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Französischer Wein

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Als Weinland par excellence ist Frankreich bekannt...
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Französische Weine – Weingenuss erster Klasse

Unbestreitbar die Liste der Weinnationen anführend und vielfach als Maßstab für beste Weinqualität geltend, genießt Frankreich den Ruf als das Weinland schlechthin. Mit 45,6 Millionen Hektolitern Weinerzeugung pro Jahr, und damit einem Anteil von 25% der globalen Weinerzeugung, liegt es quantitativ zwar „nur“ an zweiter Stelle hinter Italien, in qualitativer Hinsicht allerdings, genießt französischer Wein weltweit eine erstklassige Reputation. Unlängst Teil der französischen Identität, werden zwei Drittel der französischen Weine innerhalb des Landes getrunken. Pro Jahr trinkt der Durchschnittsfranzose (-Weine anderer Länder dabei einberechnet-) so 80 Liter Wein. Mit unvergleichlichem Knowhow und Leidenschaft begeistern französische Winzer Weinkenner und -genießer und kreieren eine hervorragende Qualität und Vielfalt. Ob Weiß-, Rot- oder Roséwein, trocken, halbtrocken oder lieblich-süß, zart oder kraftvoll, Weinliebhaber aus aller Welt finden in französischen Weinen eine große Bandbreite, die jeden Gaumen erfreuen wird!

 

© BIVI - Aurélien Ibanez: Côte de Beaune in der Bourgogne


Weine aus Frankreich – Eine turbulente Erfolgsgeschichte

Auf globaler Ebene fand die Erfolgsgeschichte des Weines ihren Anfang im Nahen Osten, wo bereits vor etwa 9.000 Jahren Weinbau betrieben wurde. Nach Frankreich kam die Weinkultur dann ca. 100 v. Chr. aus Italien durch die Römer, die nach einem Stützpunkt suchten, von dem aus sie ihre Handelswaren nach Spanien transportieren konnten. Das in Folge eroberte Gebiet nannten sie „Provincia“ (heute als Provence bekannt). Zunächst fast ausschließlich in Südfrankreich betrieben, verbreitete sich die Weinkultur immer weiter, weshalb schließlich zahlreiche neue Weinberge entstanden, insbesondere in großen Flusstälern wie der Rhône, Garonne und Loire.

Nachdem das heutige Frankreich von den Franken erobert und errichtet wurde, prosperierte der Weinbau beträchtlich. Von Vorteil war auch die Gründung vieler Kloster im 12. und 13. Jahrhundert, da sie einen großen Beitrag leisteten zur Erforschung der Weinherstellung und so die Qualitätssteigerung der Weine maßgeblich vorantrieben. Nach der französischen Revolution ab 1789 schließlich entstand eine neue Konsumentenschicht, die für einen deutlichen Nachfrageanstieg für französische Weine sorgte.

Dieses Hoch der französischen und auch europäischen Weinkultur fand jedoch ein jähes Ende mit dem Einfall der Reblaus. Europaweit starben riesige Flächen an Weinstöcken und Winzer waren gezwungen hilflos zuzusehen. Einfallen konnte die Reblaus, wie später entdeckt wurde, als blinder Passagier seltener amerikanischer Pflanzen, die im 19. Jahrhundert nach Europa gebracht wurden. Viele fruchtlose Versuche, wie Stockschläge, vergrabene Kröten, Fluten und der Einsatz von Pestiziden folgten und erst viele Jahre nach Ausbruch entdeckten Forscher die Rettung. Die Lösung stellte dar die eigenen Reben auf den Wurzelstock der amerikanischen Verwandten aufzupfropfen. Insgesamt drei Jahrzehnte dauert es, bis es gelang die Plage einzudämmen, bis zu welchem Zeitpunkt bereits zwei Drittel der Rebbestände vernichtet worden waren. Insbesondere Frankreich wurde hart getroffen und fand sich wieder mit einer Verringerung der Weinproduktion um 75 Prozent. So büßte das Land seine Vorreiterstellung ein und fand sich wieder mit neuen starken Wettbewerbern wie beispielsweise Spanien.

