
Domaine Léon Barral : Valinière 2019
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Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Valinière 2019 vom Domaine Léon Barral
Degustation
Farbe
Die Farbe zeigt ein tiefes Rubinrot mit intensiven violetten Reflexen, ein Zeichen für die Jugend des Weins und die hohe Konzentration der für Mourvèdre typischen Anthocyane.
Nase
In der Nase entfaltet sich eine bemerkenswerte aromatische Komplexität mit Noten dunkler Früchte (Schwarze Johannisbeere, Brombeere, dunkle Pflaume), begleitet von floralen Anklängen an Veilchen. Mit zunehmender Belüftung entwickelt sich das Bouquet hin zu Aromen mediterraner Garrigue, grob gemahlenem weissem Pfeffer, subtiler Lakritze sowie leichten Röstaromen, die an gerösteten Kaffee erinnern. Eine mineralische Dimension, die an nassen Stein denken lässt, rundet diese aromatische Palette ab.
Gaumen
Der Auftakt am Gaumen ist warm und konzentriert und offenbart sofort die Fruchtfülle. Der Mittelgaumen wirkt voluminös und grosszügig, mit intensiven Aromen reifer dunkler Früchte und feinen balsamischen Nuancen. Die Tanninstruktur ist moderat bis mittelhoch, doch die Tannine zeigen sich seidig und fein statt aggressiv. Die Säure, für einen Wein aus dieser südlichen Region bemerkenswert präsent, bringt Frische und Spannung und verhindert trotz der Konzentration und Kraft des Weins jede Schwere. Der aussergewöhnlich lange Abgang entwickelt sich allmählich zu sekundären Noten von Leder, Tabak und getrockneten Kräutern, mit einem anhaltend trocken-mineralischen Charakter.
Weinpairing
Dieser Wein passt ideal zu Grillfleisch, insbesondere zu Lamm mit Kräutern der Provence oder zu einem Rindsbraten mit Aromaten. Er harmoniert auch hervorragend mit Wildgerichten wie geschmortem Wildschwein oder Rehrücken in Sauce. Kräftige Schmorgerichte mit Pilzen sind ebenfalls ausgezeichnete Begleiter.
Service und Lagerung
Der Valinière 2019 gewinnt, wenn er vor dem Servieren dekantiert wird, um seine Aromatik besser zu entfalten. Empfohlen wird eine Serviertemperatur zwischen 16 und 18°C. Dieser Wein besitzt ein aussergewöhnliches Reifepotenzial und kann sich mindestens zehn bis fünfzehn Jahre lang vorteilhaft entwickeln, wobei er nach und nach komplexe tertiäre Aromen ausbildet.
Ein kraftvoller und raffinierter Faugères aus dem Languedoc – Domaine Léon Barral
Das Weingut
Das Domaine Léon Barral wurde in den 1990er-Jahren von Didier Barral gegründet, der im Weiler Lenthéric die dreizehnte Generation von Winzern verkörpert. Benannt zu Ehren seines Grossvaters Léon, erstreckt sich das Weingut über rund dreissig Hektar Rebfläche in der Appellation Faugères, im Herzen des Languedoc. Didier Barral, Eigentümer und visionärer Winzer, stellte bereits Mitte der 1990er-Jahre den gesamten Weinberg auf biodynamischen Anbau um und wurde damit zu einem Pionier der Naturweinbewegung. Seine Philosophie beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz, der Mischkultur, Rinderhaltung und Wiederaufforstung verbindet, mit mehr als siebentausend auf dem Gut gepflanzten Bäumen. Das Weingut ist weltweit für Weine von bemerkenswerter Authentizität bekannt, die mit minimaler Intervention im Keller erzeugt werden.
Der Weinberg
Der Weinberg von Valinière liegt in der Gemeinde Cabrerolles innerhalb der Appellation Faugères, rund fünfundzwanzig Kilometer nördlich von Béziers. Die Parzellen erstrecken sich über steile Hänge auf rund dreihundert Metern Höhe, an die ersten Ausläufer der Cevennen gelehnt. Das Terroir ist geprägt von Schieferböden aus dem Ordovizium, die über fünfhundert Millionen Jahre alt sind. Diese grauen, blauen und ockerfarbenen Schiefer zerfallen in feine Schichten und bieten eine hervorragende Porosität sowie optimale Drainage. Diese geologische Struktur zwingt die Reben, tiefe Wurzelsysteme zu entwickeln, die bis zu neun Meter erreichen können, und verleiht den Weinen eine ausgeprägte Mineralität und bemerkenswerte Frische. Der Weinberg wird nach zertifizierten biodynamischen Richtlinien bewirtschaftet, mit permanenter Begrünung zwischen den Reihen und der Integration von Rindern, die im Winter weiden.
Der Jahrgang
Der Jahrgang 2019 im Languedoc und in Faugères war von moderaten klimatischen Bedingungen geprägt, die die Erzeugung ausgewogener Rotweine begünstigten. Die milden Temperaturen ermöglichten eine langsame und regelmässige Reifung von Mourvèdre und Syrah an den Hängen von Faugères. Die nördliche Ausrichtung bestimmter Parzellen trug dazu bei, eine bemerkenswerte Säure zu bewahren und zugleich eine optimale phenolische Reife zu erreichen. Dieser Jahrgang ist besonders für die aussergewöhnliche Qualität der erzeugten Rotweine bekannt, die Konzentration, Frische und Lagerpotenzial vereinen.
Vinifikation und Ausbau
Die Trauben für Valinière 2019 werden von Hand in kleinen Kisten gelesen und umgehend in den Keller gebracht. Die Vinifikation erfolgt mit rund fünfzig Prozent Ganztrauben und fünfzig Prozent entrappten Trauben in temperaturkontrollierten Betontanks. Die Gärung findet ausschliesslich mit den natürlich auf den Beeren und im Keller vorhandenen indigenen Hefen statt, ohne jegliche Zugabe kommerzieller Hefen. Die Maischestandzeit beträgt drei bis vier Wochen und ermöglicht eine sanfte Extraktion von Tanninen und Aromastoffen. Nach der Pressung mit einer traditionellen vertikalen Holzkelter wird der Wein sechsunddreissig Monate in Eichenbarriques ausgebaut, davon rund 10 % in neuen Fässern. Vor der Abfüllung wird weder geschönt noch filtriert.
Rebsorten
Mourvèdre (80 %)
Syrah (20 %)



