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Château Grand-Puy-Lacoste 2023
am Lager
95
/100
Vinum
Einmal mehr mit viel Tiefgang, facettenreich, verspielt, komplex; seidige Gerbstoffe umhüllen die Frucht, baut Druck auf, hallt sehr lange nach. Klassisch gebaut.
95
/100
Decanter
Duftige florale und Schwarze-Johannisbeer-Noten in der Nase. Gerade reifes Obst, auf der hellen Seite, aber nichts wirkt fehl am Platz, weder zu hochtonig noch zu sauer. Es fehlt ein Hauch an Dichte, doch das wird durch Präzision und Nuance wettgemacht. Viele feine, salzige und würzige Tannine stützen die reine Frucht, mit einer Graphitnote, die auf der Zunge nachhallt. Sauber und fokussiert, nicht besonders vertikal oder breit, aber zweifellos mit Finesse. Durchgehend mundwässernd und minzig. Sehr klassisch und elegant mit feinem Reifepotenzial. Exzellente Qualität. Ausbau zu 75 % in neuem Holz. pH 3,56. Ertrag von 48 hl/ha. 55 % Grand Vin Produktion. 12,5 % Presswein.
94
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Vinous
Neal Martin
Der Grand Puy Lacoste 2023 besitzt ein zurückhaltendes, wunderschön definiertes Bukett, das sich mit Aromen von Brombeere, Wildrose, Zedernholz und einem Hauch von Bleistiftkasten öffnet. Am Gaumen mittelgewichtig, mit saftig-würzigem Auftakt, feinem Griff, recht linear und stilistisch sehr stimmig, ganz im Sinne des GPL-Stils. Im Abgang zeigt er einen feinen Griff und etwas mehr Länge, als ich ihn noch vom Fass wahrgenommen hatte: ein hervorragender Pauillac, der drei bis vier Jahre Flaschenreife benötigen wird.
94
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Vollmundig, saftig, frisch und reich zeigt der Wein in der Nase seine Aromen von Brombeeren, Tabakblatt, Zedernholz, Zigarrenkiste und Bleistiftmine. Am Gaumen wirkt er lebendig, beschwingt und energiegeladen, ohne zu grell zu sein, sodass alles in Balance bleibt – mit viel bissiger Cassisfrucht und einem herzhaften, pfeffrigen Abgang, der lange nachklingt. Die Cuvée besteht aus 77 % Cabernet Sauvignon und 23 % Merlot. Trinkreife: 2029–2060.
95
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Falstaff
Falstaff
Dunkles Rubin, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Aufhellung am Rand. Zarte Orangenzeste, reife Kirsche, ein Hauch von Cassis, feine Würze vom Eichenholz, einladendes Bouquet. Saftige, frische rote Frucht, finessenreiche Struktur, reife, runde Tannine, salzig-mineralisch, wirkt leichtfüßig, bleibt lange haften, zarter Stil mit Frische und Länge.
94
/100
Jane Anson
Jane Anson
Schöne, tief rubinrote Farbe; Kakaobohne, Cassis, Heidelbeere, salziger Cracker, Vanilleschote; weit und großzügig am Gaumen, mit viel Schiefer und Graphit sowie rauchiger Eiche im Abgang. Klassisch, fein und mit typischem Appellationscharakter. 75 % neues Holz, der Rest einjährig; rund 60 % der Produktion entfallen auf diesen Erstwein. Lese vom 11. bis 28. September. Berater: Hubert de Boüard, zweimal verkostet.
96
/100
Yves Beck
Der von Lacoste-Borie angekündigte Glanz findet sich in Grand-Puy-Lacoste deutlich wieder, jedoch in einer stärker gefassten, subtileren Ausprägung, mit dem strukturgebenden Beitrag des Holzes, während Noten von schwarzen Beeren und Lakritz ein einladendes Panorama eröffnen, das vom sonnigen Charakter des Jahrgangs getragen wird. Ausgestattet mit einer erfrischenden Struktur und perfekt eingebundenen Tanninen zeichnet sich der Wein durch seine Harmonie, seine Kraft und durch Tannine aus, die sowohl die energische als auch die geschmeidige Seite bewahren. Zudem profitiert er vom energetischen, belebenden Beitrag seiner Säure, die so eine vollendete Harmonie mit schönen Perspektiven zeigt – sei es in Sachen Frische oder Lagerpotenzial. Ein zeitgenössischer Wein, der den kulturellen Reifegrad des Guts zu verkörpern weiß. Immer gut zu sein… ist das nicht die Definition eines großen Weins?
94
/100
Vertdevin
Die Nase ist fruchtig, aromatisch, gestreckt und zeigt eine gewisse Reife. Sie zeigt Noten von Kirschlikör, recht reifen roten Beeren und etwas dezenter von Kräutern, verbunden mit feinen Anklängen von Aufguss, Sternanis und einer Prise Pfeffer. Am Gaumen ist der Wein fruchtig und bietet Mineralität, Genauigkeit, Präzision und eine gewisse Reife. Er zeigt Noten von Sauerkirsche, fast gerösteter Himbeere und etwas dezenter von saftiger/fleischiger Brombeere, verbunden mit Anklängen von rassiger Mineralität, feinen rauchigen Noten, Kräutern sowie einem diskreten Hauch von Salbei und süßen Gewürzen. Guter Nachhall.
94
/100
Wine Spectator
James Molesworth
Ein Pauillac wie aus dem Lehrbuch, mit einer leicht zurückhaltenden Anmutung, getragen von einem felsenfesten Kern aus Cassis- und herber Kirschfrucht, verbunden mit einer strahlenden, eisenhaltigen Struktur. Würzige und tabakige Nuancen blitzen auf und verleihen bis ins gemeißelte Finale hinein zusätzliche Energie. Zeigt die eher bescheidene Dimension des Jahrgangs, doch alles ist stimmig proportioniert. Für den Keller. Cabernet Sauvignon und Merlot. Am besten von 2028 bis 2043. 10.000 Kisten produziert.
96
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Dunkelrote Farbe mit purpurnen Reflexen. In der Nase mittelintensiv, fein, fruchtig und subtil, mit dem Schwenken des Glases zunehmend komplexer. Ein Gefühl von Seltenheit. Präziser Auftakt, in der Mitte voll, mit feinem Brombeeraroma und cremigem Körper; der Wein zieht sich in ein sehr aromatisches Finale, auf einem Hauch von Tannin … ohne Tannin. Insgesamt zugleich fein und üppig, was bei einem so niedrigen pH-Wert (3,55) sehr selten ist.
95
/100
Robert Parker Wine Advocate
Yohan Castaing
Aus 77 % Cabernet Sauvignon und 23 % Merlot komponiert, ist der Grand-Puy-Lacoste 2023 sehr gelungen und verströmt Aromen von Cassis, dunklen Beeren, Zigarrenblatt und Rosenblättern, getragen von einer feinen minzigen Nuance. Mittel- bis vollmundig, umhüllend und nahtlos, wird er von pudrigen, samtigen Tanninen und einem vielschichtigen Mittelgaumen geprägt, der in ein langes, lebendiges und salziges Finale mündet. Ein Klassiker an dieser Adresse, der sich dennoch als besonders gelungener Jahrgang und als ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Angebot hervorhebt.