 

© Château Pontet-Canet: Selektion der Weintrauben

 

Einzigartig vielfältiges Klima als Quelle einmaliger Qualität

Die große Popularität von Wein aus Frankreich fußt zu einem großen Teil auf den einmaligen klimatischen Gegebenheiten des Landes. Mediterranes Klima im Süden sorgt für eine zuverlässige Traubenreife, während der leicht kühle Wind vom Mittelmeer das Verflüchtigen essenzieller Geschmacksstoffe verhindert und die sommerlich heißen Temperaturen etwas mäßigt. Zu demselben Zweck werden die Reben hier auch an Berghängen angebaut. So wird für eine optimale Ernte und Qualität gesorgt.

Im westlichen Teil Frankreichs, and der Atlantikküste, vom Loire-Tal gen Süden über das Bordelais bis zu den westlichsten Pyrenäen, bringt der Atlantik ein kühleres Klima, das aber durch den Golfstrom abgeschwächt wird.

Im Osten des Landes, nördlich von Lyon letztlich findet sich ein kontinentales Klima, welches zu Frostschäden während des Austriebs und starken Regenfällen in der Blütezeit führen kann. Herbststürme können hier den Sommer noch vor vollendeter Traubenreife beenden. In der Champagne, welches zwar auch nord-östlich liegt, finden sich aber einige besondere Lagen, wo Pinot- und -Chardonnay Trauben ausreichend Zeit und Sonne finden um ausreichend zu reifen und Grundlage zu bieten für exzellente Weißweine und  herausragende Champagner.

 

© Joseph Mellot: Das Weinbaugebiet Sancerre

 

Völlig zu Recht die internationale Messlatte roter Tropfen: Französische Rotweine

Bei den meisten Menschen die erste Assoziation, wenn man an französischen Wein denkt, genießen Rotweine aus Frankreich einen ausgezeichneten Ruf. Auch französische Weiß- und Roséweine sind in hohem Maße anerkannt, jedoch genießen Rotweine ein ganz besonderes Image, welches sich auch in der Weinproduktion wiederspiegelt. In der Tat entfallen nämlich 70% der französischen Weinerzeugung auf Rotweine. Die beliebtesten Rebsorten für rote Weine sind vor allem Merlot, Grenache, Syrah, Cabernet-Sauvignon  und natürlich der Pinot Noir.

Der Cabernet zählt beispielsweise zu den spät reifenden Rebsorten und enthält viele Farbstoffe und Tannine. So sorgt die Cabernet Traube für eine besonders dunkle Farbe des Weines und ebenso für eine lange Lagerfähigkeit. Der Merlot ist vor allem verbreitet im Bordelais, wo er mehr als die Hälfte der Weinberge einnimmt. Es handelt sich bei ihr um eine relativ anspruchslose und widerstandsfähige Traubenart, die in Cuvées meist für ein weiches Mundgefühl sorgt und vollmundige Aromen dunkler Beeren mit sich bringt. Der Syrah dagegen erfreut mit einem säurestrukturierten Bukett getrockneter Johannis- oder Brombeeraromen, Vanille und kandierten Früchten und bietet ein beachtliches Alterungspotential.

Die Liste der beliebtesten Rotweine aus Frankreich wird angeführt vom Bordeaux und Burgunder, die zu zwei Dritteln im Ausland abgesetzt werden. Allerdings gibt es auch abseits dieser beiden bekannten und zweifellos glanzvollen Weingegenden hervorragende Tropfen zu finden, wie beispielsweise den Elsässer, Weine des Südwestens, fruchtige Rosé Weine aus der Provence, schmackhafte Tropfen aus der Rhône und raffinierte Weine der Loire.

 

© Brice Braastad: Château Rauzan-Ségla, Bordeaux Margaux

 

Französische Weißweine – Ebenso einmalig und schmackhaft wie ihr roter Bruder

Zwar quantitativ weniger vertreten im Vergleich zu Rotweinen, aber mitnichten weniger schmackhaft sind französische Weißweine. Hier wird vor allem die Chardonnay Traube verwendet, die auf ca. 45.000 Hektar angebaut wird. Sie zeichnet sich zwar durch relativ hohe Ansprüche bezüglich des Bodens aus, ist andererseits allerdings recht Wetter widerstandsfähig. Typische Chardonnay Weine weisen üblicherweise nussige Aromen und Noten von Früchten wie Apfel und Pfirsich auf. Hier kann es aber abhängig vom jeweiligen Terroir große geschmackliche Unterschiede geben.

