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Château Ducru-Beaucaillou 2002
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89
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Es ist erfreulich zu sehen, dass sich dieser Wein aus der Flasche deutlich besser präsentiert als aus dem Fass, wo er eine gewisse Schlankheit und Kräuterwürze zeigte. Im eleganten Bouquet aus roten und schwarzen Johannisbeeren, Zedernholz und Gewürzkiste findet sich noch ein Hauch getrockneter Kräuter. Der Wein zeigt eine tiefe, rubinrote Farbe mit violetten Reflexen, ausgezeichnete Dichte und einen mittleren Körper, elegant im Stil, mit einem Anklang von Straßenteer und süßer Frucht. Jung wird er sich gut trinken lassen, zugleich dürfte er 12 bis 15 Jahre schön reifen. Keine Frage: Er erreicht bei weitem nicht Größe, Dimension, Kraft und Intensität des 2003ers. Selbstverständlich wird dieses Weingut inzwischen von Bruno Borie geführt, dem ältesten Sohn des verstorbenen Jean-Eugene Borie. Er hat seinen jüngeren Bruder Xavier Borie abgelöst, der weiterhin vollständig für Grand-Puy-Lacoste und Haut-Batailley verantwortlich ist.
90
/100
Wine Spectator
Aromen von Tabak, Johannisbeere und Zigarrenkiste setzen sich am Gaumen fort und führen zu einem vollmundigen Wein mit seidigen, feinen Tanninen und einem klaren, präzisen Abgang. Schmeichelnd und sehr hübsch. Findet jetzt gut zusammen. Am besten nach 2010. 17.500 Kisten produziert.
90
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Mit einer leicht ziegelroten Randaufhellung präsentiert sich dieser klassisch stilisierte Wein mittelgewichtig und zeigt in der Nase Noten von Zedernholz, Laub, Tabak, Zedernholz und leuchtend roten Früchten. Von eher herbem Charakter, mit straffen Tanninen und einem lebendigen, fast herben Gaumen mit erdigen, kräutrigen Anklängen roter Früchte, kann man ihn jetzt trinken oder noch lagern, doch er wird sich von hier an kaum noch verändern.
18
/20
Weinwisser
Traumbouquet, parfümiert, reife Pflaumen und eine zart vanillige Süsse, sogar mit einem leichten Sandelholztouch ausgestattet. Im Gaumen ein grosser Zug mit weicher Süsse und schon fast cremigem Finale. Macht viel Spass und gehört als einer der letzten spassigen Ducru-Jahrgänge in jeden intelligenten Bordeaux-Keller. Wenn jemand diesen Wein auf einer Weinkarte entdeckt – ordern!
18
/20
René Gabriel
03: Erstaunlich helle Farbe, leuchtendes Rubin-Granat. Subtiles, feingliedriges Bouquet, Kirschenduft, Waldfrüchte, Rosenpfeffer, blumige Duftnoten. Feingliedriger, fast tänzerischer Gaumen, saftige Tannine, pfeffrige Note, aber feine Tannine, stoffig. Ein femininer, delikater Ducru, dem aber vielleicht auch etwas die Tiefe fehlt. (17/20). 08: Mitteldunkel, feine erste Reifetöne zeigend. Klassisches St.-Julien-Zedernbouquet, dominikanischer Tabak, dokumentiert erste Terroirnoten, zeigt sich erstaunlich zugänglich. Im Gaumen tänzerisch, fein, weist eine zart pfeffrige Rasse im Extrakt auf und endet mit angenehm aromatischem Finale. Am Anfang einer Genussreife die gut 20 Jahre lang halten wird. (17/20). 09: Traumbouquet, parfümiert, reife Pflaumen und eine zart vanillige Süsse, sogar mit einem leichten Sandelholztouch ausgestattet und wohl durch das Holz momentan als versöhnliche Süssenote zeigend. Im Gaumen ein grosser Zug mit weicher Süsse und schon fast cremigem Finale. Macht so viel Spass und gehört als einer der letzten spassigsten Ducru-Jahrgänge zu diesem Kreis in jeden intelligenten Bordeauxkeller. Wenn jemand diesen Wein auf einer Weinkarte entdeckt; ordern! (18/20). Delikate Nase, schwarze Pfefferkörner. Im Gaumen schlank, zeigt dabei recht viel Aromen, Pflaumentouch und ganz leichte Kapselnoten im Finale. (18/20). 12: Aufhellendes Granat, es zeigen sich erste, ganz feine Reifetöne. Blumiges Bouquet, verhalten, rote Beeren, aber auch dominikanischer Tabak. Wenn man ihn schon etwas verurteilen will, kommen immer mehr delikatsüsse Aromen zum Vorschein. Schön pflaumiger Gaumen, elegante Tannine, der Körper ist lang und er geht in Richtung besonders feine Bordeaux-Klassik. Hat sich gemacht seit dem letzten Eindruck. Das Alterungspotential ist nicht zu unterschätzen. Ducru war früher schon immer gut in kleineren Jahrgängen und das ist auch beim 2002er so.
17
/20
André Kunz
Duftiges, animalsiches, fein grünes Bukett mit Zedern, Tabak, Bratensauce. Mittelgewichtiger, eleganter, feinggliedriger Gaumen mit feinem Tannin, guter Aromatik. Feiner Abgang. 17/20 trinken - 2016
92
/100
The Wine Independent
Lisa Perrotti-Brown
Eine Cuvée aus 82 % Cabernet Sauvignon und 18 % Merlot: Der 2002 Ducru-Beaucaillou zeigt eine mittelkräftige, granatrote Farbe mit ziegelroten Reflexen. In der Nase öffnen sich Noten von schweißigem Leder, zerstoßenem Gestein, Eisenerz und getrockneten Kräutern der Provence, gefolgt von einem Kern aus getrockneten Cranberries und Kirschlikör sowie einem Hauch Lavendel. Am Gaumen, leicht- bis mittelgewichtig, zeigt er eine leicht zähe Textur und viel Frische, die die reifen, würzigen Aromen einrahmt; das Finale ist von mineralischen Noten geprägt.
15
/20
Bettane+Desseauve
Fein und präzise, für den Jahrgang etwas schlank, zeigt dieser Wein das Gut nicht von seiner besten Seite, doch die Klasse des Terroirs kommt dennoch zum Ausdruck.
86
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
In der Nase von mittlerer Intensität. Fruchtig, aber mit einer leicht grünen, holzigen Note. Am Gaumen ist dieser Wein zwar aromatisch, zeigt aber im Abgang etwas grüne, einfache Tannine. In der Mitte fehlt es an Substanz.




