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Château Cos d'Estournel 2002
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Von Sonderaktionen ausgeschlossen

Château Cos d'Estournel 2002

2e cru classé - - - Rot - Einzelheiten
Parker | 94
J. Robinson | 17
R. Gabriel | 18
Wine Spectator | 93
J. Suckling | 94
Vinous Neal Martin | 89
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Verpackung : Eine Kiste mit 3 Flaschen (75cl)
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Bewertungen und Rating

93

/100

Robert Parker

Robert M. Parker, Jr.

Einer der Anwärter auf den Wein des Jahrgangs: Dieses Juwel zeigt eine dichte, bis zum Rand gehende Purpurfarbe und eine klassische, edle Nase mit Graphit, verwoben mit schwarzer Johannisbeere, Gewürzkiste, Lakritz sowie roten und schwarzen Früchten. Mittel- bis vollmundig, mit außergewöhnlicher Präzision und Definition, zeichnet sich dieser wunderschön texturierte Wein als einer der erfolgreichsten dieses ungleichmäßigen Jahrgangs aus. Eine brillante Leistung, die zwischen 2008 und 2020 ihre beste Trinkreife erreichen sollte.

90

/100

Wine Spectator

James Molesworth

Mit weichem Rand, geprägt von Aromen von Pflaumenschale und -fruchtfleisch, großzügig unterlegt von Noten von angekokeltem Tabak und Erle. Zeigt deutliche Reife, bleibt jedoch sehr feinmaschig, mit einem Akzent von geröstetem Lorbeer, der sich im Abgang zeigt. -- Nicht-blinde Cos-d'Estournel-Vertikale (Dezember 2015). Jetzt bis 2020 trinken. 16.417 Kisten produziert.

92

/100

Decanter

In der Nase zeigt sich ein Trüffelton und fast ein Pomerol-Charakter. Einige 2002er wirken etwas unbeholfen, doch dieser ist großzügig und einladend. Die Lese begann in diesem Jahrgang am 30. September; ein Ostwind konzentrierte bzw. dehydrierte die Trauben, wodurch der Gesamtertrag 33 hl/ha betrug. Die Frucht wirkt reif, und der Wein ist jetzt sehr angenehm zu trinken, könnte aber nicht so gut altern wie einige andere Jahrgänge. Ausbau in 60 % neuem Holz – der Anteil an neuem Holz wurde ab diesem Jahr reduziert. 1 % Petit Verdot vervollständigt die Cuvée.

94

/100

James Suckling

Ein eleganter und feiner Wein mit Gewürz-, Beeren- und Schokoladennoten in Nase und Gaumen. Mittlerer bis voller Körper, feine Tannine und ein frischer, fruchtiger Abgang. Subtiler würziger Nachhall. Unterschätzter Wein. Jetzt trinken.

17

/20

Jancis Robinson

Richard Hemming MW

Das entwickelt sich sehr gut und zeigt reife, herzhafte Noten, die zum Beispiel kaum Ähnlichkeit mit dem megafruchtigen 2009er mit 15 % Alkohol aufweisen. In der Nase ein schönes Bouquet aus Zedernholz, Lakritze und Sandelholz, unterstützt von festen Schwarzen-Johannisbeer-Früchten, sowie am Gaumen feste, aber faire Tannine mit guter Länge. Seine Schwäche ist eine gewisse Leichtigkeit im Mittelgaumen; es fehlt also etwas an Gravitas, dennoch ist es klassisch und für einen leichteren Stil sehr genussvoll. (RH)

93

/100

Vinous

Stephen Tanzer

Schönes rubinrotes Kleid. Tiefe, aromatische, höchst komplexe Nase mit Noten von Himbeere, Espresso, Baumrinde, Leder, Graphit, Zedernholz, Kokosnuss und exotischem Holzrauch. Üppig, süß und pur am Gaumen, mit sehr reifen Aromen von Johannisbeere, Zartbitterschokolade und Graphit, fein gefasst von perfekt integrierter Säure. Im Abgang weit und geschmeidig; die Tannine lassen jene des jungen 2004 im Vergleich etwas straff wirken. Hervorragender, vollständiger Wein. Trinken von 2010 bis 2020.

94

/100

Jeff Leve

Leve Jeff

Voll ausgereift trinkt sich dieser Wein heute großartig. Ein Dekantieren ist nicht nötig – einfach öffnen, einschenken und die rundtexturierten roten Beeren, Tabak, exotischen Gewürze, feuchte Erde und Kräuter genießen, die Nase und Gaumen füllen. Das elegante Finale zeigt nur eine leichte Spur von Trockenheit ganz am Ende, was das Gesamterlebnis des Weins nicht schmälert.

19

/20

Weinwisser

Dunkles, funkelndes Granat mit lila Reflexen. Intensives, dichtes Bouquet, reife Pflaumen, Edelhölzer, dunkle Schokolade, vielleicht im Moment etwas zurückhaltend, die wahre Grösse nur im Ansatz zeigend. Reicher Gaumen, fette Tannine, jetzt schon Schmelz zeigend, Cassis im Innern, reife, kleine getrocknete Früchte, Reserven zeigend, wird sicherlich ein grosser Cos.