Ein besonders bekannter Vertreter der Chardonnay Weine ist der Chablis. Die Appellation und das gleichnamige Gebiet liegen im Burgund, wo die weltbekannten Reben auf 6.830 Hektar Rebfläche angebaut werden. Gerade die Region der Bourgogne ist Heimat erstklassiger Weißweine, allen voran die Tropfen der Appellationen Aloxe-Corton, ChablisMeursault und Montrachet. Aber auch in der Champagne kann der Chardonnay gefunden werden, ist er doch eine der Hauptsorten für den Champagner.

Abgesehen vom Chardonnay werden beispielsweise auch Pinot Blanc, Riesling, Gewürztraminer, Roussanne, Marsanne und Sémillon angebaut. Die Sauvignon Blanc Rebe ist eine weitere sehr prominente für die Herstellung französischer Weißweine. Gerade in Bordeaux und an der Loire ist der Sauvignon Blanc verbreitet und Ursprung für den legendären Weißwein Pouilly-Fumé, den ein einzigartiges Aroma von Feuerstein ausmacht, ebenso wie für den einzigartigen Sancerre. Generell erfreuen französische Weißweine den Gaumen mit großer Fruchtigkeit, eindrucksvollem Volumen und beachtlichem Körper. Dabei sind sowohl vortreffliche trockene Weine zu finden als auch halb-trockene oder gar lieblich-süße Tropfen.

 

© Maison Trimbach

 

Erfrischende, französische Roséweine

Leicht und frisch im Geschmack sollten auch französische Roséweine nicht vergessen werden. Zwar machen sie nur 15% der französischen Weinproduktion aus, allerdings ist das im internationalen Vergleich eine große Menge. Zur Herstellung von Rosé Weinen werden die Trauben nach der Lese entweder gepresst oder aber eine Methode namens „Saignée“ wird angewendet, bei der die Trauben nicht gequetscht, sondern nur angequetscht werden.

Zu den wichtigsten Anbauregionen des Rosé gehört die Provence, in der 88,5% der Weine mit der Appellation Origine Protégée Roséweine sind. Bei Roséweinen verbreitet sind Cuvées aus den Sorten Cinsault, Grenache Mourvèdre und Syrah, die ein delikates Bukett von Erdbeeren, Himbeeren, Rose und Zitrusnoten bieten. Eine der prominentesten Roséweine, der sogar eine eigene Appellation besitzt, ist der Tavel. Die Appellation gehört zur Region des Rhonetal und liegt in einem der sonnigsten Gebiete Frankreichs. Tavel Roséweine faszinieren mit kraftvollen und runden Aromen von roten Früchten, Steinobst und Mandeln.

 

Französische Weinregionen

Der Weinanbau ist beinahe landesweit verbreitet und wird mit Ausnahme von Regionen nördlich von Paris im gesamten Land praktiziert. Die Liste der französischen Weinregionen ist lang und umfasst die folgenden Anbaugebiete: Beaujolais, Bordeaux, Bugey, Burgund, Champagne, Elsass, Jura, Korsika, Languedoc-Roussillon, Loire, Provence, Rhône, Savoyen, Sud-Ouest. Allesamt Ursprung großartiger Weine höchsten Genusses, sind die prominentesten unter ihnen wohl die Champagne, das Bordelais, das Burgund, Vallée du Rhône, das Val de Loire, das Languedoc-Roussillon und das Elsass.

 

Champagne

Die Champagne gehört zweifellos zu den bekanntesten Weinbauregionen Frankreichs. Auf einer Fläche von 24.000 Hektar findet sich ein weltweit einzigartiges Terroir, das Spitzenweine erstklassiger Reputation produziert. Wichtige Produzenten sind hier beispielsweise Moët & Chandon, Dom Pérignon, Ruinart, Perrier-Jouët, Louis Roederer, Veuve Clicquot, Laurent-Perrier oder auch Krug, um nur einige der vielen herausragenden Häuser zu nennen, die vorzügliche Champagner herstellen.

