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Domaine Henri Boillot : Bâtard-Montrachet Grand cru 2023
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Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Bâtard-Montrachet 2023 vom Domaine Henri Boillot
Degustation
Robe
Die Robe zeigt einen zarten, blassen Zitronengelbton, der von feinen grünen Reflexen veredelt wird, wie sie typisch für junge Weißweine der Region sind.
Nase
Die Nase öffnet sich mit großer Finesse und zeigt Aromen von weißen Blüten und frischer Mandel. Bei der Belüftung gewinnt das Bouquet an Komplexität und offenbart Noten von Trockenfrüchten, feine geröstete Nuancen sowie pflanzliche und mineralische Akzente.
Gaumen
Der Gaumen zeichnet sich durch sein luftiges Profil und seine große Eleganz aus. Er zeigt eine energische Struktur, getragen von einer salzigen Mineralität und Aromen von Zitrusschalen. Die Balance zwischen der Fülle in der Mitte des Gaumens und einer strahlenden Frische ist perfekt und führt zu einem lebendigen Abgang.
Weinpairing
Dieser große Weißwein harmoniert wunderbar mit raffinierten Gerichten wie Schalentieren, festfleischigen Fischen wie Seeteufel oder Geflügel mit einer cremigen Pilzsauce. Ebenso begleitet er auf subtile Weise gereifte Käsesorten.
Servieren und Lagerung
Dieser Bâtard-Montrachet 2023 kann nach einigen Jahren Kellerreife genossen werden, wobei der optimale Trinkzeitraum etwa zwischen 2026 und 2035 empfohlen wird, obwohl seine Struktur eine Entwicklung weit darüber hinaus ermöglicht.
Die reine und mineralische Expression eines Grand Cru aus Burgund vom Domaine Henri Boillot
Der Produzent
Das 1885 gegründete Domaine Henri Boillot ist eine wahre Institution in Burgund. Der in Meursault ansässige Betrieb erstreckt sich über ein Weinbaugebiet von 15 bis 19 Hektar, verteilt auf prestigeträchtige Terroirs. Heute steht Guillaume Boillot an der Spitze des Weinguts und führt das familiäre Erbe fort, nachdem sein Vater Henri verstorben ist. Das Weingut zeichnet sich durch seinen „ultra-schonenden" Weinbauansatz aus, der bereits in den 1990er-Jahren eingeführt wurde und darauf abzielt, Eingriffe zu begrenzen, um die reinste Authentizität der Terroirs zum Ausdruck kommen zu lassen.
Der Weinberg
Die rund 0,32 Hektar große Parzelle Bâtard-Montrachet des Weinguts profitiert von einer außergewöhnlichen Lage an der Grenze zwischen Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet. Die nach Südosten ausgerichteten Reben gedeihen in einer Höhe von 240 bis 250 Metern auf lehmreichen, kalkhaltigen braunen Böden. Das Weingut wendet eine hohe Pflanzdichte von 10.000 Rebstöcken pro Hektar an, um die Wuchskraft der Reben zu kontrollieren und eine tiefe Verwurzelung zu fördern, was den mineralischen Ausdruck des Terroirs unterstützt.
Der Jahrgang
Das Jahr 2023 war von besonders warmen klimatischen Bedingungen geprägt und zählt zu den heißesten je in der Region verzeichneten Jahrgängen. Der Vegetationszyklus musste einem erheblichen Wasserstress sowie einem starken Pilzdruck standhalten. Trotz dieser Herausforderungen erwies sich die Ernte als großzügig. Die Weinlese begann außergewöhnlich früh, bereits am 27. August, wodurch Beeren mit optimaler phenolischer Reife geerntet werden konnten.
Vinifikation und Ausbau
Die von Hand gelesenen Trauben werden einer strengen Selektion unterzogen. Um die Frische und Reinheit dieses Bâtard-Montrachet 2023 zu bewahren, verzichtet das Weingut bewusst auf die Praxis des Bâtonnage. Der Ausbau erfolgt über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Monaten in Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 350 Litern, davon 25 % Neuholz – ein spezielles Format, das gewählt wurde, um den Einfluss des Holzes zu mildern. Anschließend wird der Wein behutsam geschönt und vor der Abfüllung nur minimal filtriert.
Rebsorte
100 % Chardonnay.