17

/20

René Gabriel

Oft spiele ich eine unangenehme Rolle, weil ich bei meinen Besuchen auf Cos d'Estournel jeweils nach der persönlichen Meinung zu den just degustierten Weinen gefragt werde. Seit dem Jahrgang 1985 habe ich keine Ernte bei der Primeurverkostung ausgelassen. Und leider schien der Cos in den letzten Jahren meine Erwartungen selten zu erfüllen. Als einer der teuersten Super-Seconds war er meist nicht oder nur bedingt bei der Médoc-Grand-Cru-Spitze einzusetzen und erhielt entsprechende Noten. Beim Jahrgang 2002 gingen meine Kommentare leichter über die Lippen und es war keine Diplomatie angesagt, um den Wein zu justieren: 19/20 Punkte für einen der allerbesten Cos der letzten 20 Jahre! Jean-Guillaume Prâts: <div style="font-style:italic;color:#990033">Vielleicht habe ich meine Lehre auf Cos jetzt abgeschlossen und auch manchmal Lehrgeld zahlen müssen. Das Können ist das Eine, die Erfahrung das Andere. In den allerletzten Jahren habe ich Cos selbst erst richtig kennengelernt. Es ist nicht zu verschweigen, dass der Besitzerwechsel auch negative Spuren bei der Qualitäts-Philosophie hinterliess. Auch bei der Mannschaft selbst waren gewisse Umstellungen nur mühsam zu bewältigen. Nun ist die alte Equipe weg, ein neuer Besitzer da und ich hatte die Chance, alles wieder so herzustellen wie es dieses Weingut verdient. Freilich ist die Basis-Qualität von diesem 2002er Cos durch natürliche Einflüsse schon im Rebberg entstanden. Durch das Absterben der Frucht bei der Blüte wurde der Ertrag schon im Frühjahr redimensioniert. Da es vor der Ernte mehrere Wochen nicht regnete, blieben die Traubenbeeren klein und konzentrierten sich enorm. Alkoholpotentiale von 13,4 Volumenprozent bedeuteten Rekord. Einen weiteren Rekord massen wir nach dem Vergären im Keller. Der Tanninindex stieg in der Hunderterskala auf 90. Die Säurewerte sind hoch, jedoch sehr reif und ergeben zusammen mit der dramatischen Konzentration sowie den stützenden Gerbstoffen eine Ausgeglichenheit auf sehr hohem Niveau.</div> 03: Fassprobe (19/20): Traumhaftes, dichtes Bouquet, Backpflaumen, Teernoten, Dörrbananen, Zedern, extrem tiefgründig, bleibt trotz seiner unglaublichen Intensität sehr nobel. Auch im Gaumen königliche Erhabenheit, schwarze Beeren und Mahagoninoten, Trüffel und Black Currant, extrem feine Tanningliederung, die süsslich ausstrahlt, umfassende Adstringenz, extrem nachhaltig. Hier beweist die Cos-Equipe, dass es möglich ist, an die alten Erfolge von 1985, 1988 und 1996 anzuknüpfen und dieser 2002er ist dann auch endlich wieder einmal der definitive Beweis, dass er in die Top-Kategorie der allerbesten Médoc-Weine gehört. Ein langlebiger Wein, der Klassik und Moderne in sich vereint. (19/20). Nochmals kurz vor der Füllung im April 2004 verkostet: Tiefes, extrem dunkles Violett-Granat. Verrücktes, nobles Bouquet, viel Edelhölzer, warme Frucht, Brombeeren und dunkle Nüsse. Im Gaumen füllig mit fetten, runden Tanninen, feine Schwarzschokonote im schmelzigen Extrakt, ein Traum-Cos, der seine Balance schon in der Jugend gefunden hat und sich weiter auf sehr hohem Niveau entwickeln wird, tolles, intensives Rückaroma. (19/20). 07: Intensives, dichtes Bouquet, reife Pflaumen, Edelhölzer, dunkle Schokolade, vielleicht im Moment etwas zurückhaltend, aber eine wahre Grösse im Ansatz zeigend. Reicher Gaumen, fette Tannine die jetzt schon Schmelz zeigen, Cassis im Innern, reife, kleine getrocknete Früchte, zeigt Reserve und wird sicherlich gross. 09: Momentan eher veschlossen und etwas Kanten von seiner Konzentration zeigend. Ich nehme ihn ein Bisschen zurück auf 18/20 und hoffe, dass er in zwei, drei Jahren dann wieder auf Fassprobenniveau liegt. 11: Jetzt am Anfgang einer wohl gut 15 Jahre dauernden Genussreife. Viel Mokka und Röstnoten, etwas Pumpernickelbrot mit einem mittelgewichtigen, aber doch gut fleischigem Körper. Vom Markt her ein absolut erschwinglicher Cos. (18/20). 12: Noch sehr dunkel mit fast violettem Schimmer. Die Nase zeigt schwarze Kirschen, Zederntouch, exotische Hölzer, facettenreich und vielschichtig, mittlerer Druck. Feiner Stoff im Gaumen, konzentriertes Extrakt, Lakritze und schwarzes Pfeffermehl im leicht mürben Finale. Man ging hier knapp an die Grenze bei der Vinifikation. (18/20). 13: Bei einem Diner auf Cos bereitete er jungen und auch grossen Trinkgenuss. Es ist einer der wenigen grossen 2002er welcher noch etwas viel Reserven hat - ausser Mouton. (17/20). 16: Jetzt sit er abgeschlankt, die Frucht is schier verschwunden und es kam nicht mehr viel nach. Im Gaumen schlank und mit einer vordergründigen Kernigkeit. Unbedingt autrinken. Ich hätte nicht gendach, dass er so schnell abgibt ohne dabei oxydativ zu werden. (16/20). 20: Sattes, sehr dunkles Weinrot mit einer Dichte, welche die Jahrgänge 2000 und 2001 in den Schatten stellt. Intensives Bouquet, sanft reduktiv (Mercaptan), schwarzbeerig, Mocca, Pumpernickel Brot. Im Gaumen satt, mit einer unlogischen Muskulatur für den Jahrgang. Auch hier zeigten dunkle Röstaromen einen forschen Vinifikationsparcours. Er blufft sich ein bisschen durch und will wohl zu gefallen wissen. Typizität und Ehrlichkeit wäre anders. Im Finale zeigt er dann deutlich die verschwenderische Extraktion. Immerhin zeigt er sich heute besser als früher. Trotzdem vermute ich, dass er nach und nach austrocken wird. (17/20). 21: Noch recht dunkles Granat, aussen minim ziegelrote Reflexe zeigend. Das Bouquet beginnt dezent floral und zeigte einen coolen, also knapp reifen Cabernetschimmer. Tintiger Ansatz, ein Hauch Geraniol und beginnende Noten von Liebstöckel. Gut gehaltener Gaumen, im aromatischen Finale findet man einerseits Restfrucht, andererseits auch welke Blattnoten. Endphase mit gutem Niveau. (17/20).