Die wichtigsten Anbaugebiete der Champagne sind Montagne de Reims, Vallée de la Marne, la Côte des Blancs und Côte des Bar. Die Weinberge der Champagne sind mit 1.300 qm pro Parzelle eher klein und umfassen ca. 276.400 Parzellen insgesamt. Unter den 319 Weindörfern bzw. „Villages“ befinden sich 17 mit der Appellation Grand Cru und 44 mit der des Premier Cru. Der Boden der Champagne besteht zu zwei Dritteln aus Kalkstein, was eine ideale Eigenschaft ist, da sie zu einer Entwässerung des Bodens führt. Die einzigartige Kombination von Klima, Boden und Geländeform ist es, die die Tropfen so besonders und weltweit legendär macht.

Um sich Champagner nennen zu dürfen müssen jedoch einige Bedingungen erfüllt sein. So dürfen die verwendeten Trauben nur aus der Champagne stammen und müssen noch vor Ort verarbeitet werden. Außerdem dürfen die Trauben nur in Betrieben verarbeitet werden, in denen keine anderen Trauben jenseits der Champagne verarbeitet werden. Für die Herstellung der weltbekannten Champagner werden die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay verwendet.

 

© Bollinger Champagne

 

Weinregion Elsass

Im Norden Frankreichs gelegen und in der Vergangenheit mehrfach den deutsch-französischen Besitz wechselnd, hat die Region mittlerweile ihre ganz eigene Identität entwickeln können. Es handelt sich um eine der sonnigsten Regionen Frankreichs, welche ihr einzigartiges Klima auch dem es umgebenen Mittelgebirge Vogesen verdankt, welches die Weinberge ideal vor kalten Winden und Niederschlägen schützt. Auch zeichnet die Weinregion Elsass eine der mit am größten zu findenden Vielfalt an Böden Frankreichs aus.

Von den neun zugelassenen Rebsorten besondere Beliebtheit genießt beispielsweise der Riesling, der durch eine expressive Kraft und Authentizität gekennzeichnet ist und die meistangebaute Sorte des Elsass ist. Häufig trockener Natur, zeigt er jedoch in seiner Jugend auch ein blumiges Aroma und im Alter eine komplexe Note von Feuerstein in Verbindung mit einer reinen Fruchtigkeit. Das Elsass bringt weitestgehend sortenreine Weine hervor, davon sind zu etwa 90% Weißweine. Neben dem Riesling sind dies auch der Gewürztraminer, Pinot Gris, Pinot Noir, Pinot Blanc, Muscat, Chasselas und Sylvaner.

Im Jahre 1962 erlangte das Elsass den AC Status mit der Appellation Alsace bzw. Vin d’Alsace. Später kam die AC Crémant d’Alsace hinzu und die Grands Crus wurden eingeführt.

 

Spitzenweine aus dem Bordelais 

Ein nicht weniger prominentes Weingebiet ist das Bordelais. Nicht nur wurde eigens eine Farbe nach dem dort angebauten Wein benannt, es ist außerdem auch die Region Frankreichs mit dem höchsten Anteil an Spitzenweinen. Das charakteristische vollmundige Bukett genießt weltweite Beliebtheit und basiert vor allem auf den einmaligen klimatischen Gegebenheiten und dem Reifeprozess. So legen das durch den Atlantik sehr stabile und milde Klima und der vielseitige Boden, der je nach Region aus einem Kiessandgemisch, Sand oder Kies besteht oder aber lehmig oder lehm-kalkhaltig ist, den idealen Nährboden für die Herstellung erstklassiger Bordeaux Jahrgänge.

Eine der bekanntesten Appellationen der Region Bordeaux ist wohl St. Émilioneine Kleinstadt nahe Bordeaux, welche Herkunft typischer Bordeaux Weine ist: eleganter und kräftiger Tropfen, die reich sind an Tanninen. Sie bringt mehr Weine hervor als alle anderen Appellationen auf dem rechten Ufer der Dordogne und Gironde. Die Weine der Region beruhen zumeist auf den Rebsorten Merlot und Cabernet Franc, aber auch Cabernet Sauvignon ist zu finden.

Pauillac, eine kleine Hafenstadt mit zugehöriger kommunaler Appellation contrôlée im Weinbaugebiet Médoc, profitiert von der besonderen Eigenschaft drei der fünf Weingüter zu beherbergen die in der Klassifikation des Château von Bordeaux als Premiers Crus Classés eingestuft sind, nämlich das Château Lafite-Rothschild, Château Latour und Château Mouton Rothschild, daneben allerdings auch einige andere in der Klassifikation von 1855 als Crus Classés eingestufte Weingüter.

