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Château Haut-Bailly 1996
Bereitstellung durch den Produzenten ausstehend, versandbereit ab dem 16. Juli 2026
90
/100
Wine Spectator
Zeigt wunderbare Aromen von Beeren, Tabak und Vanille, ist voll- bis mittelkräftig, mit samtigen Tanninen und einem mineralisch-würzigen Nachhall. Direkt nach Haut-Brion ist dies der Wein aus Pessac. Am besten ab 2002. 10.000 Kisten produziert.
91
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Ich liebe die großartige, rauchige, erdige Nase mit Noten von Teer, Cassis, Zigarrenkiste und Brombeere. Am Gaumen mittel bis vollmundig, mit strengen, festen Tanninen; wenn Sie sehr Old-School-Bordeaux mögen, werden Sie diesen Aspekt des Weins wahrscheinlich mehr schätzen als ich. Im Abgang zeigt sich reichlich erdige, würzige, dunkelrote Frucht.
90
/100
Jeb Dunnuck
Jeb Dunnuck
Der 1996 Haut Bailly ist so klassisch, wie es nur geht, und zeigt sehr schön den fokussierteren, eleganten Stil dieses Jahrgangs. Zedernholz, Bleistiftspäne, Tabakblatt und reichlich erdige dunkle Früchte treten aus diesem mittelkräftigen, frischen, ausgewogenen, lehrbuchmäßigen Pessac hervor, der sich heute auf dem Höhepunkt trinkt. Er sollte weitere 15–20 Jahre halten.
17
/20
Weinwisser
Mittleres Granat, ein Hauch eines ersten Reifeschimmers, stark aufhellender, noch rubiner Rand. Wunderschönes Würzbouquet, tiefgründig mit klassischem Haut-Bailly-Ton, Lakritze, Trüffel und trockene Backpflaumen. Fester, dichter Gaumen, fleischige Statur, noch immer eine reifeverlangende Adstringenz, im Finale tabakige Cabernet-Würznote, langes Finale, nach weiterer Flaschenreife verlangend. kann unter Umständen noch einen Punkt zulegen.
18
/20
René Gabriel
97: Fassprobe (17/20): Süßes, pflaumiges Bouquet, verführerisch und schon recht spontan, dezente Röstnote darunter. Saftiger Gaumen, feingliedrig, fast tänzerisch mit seinen Finessen, im Finale Edelhölzer. 99: Ausladendes, facettenreiches Bouquet, reife Frucht, Edelholzduft, ein Hauch Melisse darin, burgundische Fülle. Saftiger, samtiger Gaumen, weiche Tannine, die über die Zunge rollen, Pflaumentöne und Vanille im Finale, feminine Graves-Eleganz (17/20). 03: Mittleres Granat, ein Hauch eines ersten Reifeschimmers, stark aufhellender, noch rubiner Rand. Wunderschönes Würzbouquet, tiefgründig mit klassischem Haut-Bailly-Ton, Lakritze, Trüffel und trockene Backpflaumen. Fester, dichter Gaumen, fleischige Statur, noch immer eine reifeverlangende Adstringenz, im Finale eine tabakige Cabernet-Würznote, langes Finale, braucht noch weitere Flaschenreife. Wenn er den richtigen Weg einschlägt, dann kann er noch einen Punkt zulegen. (17/20). 08: Wie kann man sich einen Wein am besten einprägen? Indem man ihn 3 Stunden lang trinkt. Das hat in diesem Fall nichts mit nobler Zurückhaltung, noch mit einer noch nicht bekannten Bordeaux-Diät zu tun, sondern mit der recht adäquaten Menge, von diesem späten folgenden Beschrieb des 96er Haut-Bailly, die an diesem 24. April im Bürgi's Bauernhof zur Verfügung stand. Nachdem es schon in Strömen 1998er Taittinger Comtes de Champagne «regnete» und anschliessend zum grob bestückten, hummerigen Süppchen noch vom 2000er Meursault Comtes-Lafon grosszügig in etwas kleinere Gläser eingefüllt wurde, gab es «genügend» Haut-Bailly 1996 im ganz grossen Glas. Genau zwei Imperialflaschen lang. So