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Château d'Yquem 1970
Bereitstellung durch den Produzenten ausstehend, versandbereit ab dem 5. August 2026
90
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Etwas weniger entwickelt als der 1971er und für mich stets einen Hauch weniger interessant und komplex, ist der Yquem 1970 ein großzügig dimensionierter, reicher, vollmundiger, recht alkoholreicher Yquem mit beachtlicher geschmacklicher Tiefe sowie frischer Säure. Im Gegensatz zum 1971er, der sich nahe an seinem Reifehöhepunkt befindet, hat dieser Wein noch einen langen Weg vor sich und wirkt beeindruckend, zeigt jedoch noch nicht sein ganzes Potenzial. Erwartete Reife: jetzt–2025. Zuletzt verkostet: 11/84.
84
/100
Wine Spectator
Aus einem hoch angesehenen Yquem-Jahrgang hat diese Flasche enttäuscht. Der Wein wirkt derzeit streng: Noten von Bratapfel, getoastetem Holz und stark geröstetem Brot, doch es fehlt die mitreißende Frucht, die für Balance sorgen würde. Mit der Zeit könnte er sich verbessern, aber im Moment ist der Abgang sehr hart und sogar bitter. – Yquem-Vertikale. Am besten nach 2009.
17
/20
Jancis Robinson
Jancis Robinson
Reichhaltig und sehr süß, mit mehr als nur einem Hauch von Orangenschale. (JR)
92
/100
Vinous
Neal Martin
Der Yquem 1970 stammt aus einem Jahrgang, der von den Rotweinen dieses Jahres und vom darauffolgenden Sauternes-Jahrgang in den Schatten gestellt wurde. Lorenzo Pasquini, der im vergangenen Jahr Sandrine Garbay als Chefönologe ablöste, sagte mir, dass dieser Wein 102 g/L Restzucker enthält. Mit zarten grünlichen Reflexen am Rand verströmt diese Flasche verführerische Düfte nach Crème brûlée, Orangenschale und Mandarine; mit der Zeit zeigt sich zudem ein Hauch Rosenwasser. Am Gaumen ist der Auftakt frisch, mit Noten von Sevilla-Orangenmarmelade, Rooibos und trockenem Honig. Es ist kein besonders komplexer Yquem, aber für den Jahrgang sehr lobenswert. Ich bewundere, wie er sich im Glas entfaltet. Die Flaschen sollten jetzt und in den nächsten zehn Jahren geöffnet werden. Das ist zweifellos die beste Flasche, die mir begegnet ist.
92
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Orangefarben in der Farbe und fruchtbetont, mit Anklängen von Karamell, Butterscotch, gerösteten Nüssen, Aprikosen, Honig und kandierten Zitrusfrüchten, zeigt der Wein Frische und Energie, doch ihm fehlt die Tiefe und Süße der besten Jahrgänge. Er befindet sich eindeutig in einer fortgeschrittenen, sekundären Entwicklungsphase.
16
/20
Weinwisser
Goldgelb. Einseitige, aber angenehme Nase. Karamell, gebrannte Mandeln, Rauch. Der Gaumenauftakt ist, anfangs, erstaunlich trocken; beinahe hätte ich geprüft, ob es kein Y ist. Leicht cremiger Charakter. Leichter Bitterton im Finale.
