
Château Ausone 1996
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93
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Robert Parker
Robert M. Parker, Jr.
Ich verstehe die Kritik an Alain Vautier nicht, der Ausone inzwischen allein verantwortet und die Qualität des Weinguts auf ein höheres Niveau hebt. Zudem zeigt der Wein eine beeindruckende Konstanz, mit großer Tiefe und Fülle am Gaumenmittelpunkt, ohne dabei Ausones Lagerfähigkeit von 40–50+ Jahren einzubüßen. Wie ich vermutet hatte, beginnt sich der 1996 zu verschließen. Ich ließ ihn fast 30 Minuten im Glas und war beeindruckt von den Nuancen, die sich entwickelten. Die Farbe ist dicht rubin-/schwarz-/purpurfarben. Zunächst zurückhaltende Aromen von Heidelbeeren, Brombeeren, Mineralität, Blumen, Trüffeln und feinem Neuholz treten schließlich hervor. Elegant im Antrunk, mit süßer Reife und einer zarten, konzentrierten Fülle – das Kennzeichen dieses Weins ist eher Subtilität als Üppigkeit. Ein süß wirkender Gaumenmittelpunkt hebt ihn von vielen wenig inspirierten Ausone der Siebziger- und Achtzigerjahre ab. Der Wein ist stilvoll und derzeit noch zurückhaltend, mit enormem Reifepotenzial. Erwartete Trinkreife: 2008–2040.
92
/100
Wine Spectator
Komplexe Aromen von Brombeere, Kaffee, Zedernholz und leicht gegrilltem Fleisch. Vollmundig und sehr strukturiert, mit seidigen Tanninen und einem langen, schmeichelnden Abgang. In der Gaumenmitte leicht hohl.--Bordeaux-Retrospektive '95/'96. Jetzt trinken.
93
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Von Natur aus eher streng, zeigt er eine kräuterige, blättrige Note zu frischen roten Früchten sowie Anklänge von zerstoßenem Stein und einen erdigen Charakter. Es gibt Konzentration und eine fast medoc-typische Art in Frucht und Tanninen. Zeit sollte helfen, den Wein vollständig zu mildern und ihm mehr Fülle zu geben. Liebhaber klassischer Bordeaux, die diesen Stil vermissen, werden ihn mehr mögen als ich.
19
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Weinwisser
Recht dunkles Purpur-Rubin, fast keine Reifetöne. Wuchtiges, fleischiges Bouquet, viel Tiefe zeigend, noch etwas ausbrechend mit wildem, trüffeligem Cabernet-Touch. Im Gaumen fleischig, kräftig, viel Adstringenz zeigend, innen cremig mit viel Kraft, insgesamt aber trotz der Intensität fein und im Gegensatz zu anderen Weinen von der Rive gauche noch viel Potenzial in sich bergend.
18
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René Gabriel
97: Fassprobe (18/20): Ausladendes, nussiges Bouquet, reife Frucht; facettenreich, wohltuend warmer Duft. Im Gaumen extrem feingliedrig, viel Terroirwürze, samtene Textur, im Nachklang sehr viel Rückhalt, konzentrierte Aromatik. Es ist eine Ernte, welche zum ersten Mal in den neuen 60 hl Holzcuviers vergoren wurde, was die etwas dominante, holzartige Struktur erklärt, er ist lange lagerfähig, erfordert allerdings viel Geduld. Kurz vor der Abfüllung auf dem Château: Pfefferkuchennote, würzig mit tiefgründigem Cabernet Franc-Akzent, begleitet von Irish Moosnuancen und Amarenakirschen. Im Gaumen wiederum würzig mit fetter, konzentrierter Extraktsüsse, stoffig, im Finale wirkt der Wein durch das optimal gestützte Holz gebündelt und kraftvoll in seiner Länge. 