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Château Haut-Bailly 1999
am Lager
88
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Dieser Wein ist leicht bis mittelschwer, mit süßen Johannisbeer- und rauchigen Aromen sowie einem Hauch von Eiche im Hintergrund, dazu reichlich rote Früchte, Vanille und getrocknete Kräuter. Ein geschmeidiger, gut ausbalancierter Wein, der jetzt und in den nächsten 12 bis 15 Jahren getrunken werden kann.
91
/100
Decanter
Ein warmes, aber recht nasses Jahr, in dem die gut drainierenden Kiesböden von Haut-Bailly von Vorteil waren. Wirkt etwas weiter entwickelt als der 1998er, mit Fokus auf geräucherte Himbeere, kühle Asche und erdige Aromatik. Erneut sind Eleganz und Balance prägend, mit saftiger, sehr zugänglicher Trinkigkeit, getragen von Schichten subtiler Aromen und exotischer Gewürze.
87
/100
Vinous
Stephen Tanzer
Mittleres Rot mit mäßiger Farbintensität. Aromen von roten Früchten, Leder, Tabak und gebratenem Fleisch, dazu eine Note frischer Kräuter. Am Gaumen ordentliche Intensität roter Früchte, könnte jedoch mehr Schmelz und Tiefe vertragen. Weniger strukturiert als die nachfolgenden Jahrgänge. Durch die geringere Dichte wirken die Tannine etwas trocken. Die leichte Kräuternote kehrt im Abgang wieder.
90
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Mittelkräftiger, strahlender, frischer, floraler Wein, voller Cassis, roter Johannisbeeren und Erdbeeren, mit Anklängen von feuchter Erde und Tabakblatt. Vom klassischen Stil, mit viel knackiger Säure und einem leicht pikanten Abgang nach roten Beeren, Kräutern und erdigen Noten. Wahrscheinlich in voller Reife.
91
/100
Jeb Dunnuck
Jeb Dunnuck
Der Château Haut-Bailly 1999 ist ein weiterer raffinierter, eleganter Jahrgang dieses außergewöhnlichen Châteaus. Getrocknete Blumen, Tabak, zedrige Kräuter sowie rote und schwarze Früchte prägen das Aromenspiel. Am Gaumen zeigt er sich mittelkräftig, mit fein dosiertem Reichtum, einem seidigen, eleganten Mundgefühl und bemerkenswerter Länge. Er ist keineswegs wuchtig, überzeugt jedoch durch seinen außergewöhnlichen Charme, seine Komplexität und seine Nuancen.
16
/20
Weinwisser
Stark aufhellendes Rubin-Granat, erstaunlich wenig Farbtiefe. Delikates, bereits recht zugängliches Bouquet, rote Kirschentöne, Kaffee, Toastaromen. Im Gaumen für einen 99er etwas zu leicht geraten, saftige Tannine, leicht bitteres Schalenextrakt, eher pelzige und körnige Gerbstoffe, verhaltenes Finale. Eine verpasste Chance.
16
/20
René Gabriel
00: Fassprobe (16/20): Offenes Bouquet, florale, blumige Noten, Waldbeeren, grüne Blätter. Leichter Gaumen, trotzdem aber ein recht cremiges Extrakt, viel rote Beeren- und Zwetschgennoten darin, gute Länge, strenger, kerniger Körper, meilenweit hinter seinen Erwartungen und dem generellen Potential der Region. 03: Stark aufhellendes Rubin-Granat, erstaunlich wenig Farbtiefe. Delikates, bereits recht zugängliches Bouquet, rote Kirschen-, Kaffee- und Toastaromen. Im Gaumen für einen 99er etwas zu leicht geraten, saftige Tannine, aber auch leicht bitteres Schalenextrakt, die Gerbstoffe sind eher pelzig und körnig, verhaltenes Finale. Eine verpasste Chance! 16/20 2003 – 2012
15
/20
André Kunz
Verhaltenes, hartes Bukett mit Maggie, Sellerie. Harter, schlanker, trockener Gaumen. Mittlerer Abgang. 15/20 trinken - 2007
93
/100
Jane Anson
Jane Anson
Die Aromatik tendiert eher zu Unterholz als zu den zerdrückten Rosen von 1998; die Farbe ist weiterhin ein kräftiges Rubin mit rostigen Nuancen und öffnet sich mit Noten von geröstetem Sandelholz und bestäubten Kakaobohnen, sanfter Olive, Eisen, Himbeerfrucht, Tabak, Lagerfeuer und Asche. Erneut dieses schwebende Gefühl und schmeichelnde Tannine – so ausgewogen und ungemein animierend. Schwer, die gezeigte zurückhaltende Eleganz nicht zu lieben. Lese vom 10. September bis 5. Oktober. Denis Dubourdieu als Berater. 50 % neues Holz.
93
/100
Le Figaro Vin
Ein frisches, natürliches, fesselndes Bouquet mit einer verführerischen Fruchtfülle. Am Gaumen sind Intensität und Konzentration der Frucht für einen 24 Jahre alten Wein beeindruckend. Eine gewisse duftige Sanftheit begleitet die Kraft im langen Abgang.
90
/100
Yves Beck
Der 1999er zeigt deutlich sein Alter, ohne dabei die klassischen mineralischen Noten zu vermissen, die das Terroir Haut-Bailly zu verleihen weiß. Zudem offenbart er Nuancen von Eukalyptus und Kampfer, schließlich auch fruchtige Anklänge. Am Gaumen ist der Wein schlank, saftig und straff. Der Abgang besitzt eine gute Länge. Der Wein macht unmissverständlich deutlich, dass es Zeit ist, ihn zu trinken. Dennoch unterstreicht er die Finesse, für die Haut-Bailly bekannt ist.
90
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Dunkle, gereifte Farbe. Das Bouquet beginnt sich zu öffnen. Nach wie vor fruchtig. Am Gaumen schmelzend und geschmeidig, zart, sehr duftig und am Ende schlicht unschluckbar – man kann ihn einfach nicht ausspucken. Ein Genuss. Hier spürt man deutlich, dass Flaschen, die das Château nicht verlassen, in der Regel in besserer Verfassung bleiben.
16
/20
Terre de Vins
Sein berührender Klassizismus erinnert daran, wie sehr der Stil von Haut-Bailly auf Lagerfähigkeit ausgelegt ist. Als früher Jahrgang, den Launen des Wetters ausgesetzt, erweist sich 1999 als Musterknabe. Das Bouquet vereint Noten von Pelz, Zigarrenkiste und Kirschkernen. Und welch Frische noch! Die Spannung trägt die Struktur, geschliffen wie eine Primaballerina, bis hin zu einem langen, von Lebendigkeit getragenen Finale. Die Substanz wirkt feiner, aber dennoch zart, wie ein geschmeidiger Schleier.