Die Liste wichtiger Appellationen des Bordealais wird ergänzt durch Magaux, eine kommunale Appellation im Haut-Médoc mit beträchtlichem Potenzial und großer Diversität hinsichtlich der Bodenbeschaffung. Es finden sich hier sowohl Kalkstein, Kreide, Ton und Sand, wobei viele Weine von Anhöhen mit gut durchlässigem Kiesboden kommen. Allerdings sind die Einzelbesitzungen oft stark parzelliert, sodass ein Weingut oft aus sehr unterschiedlichen und weit voneinander getrennten Grundstücken besteht. Zwei der Spitzen-Châteaux sind hier Château Margaux, Premier Cru und Bannerträger der Appellation Margaux, und Château Palmer, Troisième Grand Cru Classé, welches 1961 einen besonders legendären Wein hervorbrachte und seitdem seine Erfolgsgeschichte weiterschreibt unter der Leitung von Thomas Doroux. Seine Weine gelten als einzigartig, verkörpern sie doch ein außergewöhnlich aromatisches Bouquet voller Noblesse und Fruchtigkeit.

 

© Château Grand-Puy-Lacoste, Bordeaux

 

Die Liste lässt sich ergänzen, wenn sie auch noch längst nicht komplett ist, durch Pomerol, einen weiteren Bereich im Weinbaugebiet Bordeaux mit opulenten, von der Merlot-Traube dominierten Rotweinen, oder auch durch Saint-Julien, eine Appellation bekannt unter anderem für die zuverlässig konstante Qualität ihrer Tropfen und die eindrucksvolle Noblesse und Balance. Auch Saint-Estèphe, dessen Stil ebenso vielfältig wie sein Boden ist, Pessac-Léognan, dessen Weine unter dem Leitmotiv „Eleganz“ stehen oder Sauternes, deren Weine besonderer Geschmack der „Edelfäule“ zu verdanken ist, weshalb die dafür besonders empfängliche Rebsorte Sémillon meist 80% der Weingüter einnimmt sind erwähnenswert.

 Ein besonders legendäres Weingut der Appellation Sauternes ist das Château d’Yquem, dessen Rebbestände sich zu 80% aus Sémillon und zu 20% aus Sauvignon Blanc zusammensetzen. Hier werden jährlich durchschnittlich fünf Lesedurchgänge durchgeführt, wobei nur die von Edelfäule befallenen Trauben geerntet werden. Der Höchstertrag liegt mit 9 hl/ha deutlich unter den in Sauternes normalerweise üblichen 25 hl/ha.

Relevant im Kontext der Region des Bordelais ist das im Jahre 1855 vorgenommene Klassifikationssystem. Dieses besteht aus fünf Stufen und teilt Winzer entsprechend ihrer durchschnittlichen Bewertungen, dem Ruf und den Handelspreisen zu. Die Kategorien reichen vom Premier Cru Classé, über den Deuxième Cru Classé, Troisième Cru Classé, Quatrième Cru Classé, bis hin zum Cinquième Cru Classé. Dieses System gilt auch heute noch als Maßstab und wurde seitdem nur ein einziges Mal geändert, als das Château Mouton-Rothschild im Jahre 1973 vom Deuxième zum Premier Cru aufstieg.

Auch die Weine der St. Émilion Region wurden klassifiziert entsprechend eines Systems welches Weine entsprechend der Kategorien Premier Grand Crus und Grand Crus Classés einteilt. Sie wird im Schnitt alle 10 Jahre angepasst. Eine weitere Klassifikation ist die des Cru Bourgeois, die analog zur Grand Crus Classés Einteilung von 1855 gilt und innerhalb derer die Weine aus einer der acht Médoc-Appellationen stammen müssen, das Weingut mindestens 4,5 Hektar bewirtschaften muss und der Wein in einem Privatkeller ausgebaut werden muss.