99: In der Mitte sattes Purpur, lila aufhellender Wasserrand. Die Nase ist im Moment sehr verschlossen; zeigt gewisse Würzkomponenten, bleibt aber völlig unzugänglich. Im Gaumen vordergründige Gerbstoffe, die noch kernig wirken, starke Adstringenz, viel Cabernet Franc-Töne vermischt mit feinsandiger Merlot-Textur. Insgesamt fast etwas hart und unnahbar. Nur wer ihn aus dem Fass verkostete, weiss, dass hier mit viel Geduld ein grosser Ausone entstehen wird. (18/20). 06: Recht dunkles Purpur-Rubin, fast keine Reifetöne. Wuchtiges, fleischiges Bouquet, zeigt viel Tiefe, wirkt noch etwas ausbrechend mit wildem, trüffeligen Cabernet-touch. Im Gaumen fleischig, kräftig, viel Adstringenz zeigend, innen cremig mit viel Kraft, insgesamt aber trotz der Intensität fein. Im Gegensatz zu anderen Weinen vom rechten Ufer, noch viel Potential in sich bergend. 10: Erste Reife in der Farbe und auch in der Nase in Form von Pflaumen, dezente Jod-Tabaknoten und etwas Wildleder. Im Gaumen wirkt der Wein jünger als vom Bouquet her zu erwarten. Ein fleischiger, relativ bourgeoiser Ausone. (18/20). 11: Mitteldunkles Granat, wenig Reifetöne, immer noch rubiner Schimmer drin. Herrliches Bouquet, fast leicht buttrig in Ansatz, dann Redcurrant, Hagebuttengelée, rotes Cassis, frisch geschnittene Himbeerranken die sich mit delikaten Edelholznoten ergänzen. Genialer Gaumen, komplex und cremig, trotz den noch präsenten Tanninen, auch hier wieder eine faszinierende Süsse im Extrakt und in der noch etwas verlangenden Adstringenz, viele typische Ausone-Kräuternoten (Ricola) im langen Finale. Hat mächtig zugelegt und überzeugt immer mehr, fleischig mit mittleren Finessen. Aber das ist nicht ein Ausone-Problem, sondern am rechten Ufer, ein Jahrgangstypizitätsproblem. (19/20). 12: Sattes dunkles Purpur-Granat, erstaunlich satt in der Mitte. Sehr würziges Bouquet, dezent grünwürzige Cabernet-Franc-Spuren, Nelkenköpfe, frisches Lorbeerblatt, Pumpernickelbrot, angetrocknete Pflaumenhaut, getrocknete Blätter von dunklen Rosen, Spitzwegerichtabletten, erstaunlich tief, aber auch etwas cool vom Ansatz her. Im Gaumen mit konzentriertem Extrakt, welches durch die markigen Tannine wenig Charme aufzeigt, wirkt so auch etwas bourgeois, endet mit Malz, kaltem Tee und zeigt dann – trotz genereller Weichheit – noch genügend Reserven für mindestens zehn weitere Jahre an. Vielleicht etwas überschätzt und somit zu stark extrahiert. Wenn er noch kommt, dann: 18/20. 16: Füllniveau; perfekt. Sehr dichte Farbe, satte Mitte. In der Nase noch gewisse Fruchtresten in Form von Waldbeeren zeigend, wirkt noch recht präsent. Im Gaumen recht kernig, primäre Fruchtaromatik aufweisend, prägnantes Extrakt. Kein Charmeur. Ein Ausone mit einer gewissen Médoc-Affinität. Also eher männlich.
17
/20
André Kunz
Süsses, duftiges, seidenes, frisches Bouquet, Heidelbeeren, Erdbeeren, Mocca. Ausgewogener, mittelkräftiger Gaumen mit feiner Frucht, feinsandigem Tannin, feiner, süsser Aromatik, mittlerer Abgang. 17/20 trinken - 2025
91
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Logo auf dem Korken: die Krone Dunkle Farbe, von normaler Intensität und bereits entwickelt. Intensives Bouquet, fruchtig und rauchig. Nuancen von Leder und sehr reifer Erdbeere. Am Gaumen im Auftakt recht fleischig, entwickelt sich der Wein dann luftig und würzig, auf einer feinkörnigen Struktur, eher kreidig, mit einem Hauch Holz im Nachhall. Das Tanningerüst ist etwas zu stark extrahiert, was schade ist.

