Cavaliere del Lavoro, erste Italienerin auf dem Cover des Wine Spectator und Gründerin einer Weinbaugruppe von Valpolicella bis Bolgheri und Montalcino: Marilisa Allegrini hat sich ihren Ruf über vier Jahrzehnte kompromissloser Hingabe an den italienischen Wein erarbeitet. Ihre Veroneser Kollektion vereint fünf aussergewöhnliche Cuvées, von Valpolicella über Soave bis Lugana, alle geprägt von derselben Suche nach Präzision und Identität.
Terroir-Weine im Herzen von Verona, mit der Handschrift von Marilisa Allegrini
Valpolicella Classico Superiore und Amarone Classico: zwei Ausdrucksformen Veronas
Zehn Hektar Rebflächen, umgeben von alten Mauern und geprägt von einem der kühlsten Mikroklimata der Valpolicella: Dieses aussergewöhnliche Umfeld bringt Weine von seltener Finesse hervor.
Der Valpolicella Classico Superiore, eine Assemblage aus Corvinone, Corvina und Rondinella, begeistert sofort mit seiner aromatischen Spannung und Eleganz: ein präziser und lebendiger Terroirwein.
Der Amarone Classico zeigt eine ganz andere Facette dieses Weinguts. Die Appassimento-Methode erfolgt bei kontrolliert niedriger Temperatur, um die Integrität und Vitalität der Frucht zu bewahren. Der Ausbau in grossen botti lässt den Holzeinfluss bewusst im Hintergrund, ganz im Dienst der Frucht. Das Ergebnis ist ein vollmundiger und seidiger Wein mit bemerkenswert anhaltender Frische.
Soave Classico Fittà und Castelcerino: zwei Interpretationen einer Rebsorte
Eine einzige Rebsorte, Garganega, interpretiert auf zwei Weinbergen mit grundlegend unterschiedlichen geologischen Gegebenheiten im Herzen von Soave Classico. Entstanden auf vulkanischem Basalt in Fittà auf 255 Metern Höhe, zeigt der erste eine klare Mineralität, lebhafte Zitrusnoten und unmittelbare kristalline Frische. Aus Kalksandstein und braunem Ton in Castelcerino auf 347 Metern stammend, aus über dreissig Jahre alten Reben, überzeugt der zweite mit ausgeprägter Salzigkeit und bemerkenswerter Länge.
Diese beiden Cuvées von Marilisa Allegrini offenbaren die geologischen Kontraste einer facettenreichen Appellation. Gärung bei niedriger Temperatur, Betontanks, ohne malolaktische Gärung und ohne Holz : Hier spricht allein das Terroir.
Selva del Vescovo: zwischen See und glazialer Moräne
Geprägt durch den Rückzug der Gletscher des Gardasees bieten die Moränenhügel von Lugana einen Boden von seltener geologischer Eigenart. Selva del Vescovo, entstanden in Pozzolengo auf südexponierten glazialen Schwemmböden, ist ein strukturierter Weisswein mit Aromen von weissen Blüten und aromatischen Kräutern, getragen von lebendiger Säure und klarer Salzigkeit, die den Ausdruck seines Terroirs unterstreichen.
Marilisa Allegrini, eine Ikone des italienischen Weinbaus
Ein Symbol, das die Regeln des Veroneser Weins neu geschrieben hat
Vier Jahrzehnte an der Spitze der Familiengruppe Allegrini, ein Cover des Wine Spectator, der Titel Cavaliere del Lavoro im Jahr 2020: Der Werdegang von Marilisa Allegrini ist der einer Pionierin, deren Einfluss längst über die Grenzen Venetiens hinausreicht. Ende 2023 gründete sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Familienunternehmen ihre eigene Gruppe und vereinte drei Spitzenweingüter – Villa della Torre in Valpolicella, Poggio al Tesoro in Bolgheri und San Polo in Montalcino – unter einer gemeinsamen Signatur.
Villa della Torre, ein Renaissancejuwel mit vertraulichem Mikroklima
Villa della Torre, 2008 erworben, um einen Kindheitstraum zu verwirklichen, ist ein Anwesen aus dem 16. Jahrhundert in der Gemeinde Fumane im Herzen des Valpolicella Classico.
Seine zehn Hektar Rebflächen, eingefasst von alten Mauern, profitieren von einem besonderen Mikroklima (einem der kühlsten der Appellation), das den Trauben eine langsame Reifung und eine natürliche Konzentration von bemerkenswerter Intensität verleiht.
Technische Präzision und Respekt vor der Frucht im Zentrum ihrer Philosophie
Streng und anspruchsvoll setzt Marilisa Allegrini bei der Herstellung ihres Amarone auf optische Sortierung. Diese technologische Präzision fügt sich in eine insgesamt vollkommen kohärente Philosophie ein: Appassimento bei kontrolliert niedriger Temperatur, lange Maischestandzeiten im Dienst des Gleichgewichts, Ausbau in grossen botti und Betontanks sowie ein bewusst zurückhaltender Holzeinfluss.
Dieselbe Sorgfalt zeigt sich in der Auswahl jeder einzelnen Lage in Venetien: Jede Parzelle wird nach strengen Kriterien hinsichtlich Boden, Ausrichtung und Höhenlage ausgewählt und mit autochthonen Rebsorten bepflanzt.