen Gestein, das Wasser speichern kann und zugleich tagsüber Wärme aufnimmt, um sie nachts wieder abzugeben. Die Reben, fünfzehn bis dreissig Jahre alt, werden in Gobelet-Erziehung auf nach Süden ausgerichteten Terrassen bewirtschaftet. Das Ökosystem umfasst Rinder, Pferde und Schweine, die zwischen den Rebzeilen weiden, die Böden auf natürliche Weise anreichern und die Biodiversität fördern. Es werden keine synthetischen Chemieprodukte eingesetzt; lediglich biodynamische Präparate in homöopathischen Dosen kommen nach dem Mondkalender zur Anwendung.
Der Jahrgang
Der Jahrgang 2006 verlief unter typischen mediterranen Bedingungen, mit einem heissen und trockenen Sommer, wie er für die Region charakteristisch ist. Nach dreizehn Jahren biodynamischer Praxis auf dem Gut profitierten die Böden von einer optimalen biologischen Aktivität und einem vollständig entwickelten Ökosystem – grundlegende Voraussetzungen für Weine von grosser Komplexität.
Vinifikation und Ausbau
Die Vinifikation des Valinière 2006 erfolgte in Betontanks mithilfe der Schwerkraft, mit indigenen Hefen und ohne jegliche Zugabe kommerzieller Hefen. Die Maischestandzeit dauerte drei bis vier Wochen und ermöglichte eine optimale Extraktion von Tanninen und Aromastoffen. Anschliessend wurde der Wein zwei bis drei Jahre in Barriques ausgebaut. Er wurde weder filtriert noch geschönt, wodurch die gesamte Substanz erhalten blieb und der Wein seine natürliche Entwicklung in der Flasche fortsetzen konnte.
Rebsorten
Mourvèdre (80 %)
Syrah (20 %)



