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Château Ducru-Beaucaillou 2000
am Lager
98
/100
Vinum
70 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot
95
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Ein beeindruckender Wein von Ducru Beaucaillou, der sein großartiges Terroir eindrucksvoll zum Ausdruck bringt. Dieser 2000er ist elegant und zugleich von schöner Substanz und zeigt eine dichte, purpurfarbene Robe, die sich seit der Abfüllung kaum verändert hat. Mit einer floralen Note sowie Anklängen von Boysenbeeren, schwarzen Himbeeren, schwarzen Johannisbeeren und einem Hauch von dezentem Eichenholz im Hintergrund verfügt der Wein über eine hervorragende Konzentration und Dichte, besitzt jedoch noch markante Tannine, die noch nicht vollständig eingebunden sind. Ursprünglich hatte ich prognostiziert, dass er von 2010 bis 2030 trinkreif sein sollte, doch ich würde dieses Zeitfenster heute auf 2015–2035 anpassen.
94
/100
Wine Spectator
James Molesworth
Zeigt reife Anklänge, bleibt dabei jedoch hervorragend fokussiert: Noten von Zedernholz, Lorbeer und Leder begleiten den Kern aus Feigen- und Brombeerfrucht, statt sich davon abzusetzen. Der lange, mit bittersüßem Kakaopuder bestäubte Abgang sorgt für eine solide Basslinie. -- Blindverkostung: Bordeaux-Retrospektive 2000 (Dezember 2015). Trinkreife: jetzt bis 2023. 17.500 Kisten produziert.
96
/100
Decanter
Mokka-, Kiefern- und Pilznoten unterstreichen die Reifeentwicklung in den fast 25 Jahren seit dem Jahrgang. Am Gaumen zeigt sich weiterhin reichlich süße, dunkle Johannisbeerfrucht, getragen von genügend Säure, die den Wein frisch und lebendig hält. Konzentriert und lang: ein sehr schöner Wein, der sich bereits mitten in seiner Trinkphase befindet. Vielleicht verraten die Tannine das Alter ein wenig, mit einem laubigen, leicht austrocknenden Abgang, was darauf hindeutet, dass der Wein sich nicht mehr wesentlich verbessern wird, aber gut halten dürfte.
96
/100
James Suckling
Ich muss zugeben, dass mich Ducru 2000 anfangs nicht besonders beeindruckt hat, als ich ihn 2003 nach der Abfüllung probierte. Aber heute ist er ganz klar herausragend und scheint mit zunehmendem Alter immer besser zu werden. Er zeigt wunderbare Aromen von Rosen und Johannisbeeren, mit einem Hauch von Minze. Er ist vollmundig und zugleich sehr fein strukturiert, mit schöner Fruchtkonzentration und großer Länge.
93
/100
Vinous
Neal Martin
Der Ducru-Beaucaillou 2000 zeigt eine sehr tiefe Farbe. Überraschenderweise wirkt die Nase in diesem Beispiel sehr verschlossen, mit recht intensiven Aromen von Schwarzkirsche, Boysenbeere, Pflaume und Feige, die mit Luft deutlich an Präzision und Ausdruck gewinnen (für diesen Jahrtausendwein ist kräftiges Dekantieren dringend zu empfehlen). Am Gaumen ist er mittelkräftig, mit gesättigten Tanninen. Gedrungen, aber nicht muskulös, besitzt er ein festes Rückgrat, körnige Tannine, lakritzbetonte dunkle Frucht und ein zupackendes, fast mentholiges Finale. Vor zehn Jahren habe ich diesen Wein geliebt – aber hat er sich zehn Jahre später wirklich so gut entwickelt wie andere Jahrgänge? Verkostet bei der Ducru Beaucaillou-Vertikale auf dem Château.
96
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Der Wein entwickelt sich weiterhin sehr positiv und hat zu seinem Kern aus Brombeeren und Johannisbeeren sekundäre Nuancen von Tabakblättern, Zigarrenkiste, Zedernholz, Gewürzen und getrockneten Blumen hinzugewonnen. Vollmundig, mit schöner Aromatiefe und einem strukturierten, tanninbetonten Rückgrat, das ihm das Potenzial verleiht, mindestens weitere 2 bis 3 Jahrzehnte zu reifen. Trinkreife: 2023–2050.
99
/100
Jeb Dunnuck
Jeb Dunnuck
Umwerfend und nahezu pure Perfektion: Der 2000 Château Ducru-Beaucaillou ist vollständig gereift und befindet sich genau in der Mitte seines idealen Trinkfensters. Aromen von Johannisbeeren, Tabak, Gewürzen, getrockneten Blumen und feine Trüffelnoten steigen aus dem Bouquet auf. Am Gaumen zeigt er sich mittel- bis vollmundig, mit einem reinen, anmutigen, vielschichtigen Mundgefühl, reifen Tanninen und einem großartigen Abgang. Ich liebe alles an diesem Wein. Er hat vermutlich noch weitere 40 Jahre vor sich, aber warum warten? Trinkreife 2026–2066.
