Die Appellation Châteauneuf-du-Pape im südlichen Rhône-Tal zählt zu den renommiertesten Weinbaugebieten Frankreichs. Vor allem ihre Rotweine genießen weltweit höchstes Ansehen und stehen für kraftvolle Strukturen, aromatische Tiefe und eine lange Lagerfähigkeit. Das Zusammenspiel von einzigartigem Terroir, vielfältiger Rebsortenwahl und traditionsreicher Vinifikation macht Châteauneuf-du-Pape zu einer Referenz der Rhône.
Terroir: Einfluss der Böden auf die Rotweine von Châteauneuf-du-Pape
Die Rebflächen sind durch eine bemerkenswerte Bodenvielfalt geprägt. Besonders charakteristisch sind die großen, abgerundeten Kieselsteine (Galets), die tagsüber Sonnenwärme speichern und nachts wieder an die Reben abgeben. Diese Wärmeregulierung begünstigt die optimale Reifung der Trauben. Daneben finden sich Sand-, Kalk- und Lehmböden, die zusammen mit den klimatischen Bedingungen den Rotweinen ihre typische Konzentration, Mineralität und Komplexität verleihen.
Vinifikation und Stilistik
Die französischen Rotweine werden meist traditionell in großen Holzfässern oder Betonbehältern ausgebaut. Ziel ist es, die Eigenheiten der einzelnen Rebsorten harmonisch zu vereinen und die typischen Aromen von dunklen Früchten, Garrigue-Kräutern und feiner Würze hervorzuheben. Diese Weine zeichnen sich durch eine lange Lagerfähigkeit aus und entwickeln mit den Jahren zusätzliche Tiefe.
Rote Rebsorten: Grenache als Hauptakteur
Die Rotweine von Châteauneuf-du-Pape beruhen überwiegend auf Grenache, der hier sein volles Potenzial entfaltet. Er bringt Fülle, Wärme und eine charakteristische Fruchtintensität in die Cuvées. Mourvèdre und Syrah sorgen für Struktur, Tiefe und würzige Komponenten, während Carignan und Cinsault zusätzliche Facetten beisteuern. Das gezielte Zusammenspiel dieser Rebsorten verleiht den Weinen ihr hohes Maß an Komplexität und Individualität.
Weißer Châteauneuf-du-Pape
Neben den dominierenden Rotweinen entstehen in Châteauneuf-du-Pape auch kleine Mengen an Weißwein. Sie basieren auf einer Assemblage aus Grenache Blanc, Roussanne, Clairette und Bourboulenc. Aufgrund der geringen Produktionsmenge sind diese Weine eine Rarität. Sie zeichnen sich durch Frische, florale Noten und eine dezente Mineralität aus, spielen jedoch in der Gesamtproduktion der Appellation eine untergeordnete Rolle.
Sommerliche Food-Pairings mit Châteauneuf-du-Pape
Auch während der warmen Jahreszeit entfalten die Rotweine ihre Stärken, insbesondere in Kombination mit mediterranen Gerichten. Passende Pairings sorgen dafür, dass die aromatische Vielfalt der Cuvées optimal zur Geltung kommt. Mehr dazu können Sie in unserem Blog-Beitrag Châteauneuf-du-Pape im Sommer? Mit diesen Pairings ein Genuss nachlesen.