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Château d'Yquem 1989
Bereitstellung durch den Produzenten ausstehend, versandbereit ab dem 16. Juli 2026
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Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Als bevorzugter Süßwein der Millionäre hat Chateau d'Yquem mit dem neu veröffentlichten 1989er – wenig überraschend – eine brillante Leistung abgeliefert. Es ist ein groß dimensionierter, immens reicher Wein mit üppig-onktuos wirkender Textur, der sich mühelos ein halbes Jahrhundert oder länger entwickeln dürfte. Er zeigt nicht die mitreißende Finesse und Komplexität des 1988ers oder 1986ers, ist dafür aber deutlich kräftiger und reicher als beide Jahrgänge. Er erinnert an den 1976er, mit zusätzlicher Fülle und Glycerin. Der Wein ist extrem alkoholreich und opulent, mit einem riesigen Bouquet aus Rauch, honigüberzogenen Kokosnüssen sowie überreifen Ananas- und Aprikosennoten. Wie bei den meisten jungen Jahrgängen von Yquem ist die Struktur kaum wahrnehmbar. Diese Weine sind so stark extrahiert und reich und zugleich jung schon zugänglich, dass man kaum glauben mag, dass sie 50 Jahre oder länger halten werden. Der 1989er ist der reichste Yquem der achtziger Jahre und hat in puncto Komplexität einen kleinen Vorsprung gegenüber dem Kraftpaket 1983. Ob dieser Wein die außergewöhnliche aromatische Komplexität entwickeln wird, die die vielversprechenden Yquems 1988 und 1986 besitzen, bleibt abzuwarten. Zuletzt verkostet: 11/97
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Wine Spectator
Sehr edel und wunderschön, voller botrytischer Aromen. Wunderbare Verbindung von Vanille, Sahne und Zigarrenkisten-Noten; derzeit noch viel Holz, zugleich aber auch jede Menge reine, klare und elegante Frucht. Ein ganz junger Wein, der sehr lange reifen wird. -- Yquem-Vertikale. Am besten nach 2020. 12.500 Kisten produziert.
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Decanter
Ein bemerkenswertes, tiefgründiges Beispiel dafür, wie große Sauternes-Weine reifen, mit intensiven Marmeladennoten in der Nase. Obwohl es so wirkte, als gäbe es Anklänge von Passerillage, bestätigte Sandrine Garbay, dass keine getrockneten Trauben in die Assemblage gelangten. Eine subtile Botrytis-Note bereichert die Aromatik zusätzlich. Von bernsteinfarbener Tönung, ist der Gaumen von komplexen Aromen tropischer Früchte und Zitrusnoten von Limette und Orangenzeste geprägt, getragen von einer erfrischenden Säure und einem faszinierenden mineralischen Unterton. Dieser Wein hat noch mindestens 20 Jahre vor sich, vielleicht deutlich mehr. Aus einem Jahr mit sehr warmer Vegetationsperiode, bevor ein kühler, regenreicher September und ein deutlich kühlerer Oktober folgten. 80% Sémillon, 20% Sauvignon Blanc. Restzucker: 127 g/L.
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Jancis Robinson
Jancis Robinson
Halbflasche mit einem Etikett, das von der Kellerlagerung so gezeichnet ist, dass man den Alkoholgehalt – oder überhaupt vieles – nicht mehr erkennen kann, außer dem Jahrgang. Tiefes Tawny. Butterscotch und Crème brûlée. Wirklich herrlich! Frisch, aber mit einem trockenen Abgang nach immenser, betörender Süße. Sehr lang, mit Wellen von Fülle. So viel Leben und Klasse! (JR)
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Vinous
Neal Martin
Zum Abschluss zurück auf „heimischem Terrain“ mit dem Yquem 1989. Es ist ein Jahrgang, den ich in den letzten Jahren oft getrunken habe: Quitte, Aprikosen, Honig und Safran strömen in der Nase mit beeindruckender Präzision hervor. Am Gaumen zeigt er sich etwas straffer als in früheren Flaschen, mit Marmelade und Quitte im Vordergrund sowie einem energischen, ausgewogenen, intensiven Finale, das lange nachhallt. Es ist nicht die beste Flasche, die ich hatte, aber es fehlt nicht viel!