18
/20
Weinwisser
Sehr dunkles Granat-Lila. Satt in der Mitte, feiner Rand aussen. Delikates, nach Edelhölzern duftendes Bouquet, Backpflaumen, Zedern, Havannatabak, weniger direkte Frucht als bei den Pauillacs, sehr tiefgründig, Trüffelschimmer. Sattes, dichtes Extrakt, reife Tannine, sanft trockene Spuren, nussige Töne, wiederum viel Edelholznoten, Rasse zeigend, auch eine gewisse Schärfe in den Gerbstoffen, wie bei allen grossen St-Juliens auch hier eher kernig-körnige Tannine. Werden den ganz grossen St-Juliens die Feinheiten und die Eleganz fehlen, oder brauchen sie einfach viel mehr Zeit? Definitiv kein Wein für Fruchttrinker.
19
/20
René Gabriel
01: Sehr dunkles Granat-Lila. Satt in der Mitte, feiner Rand aussen. Delikates, nach Edelhölzern duftendes Bouquet, Backpflaumen, Zedern, Havannatabak, weniger direkte Frucht, als diese bei den Pauillacs anzutreffen ist, sehr tiefgründig, Trüffelschimmer. Sattes, dichtes Extrakt, reife Tannine, sanft trockene Spuren, nussige Töne und wiederum viel Edelholznoten, zeigt Rasse, aber auch eine gewisse Schärfe in den Gerbstoffen. Wie alle grossen St. Julien zeigen sich auch hier eher kernig körnige Tannine. Werden den ganz grossen St. Juliens die Feinheiten und die Eleganz fehlen oder braucht das Ganze einfach viel mehr Zeit, als man dafür Geduld hätte? Auf alle Fälle wird dieser Ducru niemals ein Wein für Fruchttrinker werden. (18/20). 08: Recht dunkles Granat, satt in der Mitte. Warmes Pflaumen- und Zedernbouquet, Jasmintee, Lakritze, zeigt eine schöne Tiefe, ist aber noch eher zurückhaltend vom Nasenbild her, nach ein paar Minuten entwickeln sich frische Kräutertöne die sich mit Minze paaren. Fülliger Gaumen, alles ist wohlig balanciert und die Mundaromatik zeigt einen reifen Cabernet, viel Kraft und Malz und Lakritze im langen, trüffeligen Finale. Ein Wein der seit den Primeurproben zugelegt hat und in 10 Jahren zu den ganz, grossen, legendären und langlebigsten Ducrus gehören wird. (19/20). 09: Wow, schon in der Nase eine Offenbarung, ganz reife Frucht, schwarze Pflaumen, Cassis, Rauch und fermentierter Tee, ausladend. Jetzt schon im Gaumen eine wunderschöne Harmonie zeigend, die Gerbstoffe sind im sanft-fleischigen Körper integriert, langes gebündeltes Finale. Erste Jugendsünde wert, top sicherlich erst in etwa 10 Jahren. (19/20). 13: Bärti brachte diesen Wein zum Jassen mit. (19/20). 14: Sattes Purpur, am Rande leicht aufhellend. Nobles, schwarzpfeffriges Bouquet, viel Zedern, darunter noch erstaunlich viel Cassis. Man spürt förmlich wie das elegante Nasenbild an der Luft permanent zu nimmt. Je länger man das Bouquet ergründet, desto mehr kommen Parallelen mit anderen, ganz grossen Ducru’s aus dem Glas. Im Gaumen mit ausgeglichener, noch verlangender Adstringenz. Dabei spürt man, dass diese Tannine extrem viel nobler sind, als jene vom Lagrange, im Finale fast nur noch schwarzbeerig mit traumhafter Rasse. Das könnte ein 20/20-Kandidat werden in der vollen Reife, welche ich etwa 2030 proklamiere. (19/20). 18: : Die Farbe ist recht dunkel, man sieht gegen aussen eine gewisse Reife. Die Gesamterscheinung wirkt dezent matt. Das Bouquet ist wunderschön gewürzt, die Frucht ist am Abklingen und macht einem leicht erdigen, schier trüffeligen Ton Platz. Heller Tabak, reife Pflaumen und Edelhölzer ergänzen das Nasenbild im zweiten Ansatz. Der Gaumen ist aussen voller Charme und gibt sich reif, während man auf der Zunge noch eine fein kernige Note feststellt. Also scheint er momentan in einer gewissen Zwischenphase zu sein. Er entwickelt sich dann permanent an der Luft. Also hätte ihm Dekantieren sehr gut getan. Fazit: erste Reife mit weiten 30 Jahren Lebensgarantie. (19/20). 