 

Weine aus der Bourgogne

Weniger als einem Drittel der Fläche Bordeaux entsprechend, genießen die Weine des Burgund einen nicht minder guten Ruf. Mit 84 verschiedenen Appellationen ist hier beträchtlicher Reichtum und eine beeindruckende Vielfalt zu finden. Das Klassifikationssystem unterteilt sich in vier Stufen: Regionale Appellationen („Appellations régionales“), dörfliche Appellationen („Appellations villages“), „Villages Premier Crus“ und „Grand Crus“.

Zu den regionalen Appellationen, die das größte Produktionsgebiet für Weine des Burgunds darstellen, zählen die folgenden: Bourgogne, Bourgogne Aligoté, Crémant de Bourgogne, Côteaux Bourguignons, Bourgogne Passe-tout-grains, Mâcon und Bourgogne Mousseux. Innerhalb dieser regionalen AOCs finden sich 14 ergänzende geographische Bezeichnungen, die es ermöglichen, sie mit genaueren geografischen Angaben, der Region oder der Gemeinde zu präzisieren. Neben den regionalen Appellationen gibt es 44 dörfliche Appellationen („Appellations villages“), die also Weine einbeziehen, die an ihre Herkunftsdörfer gebunden sind. Sie beziehen sich auf die folgenden 5 Regionen: Vignoble de la Basse-Bourgogne, Vignoble de la côte de Nuits, Vignoble de la côte de Beaune, Vignobles de la côte chalonnaise und Vignoble du Mâconnais. Große „Appellations villages“ sind beispielsweise Chablis, Aloxe-Corton, Gevrey-Chambertin, Meursault, Pommard, Vosne-Romanée oder auch Vougeot.

 

© Serge Chapuis: Louis Latour

 

Premier Crus dagegen, sind Weine, die aus Trauben hergestellt werden, die auf einer abgegrenzten Parzelle angebaut werden, die die Besonderheit des Klimas innerhalb eines AOC-Dorfes wiederspiegelt. Ein als Premier Cru klassifizierter Wein trägt daher den Namen des Dorfes oder der Gemeinde, aus der er stammt.

Grand Crus letztlich bilden die höchste Qualitätsstufe und repräsentieren die ganze Typizität und Raffinesse einer besonders außergewöhnlichen Parzelle. In diesem Fall wird auf dem Etikett der Name der Einzellage oder des Weinbergs angegeben, ohne den Namen des Dorfes anzugeben. Beispiele sind hier die Appellation Grands-Échezeaux, Corton-Charlemagne oder Chablis Grand-Cru.

Die Liste großer Weinerzeuger in der Bourgogne ist nahezu endlos. In der Yonne-Chablisien ist das Weingut William Fèvre zu erwähnen, das mit einer breiten Palette von Weinen die ganze Typizität des Chablis-Terroirs wiederspiegelt. Als größter Besitzer von Grands Crus Lagen im Chablis kreiert William Fèvre Tropfen von Authentizität des Chablis Terroirs, die mit großer Frische und Mineralität imponieren. Ebenso in der Appellation Chablis gelegen, ist das anerkannte Weingut La Chablisienne, das mit einem Gründungsdatum vom Jahre 1923 auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblicken kann. Anzusprechen ist auch die Domaine Faiveley, die, gelegen an der Côte de Nuits, große Grand Cru- und Premier Cru-Weine ausgezeichneter Qualität produziert. Hier wird eine Vielzahl an Lagen in legendären Appellationen wie Gevrey Chambertin, Pommard, Volnay, Puligny Montrachet und Mercurey bewirtschaftet.

An der Côte de Beaune, in dem bekannten Ort Puligny-Montrachet gelegen, befindet sich das Weingut Leflaive, welches seit dem Jahre 1635 die Tradition großer Burgunder fortsetzt, in dem es Tropfen anbietet, die zu den besten Chardonnay-Ausdrücken der Welt gehören. Seit 1997 wird hier außerdem mit biologisch-dynamischen Methoden gearbeitet. Nicht fehlen darf in dieser Liste natürlich das große Haus Louis Latour, welches einen internationalen Ruf als Erzeuger traditioneller burgundischer Spitzenweine genießt. Auch zu nennen sind die an der Côte de Nuits zu findende Domaine Ponsot, Bouchard Père & Fils und Remoissenet Père & Fils, womit die Liste großer Weinerzeuger der Bourgogne allerdings keineswegs komplett ist.