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Jeff Leve
Leve Jeff
Frische, Reinheit und noch mehr Schichten von gerösteten Aromen – Aprikosen, Ananas, gelbe Pflaumen –, dazu Nüsse, Karamell und Gewürze, überzogen mit Honig und Butterscotch, sind nur ein Teil dessen, was Sie hier erwartet. Es ist dieser rassige Zug, diese Spannung und Vibranz am Gaumen, die alles zusammenhält, mit einem lebhaften, anhaltenden Nachhall. So großartig das ist, es steht erst am Anfang. Ich kann mir vorstellen, dass er bei guter Lagerung noch mindestens weitere 50 bis 75 Jahre hervorragend zu trinken sein wird. Genau deshalb ist d’Yquem d’Yquem.
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Falstaff
Falstaff
Bernsteinfarbene Robe. Ein warmer Jahrgang mit Noten von Trockenfrüchten aus der passerillage. Sehr konzentriert. In der Nase wunderschöne, vielfältige Aromen von Potpourri, Moschusrose und Vanilleschote; am Gaumen eine bittere Tea-Tree-Note mit Anklängen von Chinin und Sandelholz sowie reiche Aromen von Lebkuchen, Melasse, getrockneten Äpfeln und Safran. RL
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Weinwisser
Das Bouquet ist noch etwas zurückhaltend. Filigrane Noten. Gebrannte Mandeln, Kaffee, Ananas, Passionsfrucht, Lindenblüte. Süsser und frischer Gaumenauftakt. Ein rassiger Wein mit lebhafter Struktur, viel Opulenz und Extrakt. Intensives Finale mit einem unendlich langen Nachklang.
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René Gabriel
Arrivage (19/20): Ausladendes, fettes Bouquet; die Botrytis ist in einer sanft marmeladigen Quitten- und Aprikosensüsse eingepackt, auch ein Hauch Curry und Koriander weht über das facettenreiche Nasenbild. Mundfüllender, Aromen-explosiver Gaumen; die Säure wirkt pfeffrig und im Moment noch polarisierend, aussen schmelzig, innen ein würziger Tokajer-Touch, der mit einer unendlich intensiven und buttrigen Sultaninennote endet. Ein reicher, verschwenderischer Rubens-Yquem, der dem 76er sehr ähnelt. 1998: Wenn das Glas frisch eingeschenkt ist, wirkt das Bouquet fast plumpsüss; erst nach etwa 5 Minuten kommt ein Hauch Botrytis zum Vorschein, doch mit jeder Minute wird das Spiel nuancierter sowie vielschichtiger und die enorme Fülle bleibt. Im Gaumen ebenfalls fett, viel Schmelz, nicht zu exotisch. Dieser Wein wird noch sehr viel Zeit benötigen, um sein wahres Potential zu zeigen. 99: Mittleres Gelb. Viel Vanille im Bouquet mit einer fast an Meursault erinnernden Grundaromatik darunter, ausserdem viel geballte, fast marmeladige Frucht; Karambole, Nektarinen, helles Caramel. Reicher, überschwappender Gaumen; fettig, fast ölig. Von der Konstellation könnte es wirklich der 76er sein; riche et ronde! 01: Mittleres, leuchtendes Goldgelb. Reiches, imposantes Süsswein-Bouquet; pfeffrig und enorm vielschichtig – Kumquats, Cakesfrüchte, geröstete Mandeln, Vanille und kandierte Orangen. Im Gaumen imposant und fett, die pfeffrige, langlebige Säure polarisiert sich noch mit der enormen Süsse, welche helles Malz, wiederum Vanille und gedörrte Aprikosen zeigt. In der aktuellen Phase erinnert er an den ebenfalls genialen 1976er Yquem in dessen Jugend. Ein Süsswein in Rubens-Form mit einem unsterblichen Alterungspotential. Aufgrund des Reichtums vielleicht eher kühl zu trinken, ansonsten er fast zu erschlagend wirkt (19/20). 03: Bei Moritz Zürcher im Restaurant des Bains in Avenches genossen: Fett, buttrig und immer noch Vanillespuren. Rubens pur! (19/20). An einem Wine & Dine bei Sepp Schriber im Herbst 2005 im Waldheim in Risch. Eine dicke, runde Sache, momentan fast noch mit einem zu grossen Süsseüberhang um jetzt schon zu entkorken. geniessen. Warten lohnt sich! 07: Aus dem Keller von Urs Ratschiller zu einem Lou-Lou-Vullykuchen als Abschluss einer grossen Toskana-2003-Weinprobe. Das war wirklich ein Rubens-Sauternes, reich und üppig. Ein unsterblicher Wein - besonders aus dieser Magnum! 