ein richtig knapper Business-Lunch für 23 Personen! Aber wer weiss, wer sich hinter dem Kürzel des Gastgebers «H. H.». versteckt, der vermutet auch richtig, dass es nachher auch noch irgendwie hätte Yquem geben müssen (1999, Doppelmagnum) oder/und eine Kiste 1994er Rauzan-Ségla. Letztere im Schwaden von derartig viel Havannarauch, sodass die lokale Feuerwehr von Euthal fast schon für einen Sondereinsatz einberufen wurde. Doch nun zum Hauptdarsteller: Dunkles Granat, noch keine Reifetöne. Sehr würziges, eher schlank anmutendes Cabernet Sauvignon-Bouquet, zuerst mit leich grünlichem Touch, dann mit Zedern, Tabak, schwarzen Pfefferkörnern und ersten Terroirreflexen, dahinter mit vorhandener, aber auch gleichzeitig verhaltener Frucht. Im Gaumen fein, auch eher schlank, mit feinen Muskeln um dies sich Säure und Tannin wickeln, zuerst mit gewisser Kaspelnote auf der Zunge, aber recht langem Finale. Das war die Degunotiz vor dem Essen. Aber wenn grosses Essen ins Spiel kommt, dann wird ein Bordeaux erst richtig zum Bordeaux. Mit Imperialbonus: 18/20. 11: Eine Magnum bei einem Lunch auf Haut-Bailly mit Veronique Sanders. Herrlich viel Terroirduft, Korinthen und Leder, Rauchnoten. Im Gaumen fest, gute Muskeln und genau so viel Fleisch wie es bei einem grossen Légonan braucht. Entwickelt sich immer mehr zu einem ziemlichen grossen Klassiker der am Anfang - nicht nur von mir - unterschätzt wurde. (18/20). 13: Herrlicher, reifer Duft, Terroir, etwas Maggikraut, kalter Bratenjus, Zedern. Zwei Stunden dekantieren. (18/20). 21: Mittleres Granat mit aufhellendem Reiferand. Das Nasenbild ist sehr erdig, zeigt torfige Noten und gebrauchtes Leder. Er wirkt entsprechend trocken im Ansatz, obwohl man im Nasenbild auch Spuren von Rosinen findet. Im zweiten Ansatz getrocknete Küchenkräuter und eine Nuance von braunem Peru Balm. Im Gaumen stark adstringierend. Dies deshalb, weil es den massiven, unentwickelten Gerbstoffen just nach dem Entkorken der an Charme fehlt. Eigentlich ein recht brachialer Wein mit weiterem Potential. Am Abend war ich beim zweiten Kontakt wie bei «von Saulus zu Paulus». Wie ein Wunder hatte er eine traumhafte Performance hingelegt. Den Charakter behielt er, verfeinerte sich aber und zeigte eine tolle Balance. Die Bordeaux Weine aus dieser Zeit muss man offensichtlich zwingend dekantieren. Sonst erlebt man nur die Hälfte. (18/20).
18
/20
André Kunz
Samtenes, elegantes, volles Bouquet, Brombeeren, Kirschen, Edelhölzer, Erdnüssen. Eleganter, seidener, feiner Gaumen mit kräftiger Aromatik, feinem Tannin, dichter Struktur, langer, voller Abgang. 18/20 trinken - 2034
92
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Dunkle, gereifte Farbe. Fruchtige Nase mit Noten von nassem Leder. Weicher, schmackhafter, aromatischer Gaumen, sehr fruchtig, mit feinen, nahezu verschmolzenen Tanninen. Sehr langer Abgang. Der Wein ist sehr gut, mit einem leicht „kühlen“ Charakter.
87
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Haut-Baillys 1996er zeigt weniger Charme als gewöhnlich, bietet jedoch moderat intensive Johannisbeer-/Kirschfrucht, kombiniert mit erdigen Noten, Rauch und neuem Eichenholz. Ein eleganter, mittelkräftiger Wein mit trockenen Tanninen im Abgang; er wird niemals ein Schwergewicht sein, besitzt aber viel Persönlichkeit und potenzielle Komplexität. Erwartete Trinkreife: 2003–2015.

