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Dirler-Cadé : Riesling Grand cru "Kessler" Élément Feu 2020
am Lager
Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Riesling Grand Cru "Kessler" Élément Feu 2020 von Dirler-Cadé
Verkostung
Robe
In einem schönen blassen bis hellen Gelb zeigt dieser Wein wunderschöne grüne Reflexe, die von seiner Jugend und Frische zeugen.
Nase
Zunächst subtil und zurückhaltend, offenbart das Bouquet Aromen von getrockneten Kräutern und Stein. Mit der Belüftung entwickelt es sich zu zitronigen Noten, begleitet von Anis-, Verbenen- und Melissennuancen. Man entdeckt zudem Zitrusdüfte, Yuzu, Zitrone und weiße Blüten, angereichert durch exotische Nuancen von Karambole, Gewürzen, weißem Pfeffer, Ingwer und eine charakteristische rauchig-mineralische Dimension des Terroirs.
Gaumen
Charmant und anhaltend, offenbart der Auftakt eine schöne Dichte und große aromatische Präzision. Die Aromen von Zitrone und Limette dominieren, gestützt von einer fein ziselierten Säure, die Struktur und Frische verleiht. Die Gaumenmitte entfaltet eine komplexe Palette aus Zitrusfrüchten, Gewürzen und Mineralität, mit einer edlen Bitternote, die für Kontur sorgt. Das Finale zieht sich lange auf reifen und säuerlichen Zitrusnoten hin, die die Fülle der lehmigen Bodenanteile mit der lebhaften, salzigen Textur des sandsteinhaltigen Untergrunds vereinen.
Weinpairing
Dieser Riesling begleitet perfekt Krusten- und Schalentiere sowie Meeresfrüchte, insbesondere Austern, Jakobsmuscheln in Kräuterrahm oder Sushi. Er harmoniert zudem sehr gut mit feinem Fisch, Geflügel, Schweinebraten, lackierter Ente oder glasiertem Schinken. Ziegenkäse ist eine ausgezeichnete Begleitung. Leicht gewürzte Gerichte mit Curry oder Zitrusfrüchten sind ebenfalls empfehlenswert.
Servieren und Lagerung
Der Riesling Grand Cru "Kessler" Élément Feu 2020 kann schon heute genossen werden und wird sich noch bis etwa 2035 weiterentwickeln.
Ein mineralischer und präziser Riesling aus dem Elsass, Ausdruck des Terroirs Kessler
Der Produzent
1871 von Jean Dirler in Bergholtz gegründet, verkörpert das Domaine Dirler-Cadé fünf Generationen weinbaulichen Know-hows. Im Jahr 2000 ermöglichte die Heirat von Jean Dirler und Ludivine Hell-Cadé die Fusion der beiden Familiendomaines. Als Pioniere der Biodynamie seit 1998 bewirtschaften Jean und Ludivine Dirler heute 18 Hektar Weinberge im Elsass, davon 40 % als Grand Cru. Das Weingut ist seit 2001 biologisch und biodynamisch zertifiziert. Die Revue du Vin de France hat dem Weingut jüngst drei Sterne verliehen und damit die Exzellenz seiner Weine aus den Terroirs von Guebwiller gewürdigt.
Der Weinberg
Der Grand Cru Kessler erstreckt sich über die Hänge des Unterlinger Hügels, zwischen 300 und 390 Metern Höhe, mit einer idealen Südost-Ausrichtung. Sein Name bedeutet auf Deutsch "Kessel" und erinnert an die kesselförmige Konfiguration der Flur "Heisse Wanne" (heiße Wanne), die die Wärme auf natürliche Weise reguliert. Die Böden bestehen aus verwittertem Vogesensandstein, der eine sandig-lehmige, rötliche Mischung mit reichem Mineralgehalt bildet. Diese komplexe Geologie zwingt die Reben dazu, ein tiefes Wurzelsystem zu entwickeln. Bereits seit 1394 anerkannt und 1975 als Grand Cru klassifiziert, profitiert Kessler von einem Mikroklima, das vor den Nordwinden geschützt ist. Das Weingut praktiziert die Pflugbearbeitung mit dem Pferd und wendet biodynamische Präparate an, um die Vitalität der Reben zu stärken.
Der Jahrgang
Der Jahrgang 2020 profitierte im Elsass von günstigen Bedingungen, die eine vollständige Reifung der Trauben ermöglichten. Nach einem milden Winter sorgte ein warmer und regelmäßig von Niederschlägen begleiteter Sommer für eine gute Gesundheit der Reben. Die Weinlese fand unter trockenen und sonnigen Bedingungen statt, sodass Trauben mit optimaler Reife und bewahrter Frische geerntet werden konnten.
Vinifikation und Ausbau
Der Riesling Grand Cru "Kessler" Élément Feu 2020 wird nach einem minimalistischen Ansatz vinifiziert. Die Trauben werden langsam als ganze Trauben gepresst, um den Ausdruck der Frucht und des Terroirs zu bewahren. Die Gärung erfolgt spontan durch einheimische Hefen. Anschließend wird der Wein acht bis zehn Monate auf der Feinhefe ausgebaut, ohne Passage im Eichenfass, um die aromatische Reinheit und den charakteristischen mineralischen Ausdruck des Terroirs zu erhalten.
Rebsorte
Riesling (100%)