16

/20

Bettane+Desseauve

Im Vergleich zu den beiden vorherigen Jahrgängen zeigt er einen nervigeren, pflanzlicheren Charakter, zugleich aber auch eine interessante Mundsensualität. Noch nicht ganz ausgereift, aber ein Übergangsjahrgang.

88

/100

Jean-Marc Quarin

Jean-Marc Quarin

Logo auf dem Korken: Die Krone Fehlerhafte Flasche Dunkle, intensive Farbe mit leichter Reifung. Mäßig aromatische Nase mit reifer Frucht und einem Hauch von Zedernholz. Sanfter Auftakt, schmeichelnd am Gaumen, entwickelt sich jedoch im Finale extrahiert und herb. Das ist eine fehlerhafte Flasche!

Beschreibung

Ein weicher und samtiger Rotwein aus Saint-Estèphe

Das Weingut

Im Norden des Médoc, auf dem Hügel von Saint-Estèphe, erhebt sich majestätisch das Château Cos d’Estournel. Wie ein wahrer Maharadscha-Palast überraschen und fesseln das Schloss und seine Pagoden den Blick. 1791 erbte Louis-Gaspard d’Estournel Hektar von Weinbergen und ließ das Anwesen errichten. Dieser Abenteurer und Weltenbummler verlieh mit seinem Faible für Exotik und Orient dem Château Cos d’Estournel diese im Médoc so einzigartige Architektur. Im Besitz von Michel Reybier seit 2000, erstrahlt das Château Cos d’Estournel weiterhin in der Appellation Saint-Estèphe und reiht sich in die Liste der größten Weine der Welt ein, indem es sich durch seinen einzigartigen Stil auszeichnet, bei dem die Suche nach Schönheit und Exzellenz ein ständiges Streben ist.

Der Weinberg

Als Referenz unter den großen Weinen von Saint-Estèphe genießt das Château Cos d’Estournel eine außergewöhnliche geografische Lage. Sein Weinberg befindet sich nämlich am Rande eines Plateaus, in unmittelbarer Nähe zur Gironde-Mündung. Der Weinberg profitiert daher von einem maritimen Klima, während er vor Unwettern geschützt ist. Die Reben sind auf zwei Hügeln und einem zentralen Plateau gepflanzt, profitieren von einer idealen Ausrichtung und guter Belüftung.

Assemblage

Cabernet Sauvignon (58 %)
Merlot (38 %)
Cabernet Franc (3 %)
Petit Verdot (1 %)

Verkostungsempfehlungen für den Château Cos d’Estournel Rouge 2002

Verkostung

Auch wenn dieser Jahrgang von niedrigen Erträgen geprägt ist, besticht er durch sein Gleichgewicht, seine Geschmeidigkeit, seinen samtigen Touch sowie seine köstlichen Noten von Gewürzen, Tabak und Weihrauch.

Château Cos d'Estournel 2002
2.0.0