09: Am Geburtstag von Luigi Zanini im Castello Luigi in Besazio erschien der Chef-Sommelier mit einer Impériale 1989 Château d’Yquem angerauscht. Als Startkapital zur Pfirsichtrilogie bekam jeder schon mal einen guten Dezi eingeschenkt. Ich notierte mir eine Tokajhafte Süsse die mit Rosinen, überreifen Aprikosen und frisch geschleudertem Herbsthonig bespickt war. Und dann nahm ich einen grossen Schluck, was dem Kellner nicht verborgen blieb. Obwohl ich Sauternes nicht ungern bei Kellertemperatur trinke, wurde dieser nach dem Einschenken sehr schnell wärmer als dieses Limit und so trank ich jeweils immer bei etwa 15 Grad den Rest des Glases. Dies bemerkte der Kellner jeweils aber sofort. Und so genoss ich diesen Rubenshaften, sicherlich eher wintertauglichen, schon fast dicken Nektar im Hochsommer à discretion in einer noch nie erlebten Kadenz. Ich kann ja nichts dafür, dass Luigi Zanini vor 70 Jahren im Sommer, bei Kriegsbeginn geboren wurde. Tanti auguri Luigi! 09: In einer Viererserie (1999, 1989, 1959, 1949) am Geburtstag von Walter Platzer am Attersee. Heiss, rosinierend, tokajhaft, vollsüss. Im Gaumen schwer und reich, Aromen von frisch geschleudertem Honig. 10: WIE SCHMECKT EINE ANGEBROCHENE FLASCHE 1989 CHÂTEAU D'YQUEM NACH 134 TAGEN? Ein ganz gewaltiges Kühlschrank-Erlebnis bescherte mir kürzlich ein Zufall. Mein Freund Lucien öffnete am Sylvester eine Flasche 1989 Château d’Yquem. Die Tischrunde genoss zwar das erste Glas, doch irgendwie wollte die Flasche dann einfach nicht leer werden. Im Juni war ich zu Besuch in seinem Haus in Ste. Maxime und entdeckte die angebrochene Flasche im Kühlschrank. Er erzählte mir die Geschichte und ich überlegte schon, ob ich den Rest dieses Yquem’s irgendwie in eine feine Sauce einbinden konnte, um ihm eine letzte Ehre zu erweisen. Doch jegliche mögliche Kombinationen mit den geplanten Speisen schienen nicht zu passen. Aber meine Neugier war gewaltig wie so ein 134 Tage lang geöffneter Sauternes noch schmecken würde. Da wir den Wein im letzten Herbst im Rahmen einer ganz grossen 1989er Verkostung degustierten, wusste ich im Kopf wie er sich präsentiert, wenn er entkorkt und dann gleich getrunken wird. Also schenkten wir uns alle einen Schluck ein – mit relativ wenigen Erwartungen. Doch die Überraschung war riesengross! Zwar fehlten die Primäraromen eines just geöffneten Weines, doch diese wurden kompensiert durch viel Rosinentöne, hellem Malz, dunkler Aprikosenkonfitüre, einem Hauch Curry und süssem, schwerem Malmsey Madeira. Das konnte doch irgendwie nicht wahr sein, was wir da – viereinhalb Monate nach dem Entkorken – erleben durften. Ungläubig rieben wir uns die Augen, schauten uns verblüfft an, murmelten ein paar überraschende Worte zu und schenkten uns jeder eine gehörige Portion von diesem genialen «Luft-Rentner» ein. Um ganz sicher zu sein, dass wir uns nicht täuschten… 11: Wieder am selben Ort (Ste. Maxime - bei Lucien), jedoch eine frisch geöffnete Flasche zu Panna Cotta oder Crème brulée. Beides wunderbar hausgemacht. Ein süsser, fast schwer wirkender Nektar. Das üppige Süssweinempfinden lag wohl auch etwas an der sommerlichen Temperatur. (19/20). 22: Magnum. Ziemlich dunkles Orange-Gold. Das intensive Bouquet liefert einen intensiven Wettkampf von hellen Dörraprikosen und kandierten Orangenschalen, minim buttrig, auch frisch zerlassenes Caramel ist mit dabei. Im zweiten Ansatz Honig und Quittengelee, sowie helle Rosinen, ergänzt durch Spuren von Bastholz. Im Gaumen geleeartig bis fast likörig, dokumentiert eine intensive Süsse, welche in sich grosse Reserven für weitere Jahrzehnte birgt. Auf der Zunge bleibt eine noble Bitterkeit zurück. Im Finale gibt es Reflektionen einer grossen Beerenauslese, respektive einem ganz grossen Sauternes. In dieser tollen Magnum wirkt dieser Yquem fast unsterblich! (19/20).