Die bevorzugten Rebsorten des Burgund sind der Chardonnay (mit 51% der angepflanzten Reben der Bourgogne) und der Pinot Noir (mit 39,5%). Dem außerordentlich vielfältigen Boden, teils kalkartig, teils lehmig und teils mergelig, verdanken die Burgunder ihre herausragende Qualität. Auch die Freude, Liebe und Authentizität der heimischen Winzer ist von maßgeblichem Einfluss, da so das einzigartige handwerkliche Knowhow bewahrt wird. Ihrem Spitzenruf zweifellos gerecht werdend, sind Burgunder in höchstem Maße edel und facettenreich und bieten ein äußerst delikates Geschmackserlebnis, sowohl für Weinliebhaber als auch für Weinkenner. 

 

Weine des Rhônetals

Ebenso ein prominentes Weinbaugebiet ist das Rhônetal, welches gelegen ist in Südostfrankreich und woraus, mit Ausnahme von Bordeaux, regelmäßig mehr Weine hervor gehen als aus jedem anderen Weinbaugebiet Frankreichs. Das Rhônetal besteht aus vier Bereichen, die beiden größten davon werden genannt die nördliche und die südlichen Rhône. Letztere ist der Produktionsmenge nach der Größte Bereich der Rhône, wohingegen der nördliche Teil als noch prestigeträchtigerer gilt. Zu ihm gehören beispielsweise die Appellationen Hermitage und Côte Rôtie, die besonders durch ihre hervorragende Qualität und außergewöhnliche Langlebigkeit bestechen. Im nördlichen Rhônetal wird ausschließlich Syrah angebaut, denn sie ist die einzige hier zugelassene Rotweintraube.  Bekannte Häuser der nördlichen Rhône sind beispielsweise M. Chapoutier, Delas und E. Guigal.

Im südlichen Teil des Rhônetals findet sich eine flachere und fast schon provenzalische Landschaft. Der Großteil der Weine diesen Ursprungs sind Verschnitte. Neben Syrah wird vor allem Grenache angebaut, ebenso wie Carignan, Cinsaut und Mourvèdre. Eine bedeutende Appellation ist hier beispielsweise Châteauneuf-du-Pape, die nicht nur die erste Appellation Frankreichs war, sondern auch auf globaler Ebene eine der Ersten.

 

© Château de Beaucastel 

 

Garant für Qualität: Das System der Qualitätsstufen und Appellationen

Seit der EU-Weinmarktordnung von 2009 gilt ein neues Klassifizierungssystem französischer Weine.  Anstatt der vier Stufen Vin de table, Vin de pays, Vins délimités de qualité supérieure und der Appellation d’origine contrôlée finden sich heute nur noch drei Qualitätsstufen.

Die unterste belegt der Vin, das heißt Wein ohne genaue Ursprungsangabe. Bei diesen Tropfen stehen meist die verwendeten Rebsorten im Vordergrund. Die nächst höherer Stufe sind solche Weine, die bezeichnet werden mit Indication Géographique Protegée (IGP). Hierfür müssen alle Arbeitsschritte in dem angegebenen Gebiet durchgeführt werden. Die genaue Art und Weise hängt dabei allerdings von den Regelungen der jeweiligen Region ab. Die dritte Stufe repräsentiert die Appellation d’Origine Protégée (AOP), dessen Regeln Ziel es ist, die Verwendung der für die Region typischen Herstellungsverfahren zu gewährleisten. Daher müssen hier strikte Bedingungen bezüglich Rebsorte Höchstertragsmenge, Alkoholgehalt und Methoden der Weinherstellung eingehalten werden. Trotz der neuen Weinverordnung, mit der die Klasse AOP, die die Stufe der Appellation d’Origine Contrôlée ersetzte, greifen manche Winzer heute immer noch auf den alten Term zurück.

Frankreich und Wein – ein nicht voneinander zu trennendes Paar, welches in einer harmonischen Symbiose für einmalige Gaumenfreuden sorgt. Mit seiner großen klimatischen Vielfalt, der Diversität der Böden und dem Reichtum an Tradition, dem lange erarbeiteten Wissen, der Leidenschaft und dem Herzblut bietet Frankreich ein Paradis für alle Weinliebhaber und lädt zu einer Reise durch die Vielzahl herausragender Weinregionen und ihrer Spitzentropfen ein.

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