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Château Léoville Poyferré 2017
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Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Château Léoville Poyferré 2017
Verkostung
Farbe
Der Wein zeigt eine tiefe Farbe mit intensiven purpurschwarzen und granatroten Reflexen.
Nase
Die äußerst komplexe Nase verströmt großzügige Aromen reifer schwarzer Früchte wie Cassis, Brombeere und Pflaume. Anschließend öffnet sie sich zu zarten floralen Noten von Veilchen und Rose, dezent unterlegt mit Nuancen von Zedernholz, Zigarrenkiste, milden Gewürzen und Graphit.
Gaumen
Am Gaumen bietet der Wein eine dichte Substanz und eine schmelzige Mitte, perfekt ausbalanciert durch eine schöne Frische. Die überaus feinen und besonders seidigen Tannine verleihen dem fruchtreichen Körper Struktur, der in einen langen, mineralischen und erfrischenden Abgang mündet.
Weinpairing
Dieser Rotwein passt hervorragend zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch wie einem Lammkarree mit Kräutern oder einer Côte de Bœuf. Ebenso ist er ein wunderbarer Begleiter zu Wildgerichten, geschmorten Rinderbäckchen sowie gereiftem Hartkäse wie altem Comté oder Parmesan.
Servieren und Lagerung
Um diesen Jahrgang 2017 in vollen Zügen zu genießen, empfiehlt es sich, ihn bei einer Temperatur von etwa 15,5 °C zu servieren, nachdem er ein bis zwei Stunden dekantiert wurde. Dank seines hervorragenden Potenzials kann dieser Wein im Keller reifen und bis etwa 2047 genossen werden.
Die fruchtige Fülle und Sinnlichkeit eines ikonischen Weins aus Saint-Julien
Das Weingut
Obwohl seine weinbaulichen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, entstand das Château Léoville Poyferré offiziell im Jahr 1840 durch die Teilung eines großen Anwesens. Das 1855 als Second Grand Cru Classé eingestufte Juwel aus Bordeaux befindet sich seit 1920 im Besitz der Familie Cuvelier. Heute wird das Weingut von Sara Lecompte Cuvelier geleitet und erstreckt sich über 80 Hektar. Es zeichnet sich durch sein starkes Engagement für nachhaltigen Weinbau und Weintourismus aus und erzeugt Weine, die Kraft und Eleganz vereinen und dem Ruf ihrer renommierten Appellation gerecht werden.
Der Weinberg
Der Weinberg liegt im Herzen der Appellation Saint-Julien auf Kiesterrassen aus der Mindel-Eiszeit mit sandig-tonigem Untergrund. Die Reben, die im Durchschnitt rund vierzig Jahre alt sind, werden umweltschonend bewirtschaftet. Das Weingut setzt auf nachhaltige Praktiken ohne Herbizide oder synthetische Pestizide, integriert biologische Schädlingsbekämpfung und verfolgt einen teilweise biodynamischen Ansatz, um die Vitalität der Böden und die Biodiversität zu bewahren.
Der Jahrgang
Das Jahr 2017 war von wechselhaften Witterungsbedingungen geprägt, insbesondere von einer schweren Frostperiode im Frühjahr, die die Region heimsuchte. Die Lage des Weinguts blieb jedoch verschont und profitierte von mildem Wetter, das eine zufriedenstellende Reifung der Beeren ermöglichte. Trotz einiger Niederschläge gegen Ende der Saison verlief der Vegetationszyklus günstig, sodass die Lese zwischen Ende September und Anfang Oktober stattfinden konnte.
Vinifizierung und Ausbau
Nach der Handlese werden die Beeren einer strengen Selektion unterzogen, einschließlich einer optischen Sortierung. Die Vinifizierung erfolgt parzellenweise. Sie beginnt mit einer Kaltmazeration vor der Gärung, um die Aromen schonend zu extrahieren. Anschließend reift der Wein 18 bis 20 Monate in Barriques aus französischer Eiche, von denen etwa 80 % neu sind.
Rebsorten
Diese Assemblage besteht aus 68 % Cabernet Sauvignon, 27 % Merlot, 3 % Cabernet Franc und 2 % Petit Verdot.