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André Kunz
Fein opulentes, komplexes Bouquet, Aprikosen, Honig, Mandeln, Marzipan. Dichter, cremiger, voller Gaumen mit dichter, vielfältiger Aromatik, cremiger Struktur, kräftiger Süsse, feiner Säure, sehr langer, voller Abgang. 19/20 trinken - 2050
99
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Jane Anson
Jane Anson
Safran, Tabakblatt, kalte Asche, schwarzer Tee. An diesem Punkt nimmt die wahrgenommene Süße ab, und das großartige Zusammenspiel von Würze und Bitterkeit wird stärker. Die Farbe vertieft sich zu einem rostigen Orange – denken Sie an Bitterorangenschale, Kumquat, Safran, Austernschale, dazu weiterhin frischer Pfirsichsaft. Die Intensität ist perfekt getroffen: Crème Caramel, Mango, Minzblatt. So gut.
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The Wine Independent
Lisa Perrotti-Brown
Von mittlerer Goldbernsteinfarbe präsentiert sich der d’Yquem 1989 mit ausdrucksstarken Noten von Crème brûlée, kandierter Orangenschale, Jasmintee und Safran, gefolgt von Anklängen an Haselnüsse und Baumrinde. Am Gaumen zeigt er ein rassiges Rückgrat und Schichten von verbranntem Zucker sowie erdige Aromen, mit einem angenehmen Hauch Bitterkeit im Abgang. Der Restzucker beträgt 126,5 g/l.
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Yves Beck
Das Bouquet von Yquem 1989 zeigt von Beginn an Größe. Er will alle mit sich reißen und ist noch nicht wirklich in der Lage, seine eigene Grandezza zu beherrschen. Ich nehme malzige Nuancen wahr, die selbstverständlich an Islay erinnern, dazu Düfte von Enzian, Korinthen, Nougat, Apfelkompott sowie einige wurzelige Anklänge, die die Frische unterstreichen. Am Gaumen ist der Wein fein, dicht, cremig und perfekt getragen von seiner Säure sowie einer sehr schönen Bitterkeit, die dem Finale Länge und Charakter verleiht. Ein brillanter Wein, der noch am Anfang seiner Laufbahn steht.
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Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Ich hatte ihn gekauft, weil mir seine Überschwänglichkeit so viel Freude bereitete. Um dieses Gefühl bei ihrer Auswahl edelfauler Beeren zu beschreiben, verwenden die Elsässer das Wort „barock“. Heute hat sich dieser Wein verändert. Die Alten würden sagen, er habe „seinen Zucker aufgegessen“. Er wirkt weniger demonstrativ und dadurch deutlich gastronomischer (mit „gastronomisch“ meine ich einen Wein, der den Speisen Raum lässt). Ich habe auch die Art, ihn zu servieren, geändert: Statt als Aperitif stelle ich ihn nun zu Tisch, etwa zu gebratener Foie gras oder Ähnlichem. Und das ist großartig – bekömmlich und ohne Risiko für die Rot- oder Weißweine, die danach folgen. Wird er sich noch weiter verändern? Sehr wahrscheinlich. In 25 bis 30 Jahren wird der Tag kommen, an dem er eine Note von Kürbiskonfitüre mit Orangenzesten verströmt – das letzte Stadium der aromatischen Entwicklung von botrytisiertem Sémillon in Sauternes, wenn die Weine zwischen 50 und 100 Jahre alt sind.