21: Immer noch sattes Purpur-Granat. Null Reifetöne. Offenes, feinfülliges Bouquet, nussiger, ja schier buttriger Ansatz, helles Malz, zerlassene Schokolade, frische Pflaumen und auch minim Dörrpflaumen anzeigend. Die Süsse ist filigran und berauschend gleichzeitig. Die Nase zeigt eine erste, richtige Genussreife an. Denn – der Wein wirkt zugänglich und fast unkompliziert, was sonst bei einem grossen, tendenziell noch etwas zu jungen kokettierenden Ducru selten der Fall ist. Im Gaumen vermittelt er in erster Linie Charme und Harmonie. Er zeigt eine gebündelte Körperstruktur mit recht viel Fleisch und Tiefgang. Er legte dann an der Luft nochmals stetig zu, was damit sein grossartiges Alterungspotential unterstreicht. Selten habe ich bei einem Ducru-Beaucaillou so viel knisternde Cabernet-Erotik verspürt. Wow! (19/20). 21: Aufhellendes Weinrot, mittlere Dichte in der Mitte, am Rand transparent werdend. Will heissen; die Farbe ist nicht so spektakulär wie der Rest des Weines. Herrlich duftiges Bouquet von Beginn weg. Klassischer Zedernduft, dahinter eine filigrane, komplexe Süsse von roten Pflaumen, Hagebuttengelee, feines, graues Pfeffermehl und ein Hauch von Gewürznelken (wie bei einem Clos de la Roche von Dujac). Keine nasale Droge, sondern ein abgeklärter Klassiker, welche ganz klare Ducru-Noten versprüht. Im Gaumen überzeugt er in erster Linie durch seine perfekte Balance und den hoch feinen Tanninen, alles ist gebündelt, elegant und jedes Ding an seinem richtigen Ort. Ein grosser Saint-Julien an dem man sich fast nicht satt trinken kann. Mit dem Jahrgang 1961 und 2009 der beste Ducru. (20/20).
19
/20
André Kunz
Tiefgründiges, komplexes, dichtes Bouquet, schwarzer Cassis, Zedern, Korinthen, Trüffel. Dichter, vielschichtiger, kraftvoller Gaumen mit dichter, dunkler Aromatik, fein muskulöser, eleganter Struktur, sehr langer, dichter Abgang. 19/20 trinken - 2040
96
/100
Jane Anson
Jane Anson
In seiner Jugend war dieser Wein fest und kraftvoll, und er nähert sich jetzt erst wirklich seinem optimalen Trinkfenster, geprägt von Backgewürzen, Süßholzwurzel, Safran sowie den ersten Anklängen eines reiferen, tertiären Spektrums mit schwarzem Johannisbeerpüree, Tabakblatt, Zigarrenkiste und Minze. Geben Sie ihm ein paar Stunden in der Karaffe, damit er sich vollständig öffnet. Bruno Borie, Eigentümer, kehrte 1998 auf das Familiengut zurück.
96
/100
The Wine Independent
Lisa Perrotti-Brown
Eine Cuvée aus 70 % Cabernet Sauvignon und 30 % Merlot: Der 2000 Ducru-Beaucaillou zeigt sich in tiefem Granatrot mit einem Hauch von Ziegelrot. Aus dem Glas steigt er mit großzügigen, reifen Noten von Zigarrenkiste, neuem Leder, Potpourri und getrockneten Lorbeerblättern empor und führt zu einem Kern aus Pflaumen, getrockneten Kirschen und duftiger Erde, ergänzt durch einen Hauch von Eisenerz. Am Gaumen, von mittlerem Körper, überzeugt er mit eindringlicher Frische und weichen, schluffartigen Tanninen, die die gereiften Schwarze-Frucht- und Mineral-Schichten tragen; der Abgang ist lang und anmutig.
95
/100
La RVF
Auch wenn er weniger präzise wirkt als die jüngsten Jahrgänge, überzeugt dieser Ducru durch seinen sehr würzigen Charakter und seine ausdrucksstarken Aromen von mazerierten roten Früchten. Voll und noch recht massig, braucht er Zeit, um sich zu verfeinern.
97
/100
Yves Beck
Rubinrot mit violetten Reflexen. Das Bouquet ist noch etwas zurückhaltend, offenbart jedoch bereits Würznoten und Frucht mit Cassis, Brombeeren und Pflaumen. Der Auftakt ist angenehm und mündet in einen fülligen, dichten Körper. Die Struktur verspricht viel für die Zukunft, während sich feinkörnige Tannine erst im weiteren Verlauf zeigen. Die Frucht ist bemerkenswert und versteht es sogar, den Gaumen (und den Verkoster) von ihrer Intensität zu überzeugen. Intensives, lang anhaltendes Finale. Dieser Wein ist schon jetzt sehr verführerisch, doch ich bin überzeugt, dass sich Geduld hier reichlich auszahlen wird!
86
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Logo auf dem Korken: ein umgedrehtes T (Trescases) Fehlerhafte Flasche Farbe von mittlerer Intensität und leicht entwickelt. Zurückhaltende, fruchtige Nase. Leichter, fruchtiger Gaumen, mit einem Abgang, dessen Tannine von einer herb-bitteren Holznote geprägt sind. Bitterkeit. Enttäuschend für den Jahrgang.