18
/20
René Gabriel
Die besten Flaschen sind 17/20 Punkte wert. Doch viele Eindrücke schwankten zwischen 15/20 bis 16/20 Punkten. Aus meinem Keller im Jahr 1988: Duftendes, ausgeglichenes Bouquet mit einem Aprikosentouch. Im Gaumen stoffig mit Tanninresten. Ein Sauternes, der mehr auf Eleganz und Feinheit setzt. 1991 in Belgien getrunken, machte er eher wenig Spass. Ich glaube immer mehr, dass 1970 auf Yquem die Etiketten mit Fargues verwechselt worden sind. Denn Fargues ist bedeutend besser, während der 70er d'Yquem immer mehr trocken und zähflüssig wird. Ein Jahr später: Blumige Nase, Pimpernellen, Kreide; zart ausladend, entwickelt nach 30 Minuten Harz- und Kiefernnoten, helles Caramel, defensiv, Honig. Im Gaumen feiner Kapselton, der störend wirkt, aussen schmelzig, innen ledrig. Wurde vom Publikum höher bewertet. Ihm fehlt vor allem die Süsse. Die kreidigen Noten nehmen immer mehr Überhand, der Gaumen wird kapselig. Ein enttäuschender d'Yquem. Zum Abschluss einer umfassenden 70er Rotweinprobe 1995 machte er diesem sonst recht gross gelungenen Jahrgang wenig Ehre. 98: Reifendes Goldgelb mit Botrytis-Schimmer. Offenes, konfitüriges Bouquet; trotz Intensität eher simpel. Im Gaumen zu wenig Säure, pappiger Fluss, feine Bitterkeit im Extrakt, reift zu schnell, um eine grosse Entwicklung mitmachen zu können (17/20). 05: Als süssen Abschluss am Trüffelessen. Pfeffrige Nase mit einer unheimlich peppigen Botrytis, weil der Wein darunter trocken-süss ist, wirkt das Nasenbild fast etwas scharf. Im Gaumen eine polarisierende Süsse und Säure zeigend, das macht ihn intensiv, klaut aber auch eine Quäntchen Harmonie. Von den Aromen her, scheint er nochmals zu zulegen. 10: Ich servierte diesen Wein neben Rieussec und Lafaurie-Peyraguey im Sempacherhof. So konnte er seine demonstrative Grösse, respektive Differenz zu den anderen Sauternes eindrücklich zeigen. Hier ist keine Eile angesagt. (18/20). 12: Leuchtendes Goldgelb, aufhellender Rand. Irgendwie ist das Bouquet etwas hölzern, die Süsse wirkt so trocken, aber auch erstaunlich konzentriert, caramelisierte Orangenschalen, Ingwernoten. Im Gaumen mit viel Malz, leicht spröde im Extrakt, wirkt irgendwie unfertig und zeigt leider ganz feine Kapselnoten im Finale. Die Nase ist deutlich besser wie der Gaumen. 1970 war auch kein Sauternesjahr! Oder eine schlechte Flasche? 21: Die dunkelste Farbe aller verkosteten Sauternes in dieser Viererserie (Climens, La Tour Blanche und Guiraud). Delikates Bouquet; Melisse, Orangenblüten, Aprikosenkompott, ein Hauch von Bitterorangenmarmelade, Dörraprikosen, Safran, sowie deutlichen Malz- sowie Caramelnoten. Samtener, fülliger, schon fast opulenter Gaumen, die Säure stützt nur knapp und so ist dieser Yquem schier burgundisch im Ansatz, gebündeltes Finale. Jetzt in einer tollen Reife und viel Spass auf recht hohem Niveau bereitend. Kein wirklich ganz grosser Yquem. Hat mir aber sehr gut gefallen, weil er über der Konkurrenz stand. Das Wichtigste; er kann auch noch in den nächsten Jahrzehnten sorg- und stresslos getrunken werden. Eine Super Bouteille! (19/20).
19
/20
André Kunz
Samtenes, dichtes, komplexes, cremiges Bouquet, Orangeade, Dörraprikosen, Honig, Lindenblüten. Cremiger, dichter, samtener, fein opulenter Gaumen mit kräftiger Süsse, gut eingebundener Säure, vielfältiger, kräftiger Aromatik, langer, dichter Abgang. 19/20 trinken
95
/100
The Wine Independent
Lisa Perrotti-Brown
Der Yquem 1970 weist 103 Gramm Restzucker pro Liter auf und zeigt eine mittel bernsteinbraune Farbe. Kräftige Düfte von Toffee, Praline, getrockneter Orangenschale und Zimttoast steigen aus dem Glas, gefolgt von einem wunderbar reinen, fruchtigen Kern aus eingelegten Zitronen und Grapefruit. Am Gaumen sehr frisch und energisch, mit lebhaften Zitrusfruchtschichten und einem langen, nussigen Abgang. Im April 2023 auf dem Chateau verkostet.
98
/100
Le Figaro Vin
Der 1970er brachte einen Yquem von großer Fülle hervor: Der Wein ist vollmundig mit herrlichen Safranaromen. Insgesamt wirkt er lang, ziemlich lieblich, flamboyant, mit einem blendenden Finale. 14,25 % und 102 g/l. Säure: 4,61 g H2SO4.
92
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Kupferfarbene Farbe. In der Nase fruchtig und rauchig. Am Gaumen fruchtig, leicht likörig, dann schmackhaft, mit einer Entwicklung hin zu komplexeren Noten von Butter und Honig im Abgang.





